Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
Blick auf das Studierendenwohnheim und Haus 16

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

Kleine und mittelständische Unternehmen können gemeinsam mit der Hochschule Fragestellungen in verschiedenen Projektformen bearbeiten

Ziel der Richtlinie zum Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand

Ziel ist die Stärkung der Innovationskraft und damit der Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen (einschließlich Handwerk und unternehmerisch tätige freie Berufe) um einen Beitrag zum Wachstum der Unternehmen und der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen zu leisten. Die Förderung soll dazu beitragen:

  • mit Forschung und Entwicklung verbundene technische und wirtschaftliche Risiken von technologiebasierten Projekten zu mindern
  • mittelständische Unternehmen zu mehr Anstrengungen für marktorientierte Forschung, Entwicklung und technologische Innovationen anzuregen
  • die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu stärken und den Technologietransfer auszubauen sowie das Engagement für FuE-Kooperationen und die Mitwirkung in Innovationsnetzwerken zu erhöhen
  • FuE-Ergebnisse zügig in marktwirksame Innovationen umzusetzen
  • das Innovations-, Kooperations- und Netzwerkmanagement in mittelständischen Unternehmen zu verbessern

Projektformen im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand

Die Richtlinie beinhaltet verschiedene Projektformen:

  • FuE-Einzelprojekte von Unternehmen
  • FuE-Kooperationsprojekte zwischen mindestens zwei Unternehmen
  • FuE-Kooperationsprojekte zwischen mindestens einem Unternehmen und mindestens einer Forschungseinrichtung
  • Kooperationsnetzwerke
  • Leistungen zur Markteinführung

Im Folgenden werden die für die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und Unternehmen relevanten Projektformen kurz vorgestellt.

FuE-Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtung(en)

Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen sowie nichtwirtschaftlich tätige Forschungseinrichtungen. Jeder Kooperationspartner stellt einen eigenen Antrag auf Förderung für sein Teilprojekt.

ZuwendungsvoraussetzungenBereich öffnenBereich schließen

  • Projekte sind ohne Förderung nicht oder nur mit deutlichem Zeitverzug zu realisieren
  • Projekte sind mit einem erheblichen technischen Risiko behaftet
  • Projekte erhöhen auf anspruchsvollem Innovationsniveau die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig, eröffnen damit neue Marktchancen, schaffen bzw sichern Arbeitsplätze
  • Projekte müssen auf neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen abzielen, die mit ihren Funktionen, Parametern oder Merkmalen die bisherigen Produkte, Verfahren oder technischen Dienstleistungen deutlich übertreffen und sich am internationalen Stand der Technik orientieren
  • das technologische Leistungsniveau der Unternehmen und deren Innovationskompetenz soll insbesondere durch den Einstieg des Unternehmens in ein neues Technologiefeld oder eine neue Kombination von modernen Technologien im Unternehmen erhöht werden
  • ausgewogene Partnerschaft:
    • alle Partner erbringen innovative Leistungen
    • beteiligte Unternehmen vermarkten Ergebnisse gemeinsam
    • bei bilateralen Kooperationsprojekten dürfen auf das Unternehmen nicht mehr als 70 % der zuwendungsfähigen Personenmonate beider Partner entfallen
    • bei mehr als zwei Partnern dürfen auf ein Unternehmen nicht mehr als 50 % der zuwendungsfähigen Personenmonate aller Partner entfallen
    • auf die Forschungseinrichtungen dürfen nicht mehr als 50 % der zuwendungsfähigen Personenmonate aller Partner entfallen
    • der Anteil der Forschungseinrichtungen muss mindestens 10 % der zuwendungsfähigen Kosten des Projektes betragen

Ausschluss der Förderung von ProjektenBereich öffnenBereich schließen

  • die Studiencharakter besitzen
  • deren Ziel die Erarbeitung von Informationssystemen und deren typischen Bestandteile (Datenbanken, Plattformen, Konfiguratoren, Kataloge, Handbücher, etc)
  • Entwicklung von Management-Systemen, deren Zielstellungen und Lösungsansätze überwiegend organisatorische oder betriebswirtschaftliche Konzepte oder Methoden beinhalten und keine technologischen Konzepte zugrunde liegen
  • wiederkehrende und routinemäßige Änderungen an bestehenden Produkten und Verfahren, einschließlich der Entwicklung und Herstellung von Applikationssoftware ohne signifikanten Anteil einer technischen Problemlösung sowie Änderungen und Anpassungen an Standard- und Systemsoftware, die den Stand der Technik nicht übertreffen

Art, Umfang und Höhe der FörderungBereich öffnenBereich schließen

  • die Zuwwendung wird als nicht-rückzahlbarer Zuschuss als Anteilsfinanzierung gewährt
  • Unternehmen erhalten bis zu 55 % der zuwendungsfähigen Kosten (abhängig von Unternehmensgröße, Unternehmenssitz und Kooperationspartnern)
  • Forschungseinrichtungen erhalten eine 100 % Förderung auf die zuwendungsfähigen Kosten (bei Vorbehaltung des Rechtes auf diskrimierungsfreie Veröffentlichung und Verbreitung der Forschungsergebnisse)
  • für Unternehmen sind Kosten bis zu 380.000,00 € zuwendungsfähig
  • für Forschungseinrichtungen sind Kosten bis zu 190.000,00 € zuwendungsfähig
  • die Zuwendungshöhe für das Gesamtprojekt beträgt maximal 2.000.000,00 €
  • folgende Kostenpositionen sind zuwendungsfähig:
    • Personalkosten (Arbeitnehmerbrutto zum Zeitpunkt der Antragstellung)
    • Kosten für projektbezogene Aufträge an Dritte (maximal 25 % der Personalkosten)
    • übrige Kosten als Pauschale:
      • für Unternehmen maximal 100 % der Personalkosten
      • für Forschungseinrichtungen maximal 75 % der Personalkosten

Kooperationsnetzwerke

Gefördert wird das Netzwerkmanagement eines Kooperationsnetzwerkes mit mindestens sechs kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sich als innovatives Netzwerk zusammenschließen und durch ergänzende Leistungen einer Netzwerkmanagementeinrichtung unterstützt werden. Die Managementleistungen dienen zur konzeptionellen Vorbereitung und Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Netzwerk, der Koordinierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie der Organisation und Weiterentwicklung des Kooperationsnetzwerkes.

FörderphasenBereich öffnenBereich schließen

Die Förderung unterteilt sich in zwei Phasen mit folgenden Inhalten:

  • 1. Phase (12 Monate):
    • Leistungen zur Erarbeitung und Weiterentwicklung der Netzwerkkonzeption
    • Etablierung des Netzwerkes in der Öffentlichkeit
    • Erarbeitung einer technologischen Roadmap mit den Forschungs- und Entwicklungsprojekten der Netzwerkpartner
    • Schaffung der vertraglichen Grundlagen für die zweite Netzwerkphase
  • 2. Phase (2 Jahre):
    • Umsetzung der Netzwerkkonzeption entsprechend der technologischen Roadmap
    • Weiterentwicklung der technologischen Roadmap
    • Vorbereitung der Ergebnisverwertung am Markt

FörderquotenBereich öffnenBereich schließen

Von den zuwendungsfähigen Kosten werden maximal gefördert:

  • 90 % in 1. Phase
  • 70 % in 2. Phase erstes Jahr
  • 50 % in 2. Phase zweites Jahr

Die Differenz ist über wachsende eigene Geldleistungen der beteiligten Netzwerkpartner zu finanzieren.

Nach Abschluss der Förderung sollen die Partner die Organisations- und Transaktionskosten des Netzwerkes selbst tragen.

Art, Umfang und Höhe der FörderungBereich öffnenBereich schließen

  • für Netzwerkmanagementleistungen können Zuwendungen von insgesamt bis zu 380.000,00 € bewilligt werden, wobei diese für die 1. Phase auf maximal 160.000,00 € begrenzt werden
  • folgende Kostenpositionen sind zuwendungsfähig:
    • Personalkosten (Arbeitnehmerbrutto zum Zeitpunkt der Antragstellung)
    • Kosten für projektbezogene Aufträge an Dritte (maximal 25 % der Personalkosten)
    • übrige Kosten als Pauschale (maximal 100 % der Personalkosten)

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2019.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Förderung entnehmen Sie bitte der Internetseite des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand.

Ihre Anprechpersonen:

Team vom Transferservice: Christine Richert, Stefanie Radig, Annette Vossel, Yijian Tang (v.l.n.r.)