Vernissage »Allen Gewalten zum Trotz …«

In der Zeit vom 1. Juni bis 1. Juli 2011 präsentiert die Künstlerin Sabine Rudolph aus Kronberg bei Frankfurt am Main in der Bibliothek der Technischen Hochschule Wildau [FH] ihre Bilderausstellung »Die Weiße Rose«. Sie zeigt Portraits von Studierenden im Nazideutschland, die sich gegen Unterdrückung und Krieg einsetzten.

 

Die öffentliche Ausstellung wird am 1. Juni 2011 um 19.00 Uhr mit einer Vernissage in der Hochschulbibliothek eröffnet. Dabei wird die Künstlerin persönlich anwesend sein und ihre Intentionen erläutern.

 

Informationen & Programm

Mittwoch, 1. Juni 2011
Campus TH Wildau
Haus 10, Bibliothek
(Anfahrt- & Verkehrsanbindung)

 

Intensionen

Die Ausstellung ist keine historische Auseinandersetzung, sondern eine Kunstausstellung. Denn die großformatigen Porträts bieten einen anderen Zugang. Sie erlauben den sinnlichen Bezug. Sie bringen die Kraft und den Mut der jungen Menschen zum Ausdruck, auch ihre Sensibilität und träumerische Anmut.

Bilder gehen in die Seele ein.

Die Mitglieder der Weißen Rose waren jung, mit vielen Ideen und Idealen. Sie trafen sich, um zu diskutieren, aber auch einfach um Spaßzu haben. Sie fuhren gern in die Berge und liebten Kunst und Kultur. Vor allem sehnten sie sich nach Freiheit und träumten von einem anderen Deutschland, ein Land ohne Krieg, ohne Repressalien und in dem alle frei studieren und lernen können.

Die Studenten heute sind wie sie. Jedoch haben sie freien Zugangzu allen Quellen, leben in einem demokratischen Land. Und dennoch ist Zivilcourage wichtig und nötig.

Die Mitglieder der Weißen Rose zeigten mehr als nur Zivilcourage. Sechs von ihnen büßten ihr Leben ein, und andere waren langen Haftstrafen ausgesetzt.

 

Namensgebung

Die Studenten damals hatten sich das Symbol der weißen Rose gewählt, heute wird spekuliert, warum. Es gibt mehrere Theorien.

Vielleicht wählten sie den Namen nur, weil die weiße Rose etwas völlig Gegensätzliches ist zu Krieg und Unterdrückung.

Hans Scholl trug die Knospe einer weißen Rose in seiner Brusttasche, „weil diese kleine Pflanze die andere Seite ist, weit entfernt von allem Soldatentum …“. 1

Sophie Scholl sprach schon sehr früh davon, „den kühlen Gleichmut einer Rose zum Ideal zu erheben“.2

Hans Scholl las, als er noch Fähnleinführer war, aus dem „Kornett“von Rilke. Er zeigte schon damals eine andere Seite von sich: „Keine Trommeln, nur sanfte Rosen, jene Blume, die für Rilke Sehnsucht und Erlösung verkörpert.“3

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen entnehmen Sie der Veranstaltungspräsentation [PDF,1 MB] oder den den Seiten der Künstlerin unter www.art-rudolph.de.