Automatische Steuerung einer Ampelanlage mithilfe von Car2X
In der Abbildung ist eine Ampelanlage zu sehen.
15. Januar 2020

Automatische Steuerung einer Ampelanlage mithilfe von Car2X

Im Geschäftsbereich intelligente Verkehrssysteme wird derzeit eine vom simulierten Verkehrsfluss abhängige Ampelschaltung getestet. Mithilfe von Car2X kann das Fahren auf ein komplett neues Niveau angehoben werden. Fahrzeuge erhalten innerhalb von Millisekunden Informationen von anderen Verkehrsteilnehmern und dem unmittelbaren Umfeld, wie bspw. Ampelanlagen an Kreuzungen.

Car2X-Standards, welche speziell zum Zwecke der lokalen Fahrzeugkommunikation entwickelt wurden, ermöglichen die Übertragung von temporären und dynamischen Daten in Echtzeit. In Abhängigkeit der Umgebung können mittels entsprechender Car2X-Standards Signalreichweiten von 150m in der Stadt und bis zu 800m auf der Autobahn oder dem Land erreicht werden. Da es sich bei Car2X um eine Funkverbindung handelt, besteht weder die Erforderlichkeit einer WLAN-Verbindung noch einer mobilen Internetverbindung über das Mobilfunknetz. Infolgedessen können mögliche Informationsverluste in ihrer Auftritts-Wahrscheinlichkeit deutlich reduziert werden.

Die Car2X-Technologien warnen den Fahrer vor Problemen wie Pannen am Straßenrand, dem Ende eines Staus oder Unfallstellen. Auch in Notbremssituationen bestehen Einsatzmöglichkeiten. Bremst ein Fahrer oder es kommt zur Auslösung einer automatischen Bremsanlage, wirkt sich dies auch auf den nachfolgenden Straßenverkehr aus. Mit Car2X werden andere Verkehrsteilnehmer über plötzliche Bremsmanöver informiert, sodass der Fahrer rechtzeitig langsamer fahren bzw. frühzeitig das Fahrzeug zum Stehen bringen kann. Ebenfalls können Fahrer auch vor stationären Gefahrenstellen wie Fahrbahnarbeiten gewarnt werden.

Diverse Tests in realen Straßenverkehrsumgebungen haben bereits die praktische Funktionalität von Car2X-Technologien erfolgreich unter Beweis gestellt. Mithilfe von Car2X konnten signifikante Verbesserungen des Verkehrsflusses erzielt werden, da es zu einer entsprechenden Minimierung der Brems- und Beschleunigungsvorgänge kam.