Ausgangslage und Ziele des Vorhabens
Im Rahmen eines Demonstrationsprojektes des Bundesministeriums wurden schadstoff- und lärmarme Lieferfahrzeuge gefördert, die von Logistikdienstleistern im innerstädtischen Verteilerverkehr und in Ballungsräumen eingesetzt werden. Die umweltrelevanten technischen Anforderungen an die Fahrzeuge gehen weit über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus.
Hintergrund dieses Projektes war die seit Januar 2005 in der ersten Stufe geltenden EU-Luftqualitätsgrenzwerte für Feinstaub, der insbesondere durch Emissionen aus Dieselfahrzeugen verursacht wird. Daher sind vor allem für Innenstädte und Ballungsräume Maßnahmen erforderlich, die zur Umweltentlastung beitragen. Die Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie wird den Handlungsdruck ab 2007 weiter verstärken.
Neben den Pkws sind Nutzfahrzeuge relativ gesehen die stärksten Emittenten im städtischen Straßenverkehr. Damit stellen Nutzfahrzeuge eine entscheidende Stellgröße dar und stehen nicht zuletzt auch wegen ihrer hohen Fahrleistungen im innerstädtischen und überregionalen Wirtschaftsverkehr und der damit verbundenen hohen Luftschadstoff- und Lärmentwicklung im Fokus des Projektes.
Ziel dieser Untersuchung war es, den häufig vorgebrachten Kostenargumenten gegen den Einsatz schadstoff- und lärmarmer Lieferfahrzeuge zu begegnen. Dazu wurden in mittelständischen Unternehmen, die im Rahmen des Demonstrationsprojektes solche Fahrzeuge einsetzen, die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes solcher Fahrzeuge untersucht. Berücksichtigt wurden die realen Kosten, unterschiedliche logistische Einsatzprofile, Umweltentlastungen und Kostenrisiken. Die Ergebnisse wurden einer Vergleichsgruppe (Lieferfahrzeuge mit gesetzlichem Mindeststandard) gegenüber gestellt.
Schwerpunkte
Publikationen
Projektbearbeitung
TH Wildau [FH], Fachgebiet Verkehrslogistik
Bahnhofstraße 1, 15745 Wildau
Prof. Dr.-Ing. Herbert Sonntag (Projektleitung)
Dipl.-Ing. Bertram Meimbresse
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Mike Lange
Kontakt: bmeimbre@igw.tfh-wildau.de, +49 (0) 3375 508 355
Internet: www.th-wildau.de/fgvlog
Finanzierung
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Ein Demonstrationsprojekt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Laufzeit
Dezember 2004 – Dezember 2006