MSc Biosystemtechnik/Bioinformatik

Thematische Ausrichtung

 

Schwerpunkte der Ausbildung sind die Konstruktion und Entwicklung von Biohybrid-
systemen, bioanalytischen Bauelementen, die Gewinnung analytischer Daten sowie die Datenauswertung und -analyse.

 

Biohybridsysteme in diesem Sinne sind miniaturisierte Komponenten aus Biomolekülen und anorganischen Struktur- und Sensorelementen. Sie werden im Bereich der Sensorik und Analytik der biotechnologischen, pharmazeutischen und medizinischen Diagnostik, Genomik und Proteomik, in der Transplantaionsmedizin und im Bereich von Chemosensoren eingesetzt.

 

Ein wesentliches Ziel des Masterstudienganges Biosystemtechnik / Bioinformatik ist die Erhöhung der wissenschaftlichen Qualifikation der Studenten. Den Studenten werden die wichtigsten theoretischen Ansätze in diesem interdisziplinären Forschungs- und Technologiefeld vertiefend vermittelt und sie lernen, ein angemessenes und reflektiertes Verständnis für Modellbildungen und Theorien zu entwickeln. Auf dieser Grundlage werden sie befähigt, verschiedene wissenschaftliche Theorieansätze bei der Lösung praktischer Probleme selbständig anzuwenden. Sie werden dabei zu mehrdimensionalen Betrachtungsweisen von theoretischen und praxisbezogenen Aufgabenstellungen befähigt und für eine kritische Abwägung der eigenen bisherigen Ansätze, Sichtweisen und Orientierungen sensibilisiert.

 

Profil der Ausbildung

 

  • Anwendungsorientierter Masterstudiengang:
    • Vermittlung von Fach- und Methodenkenntnissen: 20%
    • Spezialkenntnisse: 40%
    • Entwicklungskompetenzen: 40%
      für höherqualifizierte und häufig spezialisierte berufliche Tätigkeiten
  • Umfassende Befähigung zur Wahrnehmung verantwortlicher Aufgaben in leitenden Funktionen in den Bereichen: Entwicklung, Applikation oder Vertrieb
  • Problemlösungskompetenz
  • Befähigung zur Weiterqualifikation in Doktoranden-Programmen

 

 

Zugangsvoraussetzungen: Bachelor oder entsprechender Abschluss.

 

Zunächst bietet dieser Masterstudiengang als konsekutiver Studiengang den guten und sehr guten Absolventen des Bachelorstudiengangs Biosystemtechnik/Bioinformatik der TH Wildau die Möglichkeit, ihr Studium fortzusetzen und sich entsprechend zu qualifizieren. Durch diese höhere Qualifikation eröffnen sich zweifellos bessere Chancen für ihre berufliche Laufbahn.

 

Potentielle Bewerber sind auch Absolventen von Bachelor-Studiengängen des Fachgebietes Bioinformatik, die mit dem Masterstudiengang ihre Schnittstellenkompetenz und damit ihre Chancen für den Berufsstart erhöhen wollen. Da die bislang von den regionalen Hochschulen angebotenen Masterstudiengänge in Bioinformatik tendenziell stark theorie- und informatikbezogen erscheinen, können Studenten hier auch ihre praktischen Fähigkeiten erweitern.

 

Weiterhin können Studenten mit Bachelorabschlüssen in Molekularbiologie, Biochemie und Biotechnologie in den Masterstudiengang aufgenommen werden.

 

Über die Auswahl der Bewerber entscheidet eine Auswahlkommission nach Vorlage der Bewerbungsunterlagen (Bachelorzeugnis oder entsprechendes Diplomzeugnis, bei ausländischen Bewerbern auch ein Nachweis der Sprachqualifikation in Deutsch) und einem Auswahlgespräch vor Beginn des 1. Semesters.

 

Bewerbungstermim: 15 Juli jeden Jahres beim Immatrikulations- und Prüfungsamt der TFH Wildau.

 

Struktur und Konzeption der Veranstaltungen

 

Die Lehrveranstaltungen werden als Seminare mit Laboranteil durchgeführt. Das eigenverantwortliche Studium mit Bezug auf die spätere berufliche Tätigkeit steht dabei im Vordergrund. Dadurch wird die Teilnehmerzahl auf ein Verhältnis von max. 25 Studenten zu einem Professor begrenzt.

 

Die reguläre Unterrichtssprache ist deutsch, abweichend davon können einzelne Veranstaltungen auch in Englisch durchgeführt werden.

Aufnahmekapazität:  25 Studenten 
Studiendauer:            4 Semester, 120 ECTS-Punkte 
Studienbeginn:           Einmalige Immatrikulation zum Wintersemester
Abschlussarbeit:        Masterarbeit: 6 Monate im 4. Semester 
                                   Die Masterarbeiten werden in den Laboren der TFH
                                   Wildau oder kooperierender Partner angefertigt.