2021 im ViNN:Lab: Erfolgreich trotz Corona-Pandemie
ViNN Lab Entry
07. Februar 2022 | Frank Leberecht

2021 im ViNN:Lab: Erfolgreich trotz Corona-Pandemie

Im November 2021 führte der an TH Wildau studierende und gebürtig aus Tschechien stammende Jakub Dlouhý, wissenschaftliche Hilfskraft im Venture Innovation Lab, kurz ViNN:Lab, der TH Wildau noch einen Online-Workshop im ViNN:Lab zum Thema „Parametric Design“ durch – Corona-konform, Maske tragend, allein vorm Mikrofon sitzend und mit Zuhörer:innen und Zuschauer:innen nur in der digitalen Online-Welt. Im selben Monat, Mitte November, erhielt Jakub Dlouhý den „DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen“.

Mediale Reichweite gesteigert

Allein dies zeigt die Kompetenz des ViNN:Lab und seiner Mitarbeiter:innen auch im schwierigen zweiten Corona-Jahr: fast 800 Teilnehmende an digitalen Workshops,  fast 240 User:innen bei den Open Lab Days, analog und jeweils mittwochs vor Ort durchgeführt ab August 2021 nach der Corona-bedingten Schließung des Labs von Januar bis August 2021, 1.096 Follower bei Instagram und 10.034 Likes. Und dazu noch eine Live-Schalte mit der Vorstellung des ViNN:Lab und seiner Ziele und Aufgaben im Kontext des InnoX Science Festivals im September 2021, Brandenburgs erstem Festival zum Thema Wissenschaftskommunikation: „Social medial“, traditionell medial in Zeitung und TV, u.a. mit einem Beitrag im rbb zum Gründungsprojekt „PFABO“. Das Gründungsteam nutze die Infrastruktur im ViNN:Lab zur Herstellung ihrer Prototypen.

„Natürlich hatten wir unter den gegebenen Voraussetzungen der Corona-Pandemie im letzten Jahr teils sehr schwierige Bedingungen für unsere Nutzer:innen und für alle Interessierten, die das ViNN:Lab besuchen oder für ihre Projekte nutzen wollten. Nichtsdestotrotz haben wir ein interessantes Angebot an Kursen und Workshops bereitstellen können, das von vielen User:innen in Anspruch genommen wurde“, sagt ViNN:Lab-Managerin Eva Ismer. „Im April fand unter unserer Mitwirkung z. B. der Zukunftstag Brandenburg statt, im Juni die Maker Faire Deutschland und im Herbst konnten wir uns mit unserem Makerspace an der Veranstaltung MINT+ Orientierungsexpress und der Kinder Uni der TH Wildau beteiligen“, so Eva Ismer.

ViNN:Lab-Blog informiert über realisierte Projekte

Derzeit gibt es bundesweit fast 300 Makerspaces als Orte der Kreativwirtschaft, von Co-Working und Kooperation zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Und das ViNN:Lab, der Makerspace der TH Wildau, hat sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit von Studierenden, Schüler:innen und kreativen Leuten erfreut. Im Jahre 2021 wurde z. B. auch der Blog „Made In ViNN:Lab“ gelauncht. Er gibt Einblicke in die zahlreichen Aktivitäten, die auch von außerhalb an die TH Wildau und das ViNN:Lab herangetragen werden und wurden, u. a. Projekte in Kunst und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum, der Berlinischen Galerie oder dem Auswärtigen Amt.

„Für 2022 hoffen wir natürlich darauf, dass wir als TH Wildau mitsamt dem ViNN:Lab wieder halbwegs zu einem Normalbetrieb in Präsenz zurückkehren können“, sagt Eva Ismer. Für 2022 plant das ViNN:Lab u. a. eine stärkere Einbindung des Labs in analoge und digitale Lehr- und Lernformate und die Entwicklung von fächerübergreifenden Formaten sowie eine stärkere Schwerpunktlegung auf die Unterstützung und Realisierung von Gründungsvorhaben.

Citizen Science-Projekt „Zu nah? Mit Abstand mehr Sicherheit!“ im Frühjahr 2022

Ein konkretes Projekt wird im Frühjahr 2022 die Kooperation mit der TH Wildau-Stiftungsprofessur für Radverkehr in intermodalen Netzwerken, dem Innovation Hub 13 und der Hochschul-Präsenzstelle Luckenwalde sein. Bei dem Projekt „Zu nah? Mit Abstand mehr Sicherheit!“ sind interessierte Bürger:innen in den kommenden Monaten eingeladen, mithilfe von sog. Open-Bike-Sensoren den Überholabstand zwischen Pkw und Fahrradfahrenden zu messen. Hier gilt innerorts seit April 2020 laut novellierter Straßenverkehrsordnung ein Abstand von 1,5 Metern, außerorts von 2 Metern. In Wirklichkeit wird dies selten eingehalten, so dass es insbesondere für Radfahrende zu gefährlichen Situationen kommt. Mit den gewonnen Daten möchte das interdisziplinäre Team einen wissenschaftlichen Diskurs zu den Bedürfnissen von besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern wie Radfahrer:innen anstoßen.