Nachteilsausgleich
Eine Waage, die aus Natursteinen gebaut wurde. Im Hintergrund ist das Meer zu sehen. Auf der einen Seite der Waage sind vier flache Steine, auf der anderen ein großer Stein. Die Waage befindet sich im Gleichgewicht.

Nachteilsausgleich

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Nachteilsausgleiche bei Prüfungen und Leistungsnachweisen

Viele Studierende können die Leistungsnachweise wegen ihrer Beeinträchtig nicht in der vorgegebenen Weise oder im vorgesehenen Zeitrahmen erbringen. Sie brauchen zeitlich und/oder formal modifizierte Bedingungen. Das gilt für alle Leistungsnachweise im Studiums: insbesondere für Klausuren, Referate, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten, Berichte und Abschlussarbeiten.

In jedem Fall ist individuell zu prüfen, worin die beeinträchtigungsbedingte Benachteiligung konkret be­steht und wie diese im Einzelfall sinnvoll auszugleichen ist.

Nachteilsausgleich

Wer kann Nachteilsausgleiche beantragen?Bereich öffnenBereich schließen

Nachteilsausgleiche können Studierende beantragen, deren Beeinträchtigung dem Behinderungsbegriff der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-BRK) nachweislich entspricht.

„Zu den Menschen mit Behinderungen zählen Menschen, die langfristige, körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können. “ (Eine kurzfristige Erkrankung begründet keinen Anspruch auf Nachteilsausgleich.)

Die Begriffsdefinition unterscheidet zwischen sichtbaren und nicht sichtbaren Behinderungen. Folglich können auch Studierende mit chronischer oder psychischer Beeinträchtigung Anträge auf Nachteilsausgleich stellen.

Wie wird ein Nachteilsausgleich beantragt?Bereich öffnenBereich schließen

Vorgehen:

  • 1. Studierende stellen einen Antrag auf Nachteilsausgleich bei dem zuständigen Prüfungsausschuss und begründen diesen durch Gegebenheiten, Erfahrungen und Erlebnisse (z. B. auch aus der Schulzeit). Nachgewiesen werden muss, wo eine Benachteiligung bei der aktuellen Prüfungsform vorliegt und welche Maßnahme diese Benachteiligung ausgleichen könnte.

 

  • 2. Einbringen eines ärztlichen Nachweises zur Vorlage beim zuständigen Prüfungsausschuss. Dieser ärztliche Nachweis enthält nicht die genaue Diagnose des/r Studierenden. Sie gibt ausführliche und für einen Laien verständliche Auskunft über die Auswirkungen der Erkrankung oder Behinderung. Dieser Nachweis dient als wichtigste Entscheidungsgrundlage über einen Nachteilsausgleich, der Studierenden mit einer Beeinträchtigung ein Studium entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten ermöglichen soll. Das Formular/Hinweisblatt für ärztliches Fachpersonal und Psychotherapeut/innen können Sie zur Vorlage bei der Konsulation Ihres Arztes/ Ihrer Ärztin oder Ihrer Psychotherapeut/in nutzen.

Welche konkreten Nachteilsaugleiche gibt es?Bereich öffnenBereich schließen

Im Folgenden finden Sie Beispiele, wie ein Nachteilsausgleich konkret aussehen kann. Diese Aufzählung kann nie vollständig sein, da Nachteilsausgleiche von der jeweiligen Situation abhängen und somit immer individuell sind:

Nachteilsausgleiche bezogen auf die Leistungserbringung in Form von Prüfungen und schriftlichen Arbeiten

  • Zeitverlängerung bei Klausuren und Hausarbeiten
  • extra Raum für das Anfertigen von Klausuren
  • Bereitstellen von technischen und/oder personellen Hilfen
  • allgemeine Gewährung eines Rücktritts von Lehrveranstaltungen/Prüfungen außerhalb vorgeschriebener Fristen (fachärztlicher/therapeutischer Nachweis)

Fragen zum Nachteilsausgleich?

Bitte wenden Sie sich bei Fragen vor Beantragung des Nachteilsausgleiches an Katja Wenger.


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