Crowdsourcing‑Workshops im AMADEUS‑Projekt: Einsatzkräfte gestalten praxisnahe Szenarien
Die Technische Hochschule Wildau gestaltet gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Einsatzpraxis die Zukunft der digitalen Einsatzunterstützung mit: Im Rahmen des vom BDBOS geförderten Projekts AMADEUS (Airborne reMote observAtion anD rEscUe activitieS) führt die TH Wildau eine Reihe von Crowdsourcing‑Workshops durch, um realitätsnahe Einsatzszenarien für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu entwickeln.
Ziel der Workshops ist es, die Perspektiven und Erfahrungen von Einsatzkräften aus Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz direkt in die Projektarbeit einzubringen.
Dabei geht es um Fragen wie:
• Welche Informationen benötigen Einsatzkräfte in unterschiedlichen Schadenslagen?
• Welche technologischen Lösungen können sie in ihrer täglichen Arbeit am hilfreichsten unterstützen?
Die Workshops werden vom Institut für Innovations‑ und Informationsmanagement (IfII) begleitet.
„Für den Erfolg des Projekts ist es entscheidend, reale Einsatzexpertise frühzeitig einzubinden. Wir freuen uns daher sehr, mit dem ifii einen kompetenten Partner an unserer Seite zu haben. Die Workshops sind ein zentraler Baustein von AMADEUS, um gemeinsam mit Einsatzkräften die technologischen Anforderungen an Einsatzszenarien zu entwickeln, die später im Projekt umgesetzt und getestet werden können“, erklärt Patrick Slotosch, Projektmitarbeiter an der TH Wildau.
AMADEUS beschäftigt sich mit innovativen Ansätzen zur Vernetzung, Kommunikation und Einsatzunterstützung – von lokalen Hochwasserlagen bis hin zu internationalen Katastrophen. Die Ergebnisse der Workshops fließen in Feldversuche ein, in denen unter anderem Drohnentechnologien und erweiterte Kommunikationslösungen getestet werden.
Ein Raum, viele Perspektiven: Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst treiben im zweiten Crowdsourcing-Workshop gemeinsam Innovation voran...
Was passiert, wenn Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gemeinsam mit Forschung und Technologieentwicklung an einem Tisch sitzen? Im Rahmen des Forschungsprojekts AMADEUS wurde genau die Realität – beim zweiten Crowdsourcing-Workshop, organisiert und durchgeführt vom Institut für Innovations- und Informationsmanagement (IfII).
Rund 30 Einsatzkräfte aus verschiedenen BOS-Organisationen testeten in drei Arbeitsgruppen jeweils zwei spannende Prototypen und brachten ihr praktisches Erfahrungswissen ein. Ziel war es, technologische Innovationen praxisnah zu prüfen und direktes, ehrliches Feedback aus dem Einsatzalltag zu erhalten – ein einzigartiger Austausch, der selten in dieser Form stattfindet.
Im Fokus standen unter anderem:
- Unbemannte Luftfahrzeuge, darunter Starrflügler sowie Schwerlastdrohnen, die eine 5G-Zelle in der Luft bereitstellen können, um in Krisen- oder Katastrophengebieten eine temporäre Netzabdeckung zu ermöglichen
- ein bodengebundener Rover, der Einsatzkräfte bei Bergungs- und Transportaufgaben unterstützen kann
- ein Laufroboter, der insbesondere für die Lageerkundung in schwer zugänglichen oder gefährlichen Bereichen vorgesehen ist
- Eine Simulation von Einsatzszenarien für Trainingszwecke (zur Verfügung gestellt von rooom AG)
- Eine mobile Einsatz-Kommandozentrale, die in dynamischen zeitkritischen Lagen die Informationen bündelt und passend verteilt
Die Einsatzkräfte bewerteten die Prototypen entlang zentraler Fragestellungen:
- Welche Funktionen sind im Einsatz bereits hilfreich?
- Wo bestehen technische oder organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten?
- Welche zusätzlichen Ideen, Anforderungen oder offenen Fragen ergeben sich aus der Praxis?
Das Ergebnis: wertvolles, ehrliches und praxisnahes Feedback, das direkt in die Weiterentwicklung der AMADEUS-Technologien einfließt. Besonders bemerkenswert war der bereichsübergreifende Austausch – ein Format, das Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zusammenbringt und so neue Perspektiven für Forschung und Innovation eröffnet.
Der Workshop zeigt eindrucksvoll: Innovation gelingt, wenn Praxis und Forschung Hand in Hand arbeiten.
Ansprechpersonen:
Galerie:
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen..
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Ihnen noch einmal herzlich für den großartigen Austausch und Ihrer Teilnahmen an den „Crowdsourcing-Workshops“ danken!
Die beiden Workshops wurden im Rahmen von AMADEUS, einem Projekt zur Förderung von Innovationen im breitbandigen Digitalfunk BOS durchgeführt.
Aus den vielen kreativen Ideen sind erste Konzepte geworden, diese möchten wir wie versprochen mit Ihnen teilen.
Wir freuen uns über weitere Ideen und & Rückmeldung oder neue gemeinsame Projekte!
Falls Sie Interesse haben, oder neue Ideen melden Sie sich direkt beim AMADEUS-Team der Technischen Hochschule Wildau per E-Mail: amadeus.coordination-request(at)liste.th-wildau.de