Tina

Hallo, ich bin Tina. Schon während der Realschule wusste ich, wann immer die Frage aufkam  „Wo siehst du dich in 10 Jahren?“, dass ich später einmal eine Karriere als Arzt machen wollte. So bewarb ich mich dann auch, nachdem ich 2008 mein Abitur absolvierte, für einen Studienplatz und fing in Mainz an zu studieren. Leider musste ich relativ zügig merken, dass mein Ziel nicht so ganz zu meinen Fähigkeiten passte und war  mit dem Problem konfrontiert, mich nach einer Alternative umschauen zu müssen. Glücklicherweise hatte ich jedoch ein Abitur mit dem Schwerpunkt Wirtschaft gemacht und so fiel mir ein, dass ich damals gerade auch den rechtlichen Aspekt ziemlich cool fand und das auch eine Perspektive sei, mit der ich mich identifizieren konnte. Da ich jedoch nicht mehr der Fan von Theorie war, entschied ich mich für eine praktischere Anwendung und kam somit auf den Studiengang Wirtschaft und Recht an der TH Wildau.

 

Heute kann ich sagen, dass dies die beste Entscheidung war, die ich je getroffen habe. Denn auch wenn wir nichts wirklich super vertieft beherrschen, können wir Wirtschaftsrechtler von allem etwas, wir haben Ahnung vom Privaten und vom Öffentlichen Recht, beschäftigen uns mit Steuern, Finanzen, ein wenig Wirtschaftsinformatik und und und. Gerade diese Vielfalt schafft es selbst nach zwei absolvierten Semestern immer noch mich zu begeistern.

 

Ganz besonders gefällt mir auch die zwanglose Atmosphäre. Die meisten Veranstaltungen finden in kleinen Gruppen statt, es ist also kein Problem sich die ein oder andere Frage noch einmal genauer erklären zu lassen und es besteht keine Anwesenheitspflicht, ich kann mir also selber aussuchen, ob ich zu einer Vorlesung oder Übung gehe oder nicht. Dadurch lässt sich mein Studentenleben ziemlich gut organisieren, ich habe neben der Uni also noch Zeit für einen Nebenjob und Zeit für mich. Mit ein wenig Selbstdisziplin und Eigenmotivation ist das Studium somit nicht nur stressig sondern kann richtig Spaß machen!

 

Doch will ich natürlich auch nicht verschweigen, dass nicht alles immer so toll ist, schließlich gibt es auch Kurse, die einem nicht leicht fallen und es stehen am Ende jedes Semesters die ungeliebten Prüfungen an. Ich selbst muss leider zugeben, dass ich dann auch schon einmal dazu neige, soziale Kontakte zu vernachlässigen, sehr zum Leidwesen meiner Familie und meiner Freunde… Aber auch wenn ich einmal das Gefühl habe gar nichts mehr zu verstehen, gibt es immer ein paar Kollegen, die einen wieder auf Kurs bringen. Und nach bisher 12 erfolgreich bestandenen Prüfungen kann ich nur sagen, selbst die stressigsten Wochen enden in wohlverdienten Semesterferien.


Ich persönlich kann also jedem ein Studium empfehlen, es verbessert nicht nur die Berufsperspektiven, sondern man lernt neben vielen netten Leuten auch sich selber besser kennen. Man entwickelt sich, wird selbstständiger, disziplinierter, organisierter und man kann sich und seine Grenzen neu austesten.

 

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