Abstracts

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Karin Ilg: Wenn die Chefin Theater machtBereich öffnenBereich schließen

Hinter der Hochschulbibliothek der FH Bielefeld liegt eine ereignisreiche Zeit: Fünf von sechs Standorten zogen um und wurden größtenteils zusammengelegt, ehemalige Standort-„Tandems“ bilden nun ein größeres Team, die Öffnungs- und damit Arbeitszeiten veränderten sich. Alle und alles waren gut vorbereitet, doch die Realität holte uns hier und da doch ein. Was könnte in dieser Situation unterstützend sein für die Menschen, die mit allerlei Unvorhergesehenem von Wasserschäden in der Umzugsfläche über bauliche Provisorien und technische Interims bis zu neuen Teamkonstallationen konfrontiert waren bzw. noch sind? Mit der Idee, die vielen Alltagsprobleme einmal anders zu sehen, wurde für die Mitarbeiterversammlung 2016 die Schauspieltruppe eines Unternehmenstheaters engagiert.

Der Vortrag erzählt von nicht ganz alltäglichen Bibliotheksalltagsbewältigungsstrategien, vom „Führungstool“ Humor, mit dem man die Köpfe und Wege vielleicht wieder für Neues frei bekommt, und was sich im Team bewegt, wenn das Theater die Menschen bewegt.

Brigitte Döllgast: Internationaler Austausch als StrukturprinzipBereich öffnenBereich schließen

Das Goethe-Institut, das offizielle Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland, unterhält 159 Institute in 98 Ländern. An 97 Instituten in 70 Ländern stellt das Goethe-Institut auch eine Bibliothek bereit. Dort werden Medien über Deutschland bereit gestellt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbinden durch zahlreiche Initiativen und Projekte die Bibliotheksszenen der Gastländer mit deutschen Experten. Ein wesentliches Prinzip für die Arbeit des Goethe-Instituts ist die Struktur von aus Deutschland entsandtem Personal, das „rotiert“, und Ortskräften. Warum wurde diese Struktur gewählt und weshalb wird an ihr festgehalten? Wo liegen die Vorteile, welche Herausforderungen hat dieses System? Durch das Prinzip der Rotation bauen die entsandten Mitarbeiter umfangreiches Wissen über das internationale Bibliothekswesen auf. Wie wird gewährleistet dass davon nicht nur die Institution, sondern auch die Bibliotheksszene in Deutschland profitiert?

Brigitte Döllgast ist seit April 2017 Leiterin des Bereichs Bibliotheken in der Zentrale des Goethe-Instituts in München. Vorher war sie 26 Jahre als Leiterin des Bereichs Information & Bibliotheken mit regionalem Fachauftrag an den Goethe-Instituten in Johannesburg, New York, Athen, Mexiko-Stadt und Melbourne tätig. Sie hat ein Diplom in Bibliothekswissenschaften von der Fachhochschule Stuttgart und einen M.A. in Neuerer Deutscher Literaturgeschichte, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte von der Universität Erlangen. 

Dietrich Nelle: Rolle von Bibliotheken im Zeitalter der digitalen WissenschaftBereich öffnenBereich schließen

Die Digitalisierung bringt für alle Lebensbereiche erhebliche Veränderungen. Das gilt nicht zuletzt für uns Bibliotheken. Digitalisierung bedeutet dabei nicht nur den Einsatz neuer Formate und Medien, sondern vor allem die Begleitung unserer Nutzerschaft in Wissenschaft und Gesellschaft bei der Bewältigung der digitalen Transformationen dort. Bibliotheken stehen in der Verantwortung, diese Veränderungen zusammen mit den Fach-Communities und den IT-Infrastrukturen aktiv zu gestalten. Vor diesem Hintergrund zeigt der Vortrag die Transformation von ZB MED zu einem deutschen Wissenszentrum für die Lebenswissenschaften und stellt aktuelle Perspektiven aus Sicht einer zentralen Fachbibliothek zur Diskussion.

Greg Bond: Konflikt- und Veränderungsmanagement in OrganisationenBereich öffnenBereich schließen

In der heutigen Arbeitswelt verändern sich Abläufe, Strukturen und Technologien immer schneller. Das erfordert den richtigen Umgang mit Veränderungen. Führungskräfte müssen Entscheidungen treffen, und einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wollen und sollen einbezogen und mitgenommen werden - und mitgestalten. Dies trifft in Bibliotheken unter besonderen Umständen zu, wo neue Technologien und Serviceleistungen hohe Anforderungen mit sich bringen. Konflikte gehören bei Veränderungen dazu und können wesentliche Impulse geben. Veränderungsmanagement ist auch Konfliktmanagement. In diesem Vortrag stellt Greg Bond die Mediation als ein Mittel in solchen Veränderungs- und Entscheidungsprozessen und die Konfliktberatungsstelle der TH Wildau vor.

Dirk Schagen: Open +Bereich öffnenBereich schließen

In einigen Ländern in Europa wird die "Offene Bibliothek" schon seit Jahren erfolgreich praktiziert. Denn: Benutzer wünschen sich flexiblere und längere Öffnungszeiten! Wie funktioniert diese Technik, was muss konzeptionell bedacht werden, wie sind die Erfahrungen in Dänemark und anderen Ländern und in den bisher schon so ausgestatteten deutschen Bibliotheken und welche Anschaffungsmöglichkeiten gibt es?

Andrea Finkenzeller-Lohse: Roboter am POSBereich öffnenBereich schließen

In industriellen Produktionsstätten gehören Roboter längst zum Alltag. Aber lassen sie sich auch im Einzelhandel sinnvoll und nutzbringend einsetzen? Die MediaMarktSaturn Retail Group setzt sich in mehreren Pilotprojekten mit dieser Frage intensiv auseinander und gewinnt so wertvolle Erkenntnisse. Auf sehr positive Kundenresonanz stößt zum Beispiel Assistenzroboter „Paul“, der gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IPA entwickelt wurde und seit November 2016 im Saturn-Markt Ingolstadt im Einsatz ist. Er fungiert als digitaler Empfangschef, begleitet die Kunden zur gewünschten Ware bis ans Regal und ruft einen menschlichen Kollegen herbei, wenn ausführlicher Beratungsbedarf besteht. Auch die humanoiden Roboter Nao und Pepper sowie der mobile Lieferroboter Starship dienen als Testobjekte. Der Vortrag beleuchtet die praktische Durchführung von Robotics-Projekten bei MediaMarktSaturn sowie deren erste Ergebnisse unter Berücksichtigung des Feedbacks von Kunden und Mitarbeitern. Abschließend wird die zukünftige Bedeutung von Robotern im Handel erörtert.

Johannes Trabert: Effiziente und automatisierte Inventur mit RFID-Roboter TORYBereich öffnenBereich schließen

Inventuren sind notwendig, jedoch zeitaufwändig und personalintensiv. Besonders in Bibliotheken. Hier kann der Prozess Monate in Anspruch nehmen und nahezu die gesamte Mitarbeiterkapazität binden, selbst wenn RFID-Handscanner genutzt werden. Dabei sind Bestandserfassungen sich wiederholende Aufgaben, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Warum sie also nicht an Roboter abgeben?

Mit unserem Inventurroboter TORY kommen wir bei MetraLabs GmbH diesem Bedürfnis nach. TORY erfasst Bestände unter Verwendung modernster UHF-RFID-Technologie. Der Roboter navigiert vollständig autonom und weist eine Erfassungsquote von 99% auf. TORY wird bereits im Einzelhandel in der Praxis verwendet. Vor kurzem kam TORY zum ersten Mal in einer Bibliothek zum Einsatz. Anlässlich der Herbsttagung der MPG GSHS Bibliotheken 2016 testete die Luxemburger Bibliothek des Max-Planck-Instituts den Inventurroboter. Innerhalb einer Stunde erfasste TORY dort über 99% der Bücher und Artikel.

In unserem Vortrag möchten wir Ihnen TORY im Detail vorstellen und anhand des Tests in der Luxemburger MPI-Bibliothek zeigen, welche Potenziale der Einsatz von Inventurrobotern in Bibliotheken bietet.

Janett Mohnke: Der humanoide Roboter im 24/7-Konzept der Wildauer BibliothekBereich öffnenBereich schließen

Seit dem vierten Quartal 2016 werden zwei humanoide Roboter unter dem Markennamen Pepper an der TH Wildau für Einsatzszenarien in der Hochschulbibliothek aufgebaut und getestet. Mit dem Wintersemester 2017/18 soll einer der beiden, hier Bernd und Wilma genannt, jeweils in den Produktivbetrieb gehen. Der Vortrag bietet einen Werkstattbericht, indem auf das konkrete Vorgehen, die Herausforderungen und Lösungsansätze eingegangen wird. Für den ersten Eindruck sei verwiesen auf: www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/2017/02/bibliothek-der-th-wildau-bekommt-humanoiden-helfer.html

Frank Puppe: Künstliche Intelligenz zur Erschließung alter DruckeBereich öffnenBereich schließen

Nach einem kurzen Überblick über aktuelle Erfolge in der Künstlichen Intelligenz (Big Data, Bild- und Sprachverarbeitung; AlphaGo, Watson, Selbstfahrende Autos)  werden Verarbeitungsschritte zur Erschließung alter Drucke und literarischer Werke vorgestellt. Dazu gehören die Phasen Layout-Erkennung, Optical Character Recognition (OCR), Versionsvergleich, Semantische Erschließung und Information Extraction. Dabei wird insbesondere auf aktuelle Arbeiten des Kallimachos-Zentrums für digitale Edition und quantitative Analyse der Universitätsbibliothek Würzburg eingegangen.

Ralph Ewerth: Deep Learning zur automatischen Annotation von Bildern und VideosBereich öffnenBereich schließen

Deep Learning ist ein Teilgebiet des maschinellen Lernens, das eine Menge von verschiedenen Architekturen sogenannter „tiefer“ neuronaler Netze umschreibt. In den letzten Jahren haben Deep- Learning-basierte Ansätze zu erheblichen Verbesserungen in der Mustererkennung geführt – fast lässt sich hier von einer kleinen Revolution sprechen. In diesem Beitrag wird dargestellt, in welchen Aufgabenstellungen des Computersehens (Computer Vision) und der Mustererkennung solche Deep-Learning-Methoden bereits menschliche Leistungsfähigkeit erreicht haben bzw. welche Grenzen es für diese Verfahren gibt. Insbesondere wird auf die Objekterkennung und automatische Annotation von Bildern und Videos zum Zwecke einer nachfolgenden inhaltsbasierten Szenensuche eingegangen. In diesem Zusammenhang werden auch aktuelle Ergebnisse zur Verschlagwortung von wissenschaftlichen Videos im AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek (TIB) vorgestellt. Schließlich wird ein Ausblick auf künftige Forschungsarbeiten im Bereich der semantischen Suche in wissenschaftlichen Text-, Bild- und Videodaten sowie der Verknüpfung von multimodalen Informationen mithilfe von intelligenten Verfahren gegeben.

Norbert Reithinger: Aufbereitung/Speicherung von Erfahrungswissen im PLuTO-Proj.Bereich öffnenBereich schließen

In Zeiten des demografischen Wandels stehen viele Unternehmen vor zwei Herausforderungen, das Sichern des Erfahrungswissens älterer Mitarbeiter und der Bereitstellung dieses Wissens für neue Mitarbeiter. Am Beispiel des Projekts "PLuTO - Portable Lern- und Wissensplattform zum Transfer episodischen Wissens in Organisationen" zeigen wir, wie die multimediale Wissensaufnahme, deren Erschließung und die Interaktion in altersgemischten Teams direkt am Arbeitsplatz realisiert werden kann.

Berthold Gillitzer: Finden ohne gesucht zu habenBereich öffnenBereich schließen

Mit dem digitalen Wandel gewinnen kleinteilig vernetzte Informationen immer größere Bedeutung. Dieser Struktur verschließen sich die Angebote der Bibliotheken durch ihre Konzentration auf große Texte in Büchern und Zeitschriften noch weitgehend. Einen neuen Ansatz ermöglicht der semantische Discovery Service Yewno, der den Inhalt von elektronischen Dokumenten mit Methoden der künstlichen Intelligenz und maschinellen Lernens automatisch und auch in Details erschließt. Die Information darüber wird dem Nutzer in einer graphischen Darstellung des Netzwerks relevanter Konzepte und ihrer inhaltlichen Zusammenhänge präsentiert. Darüber ist ein Navigieren über thematische Beziehungen bis hin zu den Fundstellen im Text möglich. Die Bayerische Staatsbibliothek stellt diese neue Recherchetechnologie in einem dreimonatigen Beta-Test ihren Nutzern zur Verfügung, um erste Erkenntnisse über mögliche Anwendungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten der neuen Technologie zu gewinnen. Noch stehen solche Entwicklungen ganz am Anfang, aber für eine tiefere Einbindung der Bibliotheken in die digitale Kultur könnten sie ein wichtiger Baustein sein.

Anna Kasprzik: Projektvorhaben TEASERBereich öffnenBereich schließen

Die TIB Hannover, TH Wildau und Fraunhofer IOSB planen ein Projekt zur Entwicklung einer Plattform und einer Sammlung von Workflows und Werkzeugen für die Bereitstellung, kollaborative Pflege und fächerübergreifende Verknüpfung von Thesauri. Mit Hilfe des entstehenden Begriffsnetzes können etwa unterstützende Suchfunktionen in Querschnittsthemen realisiert werden. Als inhaltliches Beispiel wird das transdisziplinäre Themenfeld „Industrie 4.0“ gewählt, das aufgrund seiner Aktualität für Wissenschaft und Wirtschaft von hohem Interesse ist.

Die TIB bringt einen für die Industrie 4.0 relevanten, zur Weiterverarbeitung geöffneten Ausschnitt aus dem Thesaurus „Technik und Management“ ein und die TH Wildau stellt ihren zweisprachigen Thesaurus für die Informatik und Verkehrslogistik zur Verfügung, an diesen beiden Thesauri wird exemplarisch ein Verknüpfungsverfahren durchgeführt. Hierfür werden die relevanten Teilmengen in ein gemeinsames, SKOS-basiertes Format überführt und durch Matching-Relationen verbunden. So entsteht ein disziplinenübergreifender Begriffsraum, der in Rechercheanwendungen gewinnbringend genutzt werden kann.

Auf der technischen Ebene wird der Prototyp einer modularen Plattform zur Vorhaltung der Vokabulare implementiert. Das dort angebotene Portfolio an Best Practices und niederschwelligen Diensten zur Umwandlung von Wortschätzen in SKOS, deren Verknüpfung und Weiterverarbeitung richtet sich primär an Entwickler von Fachvokabularen, während die Inhalte der Plattform über entsprechende Schnittstellen durch Bibliotheken und andere Informationseinrichtungen nachgenutzt und über Visualisierungen auch zur Exploration und Interaktion offengelegt werden können. Als Anwendungsbeispiel soll ein virtuelles Literaturrepositorium mit einem intelligenten Suchinterface entstehen, das Bestände zum Bereich Industrie 4.0 zusammenführt.

Jürgen Christof: Wie rekrutiert man adäquates IT-Personal?Bereich öffnenBereich schließen

Es ist eine der schwierigsten Herausforderungen, denen sich Bibliotheken derzeit gegenüber gestellt sehen: Wie rekrutiert man IT-Personal und wie bindet man dieses Personal an die eigene Einrichtung? Seit einigen Jahren lässt sich beobachten, dass Universitätsbibliotheken - zumindest ab einer bestimmten Größe - damit beginnen, eigene IT-Entwicklungsabteilungen aufzubauen, um den deutlich gewachsenen Anforderungen im gesamten Spektrum der Digitalen Bibliothek gerecht werden zu können. Neben den klassischen Systemadministratoren auf der einen und den Systembibliothekaren auf der anderen Seite besteht die Notwendigkeit, Entwicklerinnen und Entwickler für eine Tätigkeit in einer Bibliothek zu begeistern. Dies ist eine besondere Herausforderung, da sich dieser Personenkreis häufig auch nicht ansatzweise vorstellen kann, dass die Arbeit in einer Bibliothek ein spannendes Arbeitsumfeld darstellen kann. Eine weitere Herausforderung sind die Vergütungsstrukturen im öffentlichen Dienst. Der Vortrag wird auf konkrete, praxiserprobte Ansätze eingehen, wie sich Bibliotheken als Arbeitgeber für die Zielgruppe präsentieren können, welche Möglichkeiten sich bei der Gestaltung attraktiver Arbeitsplätze ergeben und welche Ansätze einen Beitrag dazu leisten, die Verweildauer von IT-Spezialisten in der Bibliothek zu erhöhen.

Jürgen Christof ist seit 2014 Direktor der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin, zuvor stellvertretender Direktor und langjähriger Leiter der IT-Abteilung an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Seit 2012 Vorstandsmitglied bei "Kitodo. Key to digital objects" e.V.

Workshop-Abstracts

Janine Bressler: Humanoide Roboter - aktuelle Möglichkeiten und GrenzenBereich öffnenBereich schließen

C3PO in der Bibliothek der TH Wildau? Wir informieren in dem Workshop über aktuelle Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz humanoider Roboter und geben dann den Teilnehmern Raum, um selbst Experimente mit unseren NAO-Robotern, den kleinen Brüdern des Roboters Pepper von Softbanks Robotics, durchzuführen. Allen Teilnehmern bietet sich damit die Möglichkeit, die eigenen Vorstellungen mit der aktuellen Wirklichkeit abzugleichen. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich, um mit den Experimenten Spaß zu haben.

Janine Bressler (TH Wildau)

Klaus Gruchmann: Emoree – digitale LeselernplattformBereich öffnenBereich schließen

  • Leseförderung mit Plattform Emoree
  • Rolle von Bibliotheken bei der Vermittlung von digitalen Lesekompetenzen
  • Einsatzszenarien
  • Einsatzbericht soll auf das konkrete Vorgehen, die Herausforderungen und Lösungsansätze eingehen

Emoree entwickelt und baut eine digitale Leselernlösung mit 7 integrierten Lesetechniken. Es handelt sich hierbei um eine Lehr- und Lernkombination aus mobilen virtuellen Klassenraum, Cloud basierter Lesekompetenzsoftware und rahmenlehrplanorientierten Lehrmittel, die es den Nutzern ermöglicht, ihre Lesekompetenz orts- und geräteunabhängig, schnell, einfach und nachhaltig zu verbessern. Zudem kann jeder Lehrer digitale Lese- und Lernübungen einfach erstellen und verteilen und mit Hilfe von Vorlagen, Tipps, Materialien und Berichte eigene Ideen und ohne Vorkenntnisse intuitiv umsetzen, ohne eine Fortbildung machen zu müssen.

Klaus Gruchmann (TH Wildau)

Markus Lahr: "Makerspaces in libraries - sketching out concept prototypes"Bereich öffnenBereich schließen

Makerspaces mit ihren vielfältigen Ausprägungen, wie z. B. FabLabs mit Angeboten wie 3D-Druck, Lasercuttern oder 3D-Scannern sind in der deutschsprachigen Bibliotheksszene seit wenigen Jahren als Experimentierfeld in aller Munde. Aufgegriffen wurde diese Bewegung bereits in den Fachzeitschriften wie Bibliotheksdienst (2013) und BuB (2014), auf Konferenzen wie dem Wildauer Bibliothekssymposium (2013), als konkrete Angebote in der Kölner Stadtbibliothek oder der SLUB Dresden.

Boten Bibliotheken vereinzelt Mitmach-Veranstaltungen (Spielen, Basteln, Theater, Hausaufgabenunterstützung, Schreibwerkstatt, Repair-Café etc.) vorwiegend für den Nachwuchs als Service an, wird dieser aktive Anteil um einen passionierten und generationenübergreifenden Aspekt ergänzt.

Für Bibliotheken bietet dies eine Chance, um neben hochwertigen Informationen zum Konsumieren zusätzlich das Portfolio um frei verfügbare, neue Technologien zu erweitern. Allein oder im Team können Nutzer sich daran ausprobieren, Neues entdecken, kreativ sein, Wissen praktisch begreifen und produzieren.

Im Rahmen des Workshops werden die Teilnehmer konkrete Nutzungsansätze für ihre jeweiligen Bibliotheken entwickeln und mittels Rapid Prototyping diese in individuelle „Makerspace Szenarien“ umsetzen. 

Markus Lahr – ViNN:Lab Manager (FG Innovations- und Regionalforschung an TH Wildau)