Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation
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9 Millionen für digitalen Schub an HochschulenBereich öffnenBereich schließen

Wissenschaftsministerin Schüle, BLRK-Präsidentin Schmitt-Rodermund und Vize-BLRK-Präsidentin Stürmer präsentieren Digitalisierungsagenda und Investitionsprogramm für Digitalisierung an Hochschulen

Das Wissenschaftsministerium und die Brandenburgische Landesrektorenkonferenz haben am 24. Juni 2021 in Potsdam die neue, gemeinsame Digitalisierungsagenda präsentiert. Beide Seiten verpflichten sich darin auf klar definierte Umsetzungsschritte zur weiteren Hochschuldigitalisierung in den Bereichen Studium und Lehre, Forschung, Transfer, sowie Hochschulverwaltung und -infrastruktur. Gleichzeitig werden die Hochschulen zur Ertüchtigung und zum Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur mit einem neuen Investitionsprogramm des Landes in Höhe von 9 Millionen Euro unterstützt.

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle: "Deutschlandweit eine Besonderheit, in Brandenburg jetzt Realität: eine gemeinsame Digitalisierungsagenda zwischen Land und Hochschulen. Klar ist: Die digitalen Potenziale sind grenzenlos. Sie beeinflussen das Campus-Leben und werden es morgen noch stärker tun. Deshalb braucht es klare Verabredungunge und Ziele für die Hochschule der Zukunft. Den neuen Orten des akademischen Lehrens und Lernens, der zeitlich, räumlich und didaktisch flexiblen Vermittlung von Wissen wollen wir einen digitalen Schub geben. Ganz wichtig: Wir ersetzen nicht die Lehre und Forschung vor Ort, sondern entwickeln sie weiter. Unsere Digitalisierungsagenda stößt innovative Maßnahmen in allen Hochschulbereichen an. Das Ziel: noch mehr Transparenz und Kooperation zwischen den Hochschulen. Dazu gehört auch der Ausbau des Zentrums für digitale Transformation. Von hier aus werden die Hochschulen neue digitale Formate, Anwendungen, Anträge, Strategien erarbeiten und ihre digitale Zusammenarbeit ausbauen. Um der Umsetzung der Digitalisierungsagenda eine Initialzündung zu geben, unterstützen wir unsere Hochschulen auch finanziell: Wir stellen ihnen insgesamt 9 Millionen Euro zur Weiterentwicklung ihrer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur zur Verfügung. Schließlich ist die Entwicklung einer digitalen Wissenslandschaft nicht nur eine Frage des Wollens, sondern eine Frage des Machens. Und Zukunft wird in Brandenburg gemacht."

Prof. Dr. Eva Schmitt-Rodermund, Präsidentin der Fachhochschule Potsdam und Vorsitzende der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz (BLRK): "Die digitale Transformation ist eine der größten Veränderungen für unsere Gesellschaft und eröffnet Hochschulen neue Potenziale. Mit dem Investitionsprogramm 'Digitale Infrastrukturen an brandenburgischen Hochschulen stärken' werden wir dafür Sorge tragen, dass Digitalisierung in der Breite der Hochschulen ankommt und gelebter, belastbarer Alltag wird. Bildung wird flexibler, zugänglicher und inklusiver werden. Individualisierung statt Standardisierung muss die Schlüsselkomponente für ein Studium der Zukunft sein. Mit der Digitalisierungsagenda des Landes Brandenburg stoßen wir den Paradigmenwechsel ganzheitlich nicht nur in der Lehre, sondern auch in Forschung und Administration an."

Prof. Dr. Susanne Stürmer, Präsidentin der Filmuniversität Bablesberg KONRAD WOLF und stellvertretende Vorsitzende der BLRK: "Die gemeinsame Digitalisierungsstrategie kommt zum perfekten Zeitpunkt. In der Pandemie haben wir viel gelernt über die digitalen Möglichkeiten der Hochschulen, aber auch über deren Grenzen. Auf diesem Weg müssen wir weitermachen. Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck, sondern muss den Zielen der Hochschulen dienen. Dies sind, neben weiteren Verbesserungen in Lehre und Forschung, Weiterbildung und Transfer, auch Querschnitt-Ziele wie Nachhaltigkeit, Diversität und Barrierefreiheit und 'Gute Arbeit in der wissenschaft'. Eine proaktive, solide finanziell unterlegte und gemeinsame Strategie ist Voraussetzung, um unsere Ziele zu erreichen."

Die Digitalisierungsagenda beinhaltet zentrale Digitalisierungsvorhaben, deren Umsetzung das Wissenschaftsministerium und die brandenburgischen Hochschulen gemeinsam forcieren. Sie stellt eine Weiterentwicklung der Hochschul-Ziele und Maßnahmen der 2018 veröffentlichen 'Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg' dar. Die Inhalte der neuen Digitalisierungsagenda fließen in zukünftige Hochschulentwicklungspläne ein und bilden eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung des künftigen Hochschulrahmenvertrags sowie der einzelnen Hochschulverträge. Das veröffentlichte Papier enthält klare Digitalisierungsschritte für die Hochschulen. Dazu gehört unter anderem der Einsatz digitaler Lehr- und Lernangebote für Studierende. Im Bereich Forschung wird die Einführung bzw. Weiterenwicklung von Forschungsinforamtions- sowie Forschungsdatenmanagementsystemen vorangetrieben. Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes an den Hochschulen wird mit Personalaufbau und externer Expertise flankiert. Das Zentrum für digitale Transformation der brandenburgischen Hochschulen (ZDT) an der TH Wildau wird zu einem ganzheitlichen Digitalisierungskompetenzzentrum ausgebaut, das sich verstärkt dem Auf- und Ausbau von gemeinsamen Digitalisierungsvorhaben der Hochschulen widmen wird. Zur Deckung des Fachkräftebedarfs werden die Hochschulen in der Agenda gleichfalls zu dualen Studienangeboten mit digitalen Instrumenten und Methoden angehalten. Wissenschaftliche Ausgründungen werden forciert. Die Agenda soll kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Das Förderprogramm 'Digitale Infrastrukturen an brandenburgischen Hochschulen stärken' dient der Ertüchtigung und dem Ausbau der digitalen Infrastruktur an den brandenburgischen Hochschulen. Dafür stehen in diesem Jahr 9 Millionen Euro bereit. Förderfähig sind Aufwendungen für die technische Infrastruktur, wie beispielsweise der Ausbau von Servern, Festplatten-Kapazitäten und Netzwerktechnik auf dem gesamten Campus sowie Anschaffungen oder Entwicklungen, die der IT- und Netzwerksicherheit, dem Datenschutz oder dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz dienen.

Die Digitalisierungsagenda sowie weitere Informationen sind unter www.mwfk.brandenburg.de abrufbar.

 

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Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dortustraße 36
14467 Potsdam

Telefon: 0331 - 866 4560
E-Mail: presse@mwfk.brandenburg.de

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Startschuss für neue Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open AccessBereich öffnenBereich schließen

17.05.2021

Eine neue Vernetzungs- und Kompetenzstelle zu Open Access in Brandenburg unterstützt zukünftig die Hochschulen in Brandenburg hinsichtlich des freien Zugangs und der Nutzung wissenschaftlicher Publikationen.

Mehr Informationen

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Brandenburgische Hochschulen wollen Verwaltungs-IT gemeinsam stärken

Mitte Juli startet das “Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation” (ZDT). Mit der neuen Verbundstruktur bauen die Hochschulen ihre Zusammenarbeit im Bereich der IT-Infrastruktur erheblich aus. Die Verwaltungs-IT soll stärker vernetzt und hochschulübergreifend nutzbare Dienste etabliert werden. Das Land fördert diese Zusammenarbeit mit jährlich bis zu 1 Million Euro. Die Geschäftsstelle des Zentrums wird an der Technischen Hochschule Wildau eingerichtet.

Wissenschaftsstaatssekretärin Dr. Ulrike Gutheil sagte: “Die weitere Stärkung der Hochschulverwaltungen im Bereich der Digitalisierung ist von großer Bedeutung für eine leistungsfähige und attraktive Hochschullandschaft. Davon profitieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen ebenso wie Studierende und Studieninteressierte. Zugleich bringen wir damit einen wichtigen Bereich der öffentlichen Verwaltung voran. Mit dem Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation entsteht eine gemeinsame Arbeitsstruktur, die den brandenburgischen Hochschulen eine Verbesserung ihrer Verwaltungs-IT-Dienste ermöglicht. Wir haben schon jetzt an unseren Hochschulen sehr gute Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung in Forschung und Lehre und in der Hochschulverwaltung. Das neue Zentrum bringt dieses Knowhow zusammen, fördert eine enge Abstimmung und bietet die Möglichkeit, gemeinsam an innovativen Konzepten für IT-Systeme zu arbeiten und diese zielgerichtet umzusetzen.”

Der Präsident der Universität Potsdam und Vorsitzende der Brandenburgische Landesrektorenkonferenz Prof. Oliver Günther erklärte: “Mit diesem Projekt setzt das Land Brandenburg einen wichtigen Akzent, was die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung angeht. Hier liegt deutschlandweit an den Hochschulen noch sehr viel im Argen. Mit dem ZDT können wir hier auch im nationalen Vergleich einen großen Schritt nach vorne machen.”

Die Präsidentin der Technischen Hochschule Wildau und stellvertretende Vorsitzende der Brandenburgische Landesrektorenkonferenz Prof. Dr. Ulrike Tippe erläuterte zu den Planungen: “Die Einrichtung des Zentrums für digitale Transformation ermöglicht den Brandenburger Hochschulen – unabhängig von Typ und Größe – eine systematische Professionalisierung ihrer Verwaltungsprozesse. Die Herausforderungen der Digitalisierung sind mittlerweile so komplex und vielfältig, dass in Zukunft einzelne Hochschulen allein diese nicht mehr bewältigen werden. Vor diesem Hintergrund ist eine kooperative Herangehensweise unerlässlich. Das Zentrum für digitale Transformation liefert somit einen wichtigen Beitrag für die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und unterstützt diese auf ihrem Weg in eine zunehmend digitale Zukunft.”

Das Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation ermöglicht es den Hochschulen des Landes, unabhängig von ihrer jeweiligen Größe, Zugang zu einem zeitgemäßen Portfolio an Verwaltungs-IT-Diensten zu erhalten. Dabei geht es sowohl um Verwaltungsaufgaben im Bereich des Studiums, etwa Prüfungs- und Notenbescheide, Bewerbungen auf Studienplätze oder Immatrikulation, als auch um allgemeine Verwaltungstätigkeiten, etwa hinsichtlich Beschaffungen, Raumorganisation oder im Personalmanagement.

Eine besondere Stärke des Zentrums besteht darin, dass sich die Hochschulen mit ihrem vorhandenen Fachwissen und ihrer Expertise in das neue Netzwerk unmittelbar einbringen. Beteiligt am Zentrum für Digitale Transformation sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), die Fachhochschule Potsdam, die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die Technische Hochschule Brandenburg, die Technische Hochschule Wildau und die Universität Potsdam.

Die strategische Lenkung des Zentrums obliegt einem Steuerungsrat, dem die Präsidentinnen und Präsidenten der beteiligten Hochschulen und die Wissenschaftsstaatssekretärin angehören. Die Geschäftsstelle des Zentrums wird an der Technischen Hochschule Wildau eingerichtet. In den kommenden Monaten werden Projekte und Vorhaben entwickelt, die die Basis für gemeinsame IT-Lösungen und Kooperationen sein können.

Die Weiterentwicklung der Verwaltungs-IT der Hochschulen ist eine Maßnahme der Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg.

Publikationen des ZDT

Glossar zur Digitalen Transformation

Das Glossar des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) liefert grundlegende Informationen zu ausgewählten zentralen Begriffen der digitalen Transformation. Die Begriffe werden sukzessive erweitert.