„Die größte Hürde ist die Angst anzufangen“: Bachelor-Student Dominique Zeise gründet mithilfe des Startup-Centers
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„Die größte Hürde ist die Angst anzufangen“: Bachelor-Student Dominique Zeise gründet mithilfe des Startup-Centers
  • 05.12.2022
  • Wege aufzeigen , Mensch im Mittelpunkt , Moderne Campushochschule
  • Sebastian Stoye

Bachelor-Student Dominique Zeise studiert seit 2018 an der TH Wildau Bioinformatik/ Biosystemtechnik. Zusammen mit dem Startup Center hat er parallel zu seinem Studium ein eigenes Unternehmen gegründet. Im Interview erklärt er seine Motivation dazu und warum die Infrastruktur der TH Wildau für ihn ein idealer Ausgangspunkt dazu gewesen ist. 

 

Seit wann studieren Sie bei uns und warum haben Sie sich für ein Studium der Bioinformatik/ Biosystemtechnik (gerade an der TH Wildau) entschieden?

2018 habe ich mein Bachelorstudium an der TH Wildau begonnen. 2023 werde ich voraussichtlich mein Masterstudium abgeschlossen haben. Vor dem Studium habe ich eine „Doppelausbildung“ zum technischen Assistenten für chemische und biologische Laboratorien (CBTA) inklusive Fachabitur gemacht. Allerdings haben mich die technischen Aspekte mehr interessiert als die reine Laborarbeit. In den Sommerferien vor dem Studium habe ich dann an der University of Helsinki in verschiedenen Laborbereichen gearbeitet. Dort habe ich auch verschiedene Anwendungsbereiche der Bioinformatik kennengelernt. Das hat mich sehr interessiert. Daher habe ich mich danach entschieden, in Wildau Bioinformatik/ Biosystemtechnik zu studieren. In der vorlesungsfreien Zeit nach dem zweiten Studiensemester habe ich dann über das Erasmus+-Programm erneut dort gearbeitet. Das hat mir gezeigt, dass ich mich richtig entschieden habe.

Während Ihres Studiums haben Sie gegründet. Können Sie kurz erklären, worum es bei Ihrem Unternehmen geht?

Dominique Zeise (privat)
© Dominique Zeise (privat)

 

Ich erstelle qualitativ hochwertige Onlinekurse aus neuen Fachbereichen, die der beruflichen Fortbildung dienen. Besonders im Fokus ist dabei der Spaß am Lernen, der durch anschauliche (Mitmach-) Beispiele und eine hohe Audio- und Bildqualität erreicht wird. Einige Inhalte biete ich auch zusätzlich als Workshops an. Auf meinem Blog schreibe ich zudem gelegentlich Beiträge, die sich mit neuen Fachrichtungen und wenig behandelten Themen der Informatik beschäftigen. Die Beiträge beschäftigen sich auch oft mit der Frage, wofür man dieses Wissen beruflich braucht. Um solche Fragen zu beantworten, führe ich gelegentlich Interviews mit Professor/-innen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, aber auch mit Unternehmensgründer/-innen.

Warum fanden Sie eine Neugründung interessant?

Die letzten zwei Jahre zeigten, wie wichtig es ist, sich im Home-Office digital weiterbilden zu können. Viele Hochschulen mussten auf das digitale Lernen umsteigen und sich dementsprechend anpassen. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt im Wandel und neue Berufe entstehen, während andere durch die Digitalisierung nach und nach verschwinden. Vor genau diesem Problem stand ich während meines Bachelorstudiums. Ich war gezwungen, digital zu lernen, jedoch gab es zu vielen neuen Fachrichtungen kaum passendes Infomaterial.

So kam ich auf die Idee, dieses Problem auf Basis meiner Recherche selbst in die Hand zu nehmen und zusammenzustellen. Nach und nach kam immer mehr Material zusammen und irgendwann habe ich mich dazu entschieden, alles kompakt in einem Onlinekurs zu bündeln. Während dieser Arbeit bin immer wieder über neue Themen gestolpert, bei denen ich dieselbe Problematik festgestellt habe. So war schnell klar, dass dies nicht der einzige Kurs bleiben wird.

Mir ist die Qualität meiner Arbeit sehr wichtig, weshalb meine Kurse einen großen Zeitaufwand in der Produktion mit sich bringen. Um mehr Zeit investieren zu können, wurde aus dem Hobby-Projekt ein Unternehmen.

Wie hat Sie das Startup-Center unterstützt und haben Sie einen Plan für die Zukunft, was Ihre eigene Unternehmung angeht?

Die Beratungsgespräche haben mir sehr geholfen, die vielen Anfangsfragen zu beantworten. Viele wichtige Aspekte hatte ich im Vorfeld nicht auf dem Schirm. Zudem habe ich gute Hinweise bekommen, wo ich technische und finanzielle Hilfe bekommen kann. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass durch das Startup-Center das eigene Netzwerk schnell erweitert wird. Außerdem hat mir das Opp:Lab die nötigen Geräte für die Aufnahme meines ersten Kurses geliehen und mir durch verschiedene Workshops geholfen, meine Fragen zu beantworten.

Aktuell arbeite ich an zwei weiteren Kursen. Der Obsidian.md Software Kurs – digitale Notizen für wissenschaftliches Arbeiten – soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Aktuell stehen auch noch einige Interviews für den Blog aus. In den nächsten 2–3 Jahren sollen dann deutlich mehr Kurse erscheinen. Wenn die Kurse auf entsprechendes Interesse stoßen, werde ich versuchen, nach und nach eine eigene Plattform für digitale Weiterbildung im Bereich Data Science / künstliche Intelligenz aufzubauen.

Was möchten Sie denjenigen mitgeben, die sich mit dem Thema Gründung beschäftigen? Haben Sie Tipps und Tricks aus Ihrer Erfahrung?

Wichtig ist, sich erst einmal Gedanken zur Grundidee zu machen und zu überlegen, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Mit diesem Wissen sollte man an Beratungsstellen wie das Startup-Center herantreten. Dort werden Einsteiger sehr gut beraten und bekommen eine Struktur für die vielen Ideen und Gedanken. Gerade anfangs sollte man sich nicht zu viele Sorgen machen. Die Pläne werden im Verlauf der Geschäftstätigkeit regelmäßig angepasst. Die größte Hürde ist wohl die Angst anzufangen und sich mit dem Papierkram auseinander zu setzen. Dabei haben mir die Workshops des Opp:Lab sehr geholfen.

 

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    Sebastian Stoye

Sebastian Stoye

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Mail: sebastian.stoye@th-wildau.de
Web: https://www.th-wildau.de/interne-kommunikation/
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