Forschungsaktivitäten
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Studiengang Verkehrssystemtechnik

Forschungsaktivitäten

Forschung für einen reibungslosen und umweltgerechten Verkehr

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  5. Forschungsaktivitäten in der Verkehrssystemtechnik

Aktuelle Forschungsfelder

Neben dem Schwerpunkt einer praxisnahen Lehre ist das Team der Verkehrssystemtechnik zu verschiedenen Themen in der Forschung aktiv. Nachstehend finden Sie eine Auswahl aktueller Forschungsschwerpunkte, zu denen die jeweiligen Professoren gern weitere Auskünfte erteilen.

Die Verknüpfung der aktuellen Forschungsprojekte mit der Lehre trägt unmittelbar dazu bei, dass die Studierenden anhand von aktuellen Inhalten sehr gut auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden.

Mathematische Optimierung in der Planung öffentlicher VerkehrsunternehmenBereich öffnenBereich schließen

Der Planungsprozess für Verkehre von Bus und Bahn untergliedert sich traditionell in die Bereiche der Netzplanung (Streckeninfrastruktur), der Erstellung des Liniennetzes, der Fahrplanerstellung, sowie des Einsatzes von Fahrzeugen und des Fahrpersonals. Mit Ausnahme des Fahrzeug- und teilweise auch des Personaleinsatzes werden die in diesen Planungsschritten entstehenden Pläne auch heute weitestgehend manuell kreiert, und in den IT-Systemen dann lediglich zur weiteren Verwendung gespeichert.

Prof. Liebchen ist es im Jahr 2005 gelungen, unter Einsatz mathematischer Optimierungsverfahren den ersten Taktfahrplan für ein Schienenverkehrsnetz (Berliner U-Bahn) zu erstellen.

http://doi.org/10.1287/trsc.1080.0240

Auch in seiner aktuellen Forschung befasst er sich weiterhin mit der Optimierung von Taktfahrplänen. Dabei hat er auf international genutzten Vergleichsdatensätzen im Jahr 2017 die besten bekannten Pläne für ausgewählte Netze erstellen können.

http://num.math.uni-goettingen.de/~m.goerigk/pesplib/

Aber auch theoretische Arbeiten, welche generell zum besseren mathematischen Verständnis von Taktfahrplänen oder auch zu ihrem praktischen Zusammenspiel mit der sich traditionell anschließenden Fahrzeugeinsatzplanung beitragen und hier effizientere Optimierungsverfahren ermöglichen, zählen zu den jüngeren Ergebnissen seiner Forschungstätigkeit an der TH Wildau.

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0297-zib-78793

http://doi.org/10.4230/OASIcs.ATMOS.2018.16

Verkehrliche Anforderungen an Ridepooling-SystemeBereich öffnenBereich schließen

Nachfragegesteuerte öffentliche Verkehrsangebote gibt es in Deutschland schon mindestens seit dem Rufbus 1978 in Friedrichshafen. Mit den Möglichkeiten moderner mobiler (Daten-)Kommunikation leben die nachfragegesteuerten Verkehrsangebote seit einigen Jahren wieder auf. So führen aktuell sehr viele Mobilitätsanbieter umfangreiche Tests mit so genannten Ridepooling-Angeboten durch. Bei diesen werden die Fahrtwünsche der Nutzer individuell an den Anbieter kommuniziert. Der Anbieter bündelt die Wünsche dynamisch und oft in Echtzeit so, dass Fahrgäste, welche in derselben Richtung unterwegs sein wollen, gemeinsam in einem Fahrzeug fahren. Meist werden hierfür Fahrzeuge mit 6 bis 8 Sitzplätzen eingesetzt. In Berlin zählen hierzu beispielsweise die Angebote BerlKönig und CleverShuttle, in Hamburg MOIA und ioki.

Diese „neue“ Mobilitätsform bietet die Möglichkeit, den öffentlichen Verkehr (ÖV) generell zu stärken. So kann in derzeit nur schwach bedienten Gebieten eine bessere Anbindung und Bedienung bezahlbar möglich werden. Zudem kann mit dieser Form generell ein im Vergleich zum heutigen ÖV höherer Komfort angeboten werden. Diese Mobilitätsform verspricht darüber hinaus, in Zukunft ein lukratives Geschäft für zentrale Bereichen von Großstädten bzw. von Metropolregionen zu werden, wenn eines Tages die Fahrzeuge zur Personenbeförderung fahrerlos verkehren.

Vor diesem Hintergrund muss es das Ziel von Städten und Gemeinden sein, künftige Ridepooling-Dienste passend in ihr öffentliches Verkehrsangebot zu integrieren. Dies ist notwendig, damit nicht nur in zentralen Bereichen die Vorteile des Angebots gewinnbringend ausgespielt, sondern die positiven Merkmale auch zur Stärkung des ÖV insgesamt zur Wirkung gebracht werden.

Prof. Lehnert und Prof. Liebchen engagieren sich zu diesem Thema im Arbeitskreis "Verkehrliche Anforderungen an Ridepooling-Systeme" der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), Prof. Liebchen dabei als Leiter dieses Arbeitskreises.

https://www.fgsv.de/gremien/verkehrsplanung/organisation/ridesharing.html

Als ein erstes Teilergebnis konnten sie dabei gemeinsam mit Kollegen aus dem Arbeitskreis ein System betrieblicher Effizienzkenngrößen für Ridepooling-Systeme erarbeiten.

https://doi.org/10.15771/1318

Zudem haben sie gemeinsam mit Prof. Melzer seit 2018 das "Forum Neue Mobilitätsformen" als regionale Veranstaltung der TH Wildau etabliert. Auf dieser eintägigen, überregional ausstrahlenden Konferenz stehen neben aktuellen Entwicklungen im Bereich der nachfragegesteuerten Mobilitätsangebote, wie dem Ridepooling auch weitere bisher wenig beachtete Mobilitätsformen im Mittelpunkt. Bisher wurden stets auch Beiträge zu aktuellen Ridepooling-Projekten aus der Praxis beim Forum vorgestellt.

http://www.th-wildau.de/fonemo/

Kontakte

Prof. Dr. rer. nat. Christian Liebchen

Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften

Tel.: +49 3375 508 755
Mail: christian.liebchen@th-wildau.de
Haus 16, Raum 1090

Professur für Verkehrsbetriebsführung Studiengang Verkehrssystemtechnik - Studiengangssprecher -; Sprechstunde: donnerstags 13:00-14:00 (ab WiSe 19/20) während der Vorlesungs- und Prüfungszeit, sowie nach Vereinbarung; Publikationen seit 2016: https://publister.bib.th-wildau.de/publister/public/person/1770; Kompetenzspektrum Forschung und Transfer: https://www.th-wildau.de/index.php?id=24094

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	Prof. Dr.-Ing. Martin Lehnert

Prof. Dr.-Ing. Martin Lehnert

Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften

Tel.: +49 3375 508 541
Mail: martin.lehnert@th-wildau.de
Haus 16, Raum 1089

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	Prof. Dr.-Ing. Klaus-Martin Melzer

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Martin Melzer

Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften

Tel.: +49 3375 508 223
Mail: klaus-martin.melzer@th-wildau.de
Haus 13, Raum 039

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