Abstracts
Blick in den Raum des Bibliothekssymposiums

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Foto zeigt Janine Bressler
© Janine Bressler

Janine Bressler (TH Wildau):

Smart Home (SH) und Künstliche Intelligenz (KI) sind zwei sehr aktuelle und wichtige technische Bereiche, die auch im Studiengang Telematik an der Technischen Hochschule in Wildau eine wichtige Rolle einnehmen. Deshalb sollten nicht nur Studierende, sondern im Zeitalter der Digitalisierung, auch der Nachwuchs so früh wie möglich an diese Technologien herangeführt werden. Wie kann man also Schülerinnen und Schülern das Verständnis für die Techniken Smart Home und Künstliche Intelligenz möglichst praxisnah vermitteln?

An der Technischen Hochschule in Wildau gibt es das sogenannte RoboticLab, welches auf die Zukunftsarbeit des Ingenieurstudiengangs Telematik abzielt. Schüler der Sekundarstufe 2 können hier in Form von Laboren erste Eindrücke in die Welt der Telematik erhalten und ihr Geschick im Umgang mit Robotern und der Programmierung dieser unter Beweis stellen. Im Rahmen dieses Schülerlabors wurde ein Lernbaukasten entwickelt, in denen den Schülerinnen und Schülern die beiden Techniken Smart Home und Künstliche Intelligenz von der Theorie bis hin zur Praxis vermittelt werden. Einen praktischen Einblick gibt es auf dem Wildauer Bibliothekssymposium.

Foto von Karsten Kauffmann
© Karsten Kauffmann

Karsten Kauffmann (DPMA-IDZ Berlin): Dem Deutschen Patent- und Markenamt hinter die innovativen wie transparenten Kulissen geschaut

Bibliotheken kennen ihre Berührungspunkte mit Archiven, Museen, Schulen etc., aber mit dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA)? Patentprüfer sind Experten wie Fachreferenten, sie arbeiten global vernetzt, mit einer verbindlichen Klassifikation und können mit den freigestellten Beschreibungen (Offenlegungs- bzw. Patentschrift) als Volltexte Recherchen durchführen, von denen wir vor der vollständigen Umsetzung von Open Access noch ein gutes Stück entfernt sind. Und ihre Relevanz nicht nur im Rahmen des gewerblichen Schutzes ist, dass technisches Know-how zum Großteil nicht in der wissenschaftlichen Literatur zu finden ist, sondern in Patentpublikationen. Laut einem Hinweis von FIZ-Karlsruhe schätzen Experten, dass 70 bis 90 Prozent des gesamten veröffentlichten technischen Wissens ausschließlich in Patentpublikationen dokumentiert ist. Wenn das kein Grund ist, sich einmal näher kennenzulernen!

Bild zeigt Amanda Klingner
© Amanda Klingner

Amanda Klingner & Tina Lüthe (beide TH Wildau): Vom Lesehund zum Leseroboter - ein Werkstattbericht

Für das Konzept eines Leseroboters gewann die Wildauer Stadtbibliothek in Kooperation mit der TH Wildau im letzten Jahr den Berlin-brandenburgischen Innovationspreis für Bibliotheken. Mit dem Preisgeld wird seit Jahresbeginn an der Umsetzung des Konzeptes als Prototyp über die Marke NAO als handlich, humanoiden Roboter gearbeitet. Mittels Programmierarbeiten und Schnittstellen soll der durch Softbanks Robotics ausgelieferte NAO Personen namentlich wiedererkennen, Grundschulkindern beim Vorlesen zuhören und Hinweise auf individuelle Leistungen geben. Auch die inhaltliche Kontrolle des lesenden Verstehens soll ermöglicht werden. Bis Jahresende läuft dieses Projekt, auf dem Symposium wird ein erstes Fazit gezogen

Alexander Mühle (Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Doktorand am SecureIdentityLab des Hasso Plattner Institutes)

Blockchain Technologie ist eines der am meisten diskutierten Themen der letzten Jahre.
Die Technologie hat sich über die Jahre, ausgehend von der Kryptowährung Bitcoin, weiter entwickelt.
Insbesondere das Konzept von Smart Contracts hat hierbei viel Aufmerksamkeit gefunden.
In diesem Vortrag werden wir Ihnen die Grundlagen der Blockchain Technologie sowie des Smart Contract Konzepts näher bringen.
Vorallem werden Anwendungsmöglichkeiten von Smart Contracts im Zusammenhang mit Bibliotheksverwaltung beleuchtet.
Besonders die Verwaltung von Digitalen Medien und deren Lizenzen werden in diesem Vortrag behandelt.
Da momentane Verträge zwischen Verlagen und Bibliotheken hauptsächlich aus Preismodellen bestehen welche nicht das tatsächliche Verbrauchsverhalten wiederspiegeln,
sehen wir hier einen Ansatzpunkt für Smart Contracts um eine genauere Abrechnung zu ermöglichen. Dabei spielt die dezentrale Umsetzung des DRM Systems eine Schlüsselrolle.