Auf dem Weg zur Systemakkreditierung - Eine kleine Chronologie

Vor-Ort-Begehung der ACQUIN-Gutachter/innen
Vor-Ort-Begehung der ACQUIN-Gutachter/innen

Die Technische Hochschule Wildau [FH] hat sich für die Systemakkreditierung entschieden. Die formalen Voraussetzungen hat die Hochschule durch die Bewilligung ihres Antrages auf Zulassung zur Systemakkreditierung durch die Akkreditierungsagentur ACQUIN vom 28.03.2011 erfüllt. Das Verfahren erstreckt sich über insgesamt 2,5 Jahre von 2011-2013.

Die erste Vor-Ort-Begehung fand am 9.12.2011 statt. Presseartikel zur Systemakkreditierung [PDF, 233 KB] Es folgte vom 10.-12. September 2012 die zweite Vor-Ort-Begehung. Aus dem Feedback daraus - siehe Vorläufiger Gutachterbericht der ACQUIN [PDF, 5.3 MB] (Login erforderlich) - ergaben sich Arbeitspakete, die im Folgezeitraum durch die Hochschulleitung und -verwaltung bearbeitet wurden. Mit der Informationsveranstaltung [PDF, 454 KB] zum Stand der Systemakkreditierung am 14. Januar 2013 hatten alle Mitglieder der Hochschule die Gelegenheit sich mit der Thematik vertraut zu machen. In den Programmstichproben dreier Studiengänge im März 2013 prüften jeweils seperate Gutachtergruppen der ACQUIN die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Qualitätssicherungssystems der TH-Wildau [FH] im Bereich Studium und Lehre. Dies betraf den Masterstudiengang Renewable Energies, den Bachelorstudiengang Verwaltung und Recht und den Masterstudiengang Business Management.

 

Dokumente zur Systemakkreditierung

  • Alle Unterlagen zur Systemakkreditierung: TQM Wiki (hochschulintern)

Das Verfahren der Systemakkreditierung an Hochschulen

Nach zehn Jahren Programmakkreditierung hat der Akkreditierungsrat eine alternative Möglichkeit in Form der "Systemakkreditierung" geschaffen. D.h. seit dem Jahr 2008 können die Hochschulen entscheiden, ob sie nicht mehr jeden Studiengang begutachten lassen, sondern ihr eigenes internes Qualitätssicherungssystem für Studium und Lehre Gegenstand der Prüfung sein soll:

 

"Gegenstand der Systemakkreditierung ist das interne Qualitätssicherungssystem einer Hochschule im Bereich von Studium und Lehre. Die für Lehre und Studium relevanten Strukturen und Prozesse werden darauf überprüft, ob sie das Erreichen der Qualifikationsziele und die hohe Qualität der Studiengänge gewährleisten, wobei die European Standards and Guidelines for Quality Assurance in Higher Education (ESG), die Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und die Kriterien des Akkreditierungsrates Anwendung finden.

Eine positive Systemakkreditierung bescheinigt der Hochschule, dass ihr Qualitätssicherungssystem im Bereich von Studium und Lehre geeignet ist, das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualitätsstandards ihrer Studiengänge zu gewährleisten. Studiengänge, die nach der Systemakkreditierung eingerichtet werden oder bereits Gegenstand der internen Qualitätssicherung nach den Vorgaben des akkreditierten Systems waren, sind somit akkreditiert."


Die Erstakkreditierungsdauer beträgt in diesem Falle sechs Jahre, wobei nach drei Jahren eine "Halbzeitstichprobe" erfolgt. Hierbei wird seitens der Agentur überprüft, ob das interne Qualitätssicherungssystem Bestand hat bzw. funktioniert. Nach insgesamt sechs Jahren ist analog zu dem Verfahren bei Programmakkreditierungen ebenfalls eine Reakkreditierung erforderlich.

Das Verfahren zur Erlangung der Systemakkreditierung dauert insgesamt ca. 3 Jahre, umfasst zwei Begehungen durch eine Gutachterkommission sowie drei Programm- und drei Merkmalsstichproben.  Somit ist auch erklärbar, dass erst im Jahr 2011 die ersten Hochschulen dieses Gütesiegel erhalten haben. Bis Ende des Jahres 2012 sind deutschlandweit ca. zehn Hochschulen erfolgreich "systemakkreditiert" worden. In der letzten Zeit ist die Anzahl der Anträge zur Systemakkreditierung - laut Aussage der Akkreditierungsagentur ACQUIN - jedoch deutlich angestiegen, so dass anzunehmen ist, dass die Bedeutung dieser Art von Zertifizierung zukünftig zunehmen wird.