Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte an der BMDV-Stiftungsprofessur für Radverkehr

Nutzerdatengestütztes Fahrradkonzept - NUDAFABereich öffnenBereich schließen

Projektlaufzeit: 01.07.2021 – 01.07.2024

Projektfinanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Fördermaßnahme zur „MobilitätsWerkStadt 2025“

Projektbeschreibung:
Das Projektvorhaben "Nutzerdatengestütztes Fahrradkonzept" (NUDAFA) möchte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Eichwalde sowie den Nachbarkommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren den (Alltags-)Radverkehr in der suburban geprägten Region stärken. Dabei soll der mögliche Nutzen sowie die Grenzen der Einbindung von Datenverarbeitungsmethoden in Planungs- und Kommunikationsprozesse kritisch erforscht werden. 

Die wesentlichen Ziele des Projekts sind dabei…

  • die Erstellung einer webbasierten (Nutzer-)datenbasierten Kommunikations- und Planungsplattform, zum Darstellen komplexer räumlicher Zusammenhänge im Radverkehr, zur Unterstützung interkommunaler Zusammenarbeit durch die Bereitstellung notwendiger Informationen um die Herstellung durchgehender Radinfrastruktur zu begünstigen,
  • die partizipative Einbindung der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in die Konzeption des interkommunalen Radwegenetzes und die Entwicklung von Maßnahmen sowie die interkommunale, transdisziplinäre Vernetzung lokaler Akteur*innen bei der Umsetzung von Realexperimenten, und
  • Entwicklung übertragbare Projekte, Strategien und Tools, deren Evaluierung und der Transfer der Erkenntnisse in für andere Kommunen geeigneten Formaten. Parallel dazu soll auf der Webplattform für andere Kommunen Handreichungen für konkrete Maßnahmen veröffentlicht werden.

Kontakt:

Denise Kramer, M.Sc.

Prof. Dr. Christian Rudolph

Projektpartner*innen:

  • Gemeinde Eichwalde
  • FixMyCity
  • Technische Universität Berlin

Projektseite: www.nudafa.de 

Zu nah? – Mit Abstand mehr Sicherheit! - Ein Citizen Science ProjektBereich öffnenBereich schließen

Projektlaufzeit: 01/2022 – 12/2022

Projektfinanzierung: Das Citizen Science - Projekt „Zu nah? - Mit Abstand mehr Sicherheit!“ wird im Rahmen von Innovation Hub 13 der Bund-Länder-Förderinitiative Innovative Hochschule, ausgestattet mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Landes Brandenburg, gefördert.

Projektbeschreibung: In dem Projekt „Zu nah? - Mit Abstand mehr Sicherheit!“ wird gemeinsam mit Bürger*innen aus Brandenburg und Berlin eine regionale Datenbasis von gemessenen Überholabständen im Straßenverkehr geschaffen. Da bei zu geringem Überholabstand Radfahrende gefährdet sind, gilt laut StVO beim Überholen von Fahrrädern ein Mindestabstand von 1,5 Metern (innerorts) bzw. 2 Metern (außerorts). Studien zeigen, dass das Fahrrad – aus Angst im Straßenverkehr gefährdet zu werden – häufig gar nicht erst genutzt wird. Die Forschungsgruppe Radverkehr möchte herausfinden, welche Umstände wie z. B. parkende Autos, erlaubte Geschwindigkeit, Breite der Straße usw. dazu führen, dass dieser Abstand nicht eingehalten wird. Dafür bauen wir in Workshops OpenBikeSensoren, die den Überholabstand zwischen Fahrrädern und Autos messen. Die Bürger*innen nutzen den OpenBikeSensor bei ihren Fahrradfahrten, sodass der geltende Mindestüberholabstand überprüft und die im regionalen Portal gesammelten Daten wissenschaftlich ausgewertet werden können.

Kontakt:

Marie Lammel, M.Sc.

Prof. Dr. Christian Rudolph

Projektpartner*innen:

  • Innovation Hub 13: Verbundkoordination
  • ADFC Brandenburg
  • Makerspace ViNN:Lab der TH Wildau
  • Präsenzstelle Luckenwalde der TH Wildau
  • Makerspace COLab an der BTU Cottbus-Senftenberg

Projektseite: https://innohub13.de /zu-nah/

Nachhaltige Mikromobilität - NaMikroBereich öffnenBereich schließen

Projektlaufzeit: Juni 2022 – August 2023

Projektfinanzierung: Das Projekt Nachhaltige Mikromobilität (NaMikro) wird von Bolt Technology OÜ finanziert.

Projektbeschreibung:

Mit Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung am 15.06.2019 sind E-Scooter und E-Bikes in Form von Sharing-Angeboten ein Teil des Mobilitätsangebots in vielen deutschen Städten. Die vorwiegend im free-floating angebotenen Fahrzeuge führen allerdings zu unerwünschten Konflikt- u. Gefährdungssituationen für andere Verkehrsteilnehmer*innen im öffentlichen Raum. Darüber hinaus sind die Außenbezirke von Großstädten in der Regel noch nicht in das Geschäftsgebiet der Anbieter integriert. 

Der Mobilitätsdienstleister Bolt setzt unter wissenschaftlicher Begleitung der Stiftungsprofessur „Radvkerkehr in intermodalen Vekehrsnetzen“ seit Juli 2022 zwei Reallabore in den Berliner Außenbezirken Zehlendorf und Lichtenrade um. Die zwei Reallabore setzen einen Rahmen für die Erprobung verschiedener Preismodelle und Stationskonzepte während des regulären Betriebs der Leihangebote. Mittels statistischer Datenanalysen sollen u. a. mögliche Zusammenhänge zwischen Preismodellen, Incentivierungen, Stationssysteme und Verkehrsinfrastrukturen mit dem Nutzungsverhalten von Mikromobilität geprüft werden. Über Expert*innen-Interviews sowie Nutzer*innen-Befragungen wird die Wahrnehmung und die Akzeptanz von Sharing-Angeboten untersucht. 

Ziel des Projekts ist es, Erkenntnisse zur Gestaltung der Rahmenbedingungen von Mikromobilität für eine nachhaltige Ergänzung des ÖPNV auf der ersten und letzten Meile zu generieren. Das umfasst u. a. eine zweckmäßige Bepreisung sowie Anreizsysteme außerhalb der Innenstädte. Darüber hinaus zielt das Projektvorhaben darauf ab, mögliche Unterschiede in der Nutzung vom E-Scootern und E-Bikes zu identifizieren.

Kontakt:

Nicolas Schüte, M.Sc.

Prof. Dr. Christian Rudolph

Projektpartner*innen:

  • Bolt Services DE GmbH
  • Berlin Steglitz-Zehlendorf
  • Berlin Tempelhof-Schöneberg

Projektseite: https://blog.bolt.eu/de/gemeinsame-studie-mit-th-wildau-bolt-untersucht-potential-der-mikromobilitaet-in-randbezirken/


	Prof. Dr.-Ing. Christian Rudolph

Prof. Dr.-Ing. Christian Rudolph Prof. Dr.-Ing. Christian Rudolph

Tel.: +49 3375 508 875
Mail: christian.rudolph@th-wildau.de
Web: https://www.th-wildau.de/radverkehr
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