Präsenzstelle Luckenwalde
Praesenzstelle Luckenwalde
04/2019 - 12/2020

Präsenzstelle Luckenwalde

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Präsenzstelle Luckenwalde

In enger Zusammenarbeit zwischen der Technischen Hochschule Wildau, der Fachhochschule Potsdam und der Stadt Luckenwalde entstand das Konzept für eine Präsenzstelle der Brandenburger Hochschulen in der Kreisstadt Luckenwalde im Landkreis Teltow-Fläming.

 

Hintergrund und ZieleBereich öffnenBereich schließen

Im ländlich geprägten Raum Brandenburgs haben viele Unternehmen und Akteure der Zivilgesellschaft keinen direkten Zugang zu Hochschulen. Um diesem Problem entgegenzuwirken fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) sogenannte Hochschulpräsenzstellen in Regionalen Wachstumskernen (RWK) – Städte und Städteverbünde, die bei der Stärkung ihrer wirtschaftlichen Potentiale besonders gefördert werden. Als kleinster der 15 RWK im Land Brandenburg ist die Kreisstadt Luckenwalde seit 2005 Teil dieser Förderinitiative. Präsenzstellen bieten in den RWK einen neuen Ansatz Regionalentwicklung zu unterstützen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu stärken.

Methodisches VorgehenBereich öffnenBereich schließen

Im Zentrum der Stadt Luckenwalde fünf Minuten vom Bahnhof entfernt befindet sich auf dem 1759 gegründeten Gewerbehof eine 1000 m² große Fabrikhalle, die nun die gemeinsame Präsenzstelle von TH Wildau und FH Potsdam beherbergt. Seit April 2019 werden hier neue Möglichkeiten von Kooperationen zwischen den Hochschulen mit Unternehmen der Region, dem Regionalen Wachstumskern Luckenwalde sowie der Zivilgesellschaft initiiert und begleitet. In enger Zusammenarbeit mit verschiedensten Akteuren der Region und bei frühzeitiger Integration der Büger:innen soll sich der Gewerbehof zu einem lebendigen Hochschulstandort entwickeln. Die Präsenzstelle vereint vier inhaltliche Schwerpunkte miteinander: einen Makerspace, einen Coworkingspace, ein Testbed und einen Showroom.

Grundständige AufgabenBereich öffnenBereich schließen

Als Mittler zwischen Hochschulen und den Akteuren des Landkreises hat die Präsenzstelle unterschiedliche Aufgabenbereiche:

             Unternehmenskontakte und Kooperationen

Ein vornehmliches Ziel ist die Vernetzung mit relevanten Wirtschaftsakteuren der Region. Gezielter Wissens- und Technologietransfer kann nur durch Kontaktaufbau zu den wichtigen Unternehmen und Multiplikatoren wie Wirtschaftsförderung, WFBB, IHK und der Kreishandwerkerschaft gelingen. In Luckenwalde präsentiert sich eine breite Unternehmenslandschaft, die es gilt nach unerschlossenen Potentialen zu untersuchen.

             Schulen und Bildung

Eine weitere grundständige Aufgabe der Präsenzstelle ist es, die Sichtbarkeit der Hochschulen in der Region zu stärken und insbesondere Studierende zu gewinnen. Daher arbeitet die Präsenzstelle eng mit Schulen der Region zusammen und bedient sich verschiedener interaktiver Formate zum Thema Studienorientierung für Schüler:innen.

             Austausch mit der Zivilgesellschaft

Die Präsenzstelle soll als Mittlerin zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft fungieren. Dies beinhaltet der erste Anlaufpunkt für Fragen zu Wissenschaft und Forschung zu sein und das verbindende Element für die Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse an die Bevölkerung sowie einen zentralen Hub für bürgerwissenschaftliche Vorhaben im RWK und im Landkreis darzustellen. Mit zunehmender Komplexität von Transformationsprozessen, die auch lokal spürbare Effekte zeigen, ist es dabei insbesondere eine Aufgabe Zukunftsorientierung zu bieten, zwischen Lebenswelten zu vermitteln und es zu ermöglichen, Prozesse und Entwicklungen einzuordnen.

CoworkingspaceBereich öffnenBereich schließen

In der Gemeinschaft an individuellen Projekten arbeiten – Coworking als neue Form der Arbeit schließt die Lücke zwischen Homeoffice und Büro. Gerade im ländlichen Raum kann dieser Ansatz der Landflucht und verstärkten Pendleraktivitäten entgegenwirken.

Mit ca. 500 m² bietet der Coworkingspace im Gewerbehof Soloselbstständigen, Angestellt:innen, Studierenden und Schüler:innen viel Raum für ihre Arbeit. Charakteristisch für das Coworking bildet ein langer Tisch an dem Nutzer:innen verschiedenster Hintergründe und Disziplinen nebeneinander Platz nehmen das zentrale Element im Raum.

Neben 30 festen und mobilen Arbeitsplätzen (während des eingeschränkten Betriebes sind es aktuell 6 Arbeitsplätze) können zwei akustisch isolierte Glascubes für Besprechungen oder Schulungen genutzt werden. Hochwertige technische Infrastruktur und eine Highspeed Internet-Verbindung stehen allen Besucher:innen zur Verfügung. Darüber hinaus sind Konferenzen, Podiumsdiskussionen oder größere Meetings mit bis zu 100 Personen problemlos realisierbar. Eine Bühne inklusive State-of-the-Art Veranstaltungstechnik und Multimedia-Präsentationstools bilden die professionelle Basis jedes Events.

Austausch und Netzwerken sind die bedeutendsten Vorteile beim Coworking. Um diese zu fördern kümmert sich stets ein Community Manager um die Wünsche und Belange der Besucher:innen. Ziel ist die Schaffung einer heterogenen Community, die sich dynamisch entwickelt und in der jeder Einzelne von der Gemeinschaft profitiert.

Makerspace / FabLabBereich öffnenBereich schließen

Genau wie das ViNN:Lab an der TH Wildau verfügt der Gewerbehof über einen Makerspace. Obwohl noch im Ausbau begriffen finden sich bereits jetzt unterschiedliche Geräte für das Prototyping, die trotz unterschiedlicher Komplexitätsgrade, für jeden nutzbar sind.

Zu den Geräten gehören:

  • FDM 3D-Drucker (u.a. BigRep)
  • Lasercutter
  • 3D-Scanner (u.a. Artec Leo)
  • Schneidplotter
  • Nähmaschinen
  • und einige weitere Geräte

 

Zukünftig wird der Makerspace Open Lab Days anbieten, an denen unter Anleitung die Nutzung der Geräte möglich sein wird. Bis dahin ist die Nutzung nach individueller Vereinbarung möglich.

Showroom / TestbedBereich öffnenBereich schließen

Im Showroom des Gewerbehofs kommt der erweiterte Transferbegriff, der u.a. die Dimensionen der “Kommunikation von forschungsbasiertem Wissen und Anwendung von Wissenschaft“ umfasst, konkret zum Einsatz. Als ein Fenster in die Wissenschaft gibt der Showroom Einblick in Forschungsprojekte beider Hochschulen, ohne hierfür Vorkenntnisse vorauszusetzen. Partizipative und interaktive Formate stehen dabei im Vordergrund und ermöglichen somit auch das anwendungsnahe Testen neuer Technologien und Prototypen (Testbed).

Dies kann sowohl Workshopformate mit geladenen Akteuren umfassen als auch das spontane Entdecken und Ausprobieren durch interessierte Besucher:innen. Baulich ist der Showroom zum einen mobil, da er sich schnell auf- und abbauen lässt und zum anderen ist er flexibel bespielbar.

ProjektpartnerBereich öffnenBereich schließen

Workshops und EventsBereich öffnenBereich schließen

Zurückliegende Veranstaltungen:

Seit Projektstart im April 2019 fanden eine Reihe von Konzeptionsworkshops in der Präsenzstelle Luckenwalde statt. Im Juni 2019 konnten Stakeholder der öffentlichen Ämter und Verwaltungen, verschiedener Bildungseinrichtungen und Vereine sowie Bürgerinnen und Bürgern dabei erstmals die Präsenzstelle im Gewerbehof besichtigen und Ihre Meinung zum zukünftigen Konzept äußern. Im weiteren Verlauf des Jahres wurde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Hochschulen die Möglichkeit gebeben, ihre Ideen in das zukünftige Konzept einzubringen. Im November 2019 durfte die Präsenzstelle den Gewerbehof für die Verleihung des Preises der Wirtschaft Teltow-Fläming zur Verfügung stellen. Seit dem Februar 2020 und mit Abschluss fast aller Baumaßnahmen hat die Präsenzstelle ihren Regelbetrieb aufgenommen, der leider durch die Pandemie in einen seit August laufenden eingeschränkten Betrieb übergegangen ist.

Auf absehbare Zeit können daher nur sehr kleine Veranstaltungen und Workshops im Gewerbehof stattfinden.

Mittelgeber / Förderprogramm / Art der FinanzierungBereich öffnenBereich schließen

Die Präsenzstelle Luckenwalde ist ein Förderprojekt des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK).

LaufzeitBereich öffnenBereich schließen

01.04.2019 - 31.12.2020

Eine wird Verlängerung des Projektes bis mindestens zum 31.12.2023 angestrebt.

PressestimmenBereich öffnenBereich schließen

 


Projektleiterin

Prof. Dr. rer. pol. Dana MietznerBereich öffnenBereich schließen

Tel.: +49 3375 508 199
Mail: dana.mietzner(at)th-wildau.de
Web: http://www.th-wildau.de/mietzner
Haus 16, Raum 2077

Ansprechpersonen

Markus LahrBereich öffnenBereich schließen

Tel.: +49 3375 508 514
Mail: markus.lahr(at)th-wildau.de
Web: http://www.th-wildau.de/fg-innovation

Campus Wildau
Haus 16A, Raum 2075
Hochschulring 1
15745 Wildau

Präsenzstelle Luckenwalde
Gewerbehof
Beelitzer Straße 24
14943 Luckenwalde

Manuel HaberlandBereich öffnenBereich schließen

Tel: +49 3375 508 846
Mail: haberland(at)th-wildau.de
Web: http://www.th-wildau.de/luckenwalde

Campus Wildau
Haus 16A, Raum 2076
Hochschulring 1
15745 Wildau

Präsenzstelle Luckenwalde
Gewerbehof
Beelitzer Straße 24
14943 Luckenwalde