Ende November wurden „Räume für kreatives Lernen“ beim Tag der Lehre 2023 geöffnet
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Ende November wurden „Räume für kreatives Lernen“ beim Tag der Lehre 2023 geöffnet
  • 25.01.2024
  • Zentrum für Studium und Lehre, VP Studium und Lehre
  • Aktuelle Entwicklung , Strategie , Moderne Campushochschule
  • Sebastian Stoye

Am 20. November fand zwischen 13 und 16 Uhr rund um das Zukunftsforum im Foyer von Halle 14 der letztjährige Tag der Lehre statt. Unter dem Motto „Räume für kreatives Lernen öffnen“ legte er in Anlehnung an die dritte Profillinie des Strategiehauses des Strategieprozess „TH Wildau 2030“ den Fokus auf kreative Lehre, flexible und kreative Lernräume, Zukunftsszenarien in der Weiterentwicklung von Lehre und Studium sowie eine relevante Kompetenzorientierung. Und mit der Keynote von Prof. Ulf-Daniel Ehlers, renommierter Experte im Bereich Bildungstechnologie, setzte er interessante Impulse zu „future skills“ in der Hochschullehre.

 

Rund 50 Personen nahmen über den Nachmittag verteilt an der Veranstaltung teil: Lehrende aus beiden Fachbereichen, zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus den zentralen Einheite, darunter Interessierte der Präsenzstellen, des International Office, des Zentrums für professorale Karriereentwicklung, des Zentrums für Forschung und Transfer und natürlich aus dem Team des Zentrums für Studium und Lehre selbst.

„Räume zum kreativen Lernen öffnen lautet unser heutiges Motto, das wir mit Leben füllen wollen. Lasst uns in den Workshops und Führungen alle weiter daran wirken und unseren Ort der Begegnung und des individuellen Lernens weiter ausbauen”, sagte der damals amtierende Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Jörg Reiff-Stephan in seiner Rück- und Vorausschau und verwies damit bereits auf Prof. Ulf-Daniel Ehlers, Bildungsforscher an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, und seine Keynote, die wenig später folgte und am Ende der News im Video nachzusehen ist.

Darin betonte Prof. Ehlers, dass es sich bei den „future skills“ nicht um Schlüsselkompetenzen im klassischen Sinne handelt, die man sich separat vom Fachwissenserwerb im Studium aneignen kann, sondern dass sie als integraler Bestandteil der Lehre als Ganzes zu verstehen sind. Es gehe dabei nicht so sehr um die Inhalte, sondern vielmehr um die Methode der Wissensvermittlung. Entsprechend solle man Fachwissen und „future skills“ nicht gegeneinander aufrechnen („Wieviel Fachwissen muss ich weglassen, um Zeit für die Vermittlung von future skills zu haben?“), sondern als zwei Seiten der zukunftsgewandten Lehre (Inhalt und Form) betrachten.

Über Prof. Ulf-Daniel EhlersBereich öffnenBereich schließen

Prof. Ulf-Daniel Ehlers, renommierter Experte im Bereich Bildungstechnologie, hat mit dem Begriff der „future skills“ die kompetenzorientierte Hochschullehre nachhaltig geprägt. Er bezieht sich mit diesem Begriff auf eine Reihe von Fähigkeiten und Kompetenzen, die als besonders relevant für die Anforderungen und Entwicklungen der Zukunft angesehen werden. Typische „future skills“ umfassen z.B. kritisches Denken, Kreativität, Problemlösungsfähigkeiten, emotionale Intelligenz, digitale Kompetenz, Zusammenarbeit, Flexibilität und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen.

Angesichts der sich rasch verändernden Arbeitswelt und technologischen Fortschritte sind diese Fähigkeiten entscheidend, um erfolgreich in wechselnden Berufsfeldern und Lebensbereichen agieren zu können.

Wer sich intensiver mit Ehlers‘ Ideen, Anwendungsbeispielen und konkreten Unterrichtsmaterialien beschäftigen möchte, wird hier fündig: nextskills.org

Nach einem Q & A zum Vortrag und einer Kaffeepause mit Meet & Greet durch zentrale Einheiten der Hochschule mit spezifischen Angeboten für Lehrende führten anschließend kurze und parallel stattfindende Workshops zu kompetenzorientierter Lehre und Führungen zu den flexiblen/kreativen Lernorten der Hochschule (Science Box, Opp:Lab, KILEAN-Anlage). 

Einen Überblick über diese und weitere Räume für kreatives Lernen an der TH Wildau finden Interessierte hier: https://www.th-wildau.de/hochschule/zentrale-einrichtungen/zentrum-fuer-studium-und-lehre/hochschuldidaktik/raeume-fuer-kreatives-lernen

Die genannten Räume stellen zunächst einen Anfang dar und können jederzeit ergänzt werden. Wenn Sie noch weitere kreative oder flexible Lernorte auf dem Campus kennen, wenden Sie sich gern an das ZSL (zsl@th-wildau.de).

Die Workshops im Überblick

„Scheiter Heiter: Den Mut zur Fehlerkultur stärken“

  • Der Workshop konzentrierte sich auf die Entwicklung einer Kultur des konstruktiven Umgangs mit Fehlern, indem Scheitern und Misserfolge als Teil des Lernprozesses anerkannt wurden.
  • Prof. Sandra Haas und Prof. Reiff-Stephan teilten persönliche Erfahrungen mit Misserfolgen in der Lehre, deren Umgang damit und die daraus gezogenen Lektionen.
  • In der Open-Mic-Diskussionsrunde teilten Teilnehmer/-innen offen und bereichernd ihre Erfahrungen. Besonders interessant war der Austausch über verschiedene Perspektiven auf das Thema Scheitern.
  • Ein allgemeiner Konsens war, dass Rückschläge und Herausforderungen zur persönlichen Entwicklung beitragen. Wichtig ist das flexible Reagieren auf Herausforderungen, das Sprechen über Misserfolge und das Bewusstsein, dass Scheitern oft außerhalb der eigenen Kontrolle liegt.

„Sprint-Challenge – Veränderungskompetenz als Lernziel“

  • Dieser Workshop hat das Keynote-Thema „Future Skills“ aufgegriffen und uns auf eine Reise durch die Welt der Veränderungskompetenzen mitgenommen. Durch gezielte Fragen haben wir gemeinsam in Teamarbeit unser kreatives Potenzial entfaltet und Lehrmethoden zur Vermittlung von „Future Skills“ auf eine neue Art denken können.
  • Besonders spannend war dabei die Frage: „Was ist die dümmstmögliche Idee, um Veränderungskompetenz garantiert nicht ermöglichen zu können?“ – Sie sorgte erst für Lacher und dann für überraschend gute Ideen.

Die passenden Schlussworte für den Tag der Lehre fand Prof. Rainer Stollhof, der im Dezember 2023 die Nachfolge von Prof. Jörg Reiff-Stephan als Vizepräsident für Studium und Lehre antrat: „Die Förderung von ‚future skills‘ und kompetenzorientierter Lehre an der TH Wildau ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft unserer Studierenden.

Ein erfolgreicher Kulturwandel in der Lehre erfordert aber die Mitwirkung aller Hochschulmitglieder und ich baue dabei insbesondere auf die Unterstützung der Teilnehmenden heute hier. Denn nur mit vereinten Kräften können wir sicherstellen, dass die TH Wildau ihre Studierenden optimal auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“

 

 

 

 

 

 

 

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