GUNNA – Gründung und Nachfolge an der TH Wildau
Die Technische Hochschule Wildau verfügt über eine gewachsene und vielfältige Infrastruktur zur Unterstützung von Gründungs- und Innovationsvorhaben. Dazu gehören moderne Labore, spezielle Gründungsräume sowie Einrichtungen wie das ViNN:Lab (3D-Druck), das Opp:Lab, das Tech:Lab und das Video:Lab. Diese Angebote schaffen ideale Voraussetzungen, um Ideen praxisnah zu erproben und weiterzuentwickeln.
Mit dem Projekt GUNNA – Gründung und Nachfolge verfolgt die TH Wildau das Ziel, unternehmerisches Denken und Handeln an der Hochschule weiter zu stärken. GUnNa richtet sich an Menschen mit Ideen, Verantwortung und Gestaltungswillen – von der ersten Gründungsidee bis hin zur Übernahme eines bestehenden Unternehmens.
Durch Sensibilisierung, Qualifizierung und digitale Unterstützungsangebote leistet GUnNa einen konkreten Beitrag zur Sicherung und Schaffung von Unternehmen und Arbeitsplätzen in Brandenburg und stärkt zugleich nachhaltige Strukturen im regionalen Innovationsökosystem.
Zielgruppen
GUNNA richtet sich insbesondere an:
Alumni der TH Wildau
Absolventinnen und Absolventen (bis zu sieben Jahre nach Abschluss) verfügen häufig über wertvolle Berufs- und Praxiserfahrung. Sie bilden eine zentrale Zielgruppe für innovative Gründungsvorhaben und sind zugleich besonders geeignet, Verantwortung im Rahmen von Unternehmensnachfolgen zu übernehmen.
Gründungs- und nachfolgeinteressierte Frauen
Ein besonderer Fokus liegt auf der gezielten Ansprache und Förderung von Frauen. Ziel ist es, ihre Beteiligung an Gründungs- und Nachfolgeaktivitäten an der TH Wildau nachhaltig zu erhöhen und bestehende Potenziale besser sichtbar zu machen.
Unsere Schwerpunkte
Digitalisierung der Gründungs- und Nachfolgeaktivitäten
Ein zentraler Baustein von GUNNA ist die konsequente Weiterentwicklung digitaler Angebote. Ziel ist es, einen zeitgemäßen, niedrigschwelligen und gut erreichbaren Zugang zur Gründungs- und Nachfolgeberatung zu schaffen.
Dazu gehören:
-
die Entwicklung hochwertiger, asynchroner Lernmaterialien
-
interaktive Online-Formate
-
die Erprobung innovativer, KI-gestützter Werkzeuge
So können Gründungs- und Nachfolgeinteressierte flexibel unterstützt und Beratungsangebote effizient ergänzt werden.
Unternehmensnachfolge im Fokus
Die Unternehmensnachfolge gewinnt – insbesondere in Brandenburg – zunehmend an Bedeutung. GUNNA setzt hier gezielt an und unterstützt qualifizierte, motivierte Nachfolgerinnen und Nachfolger aus dem akademischen Umfeld.
Ziel ist es, Menschen frühzeitig für das Thema zu sensibilisieren, sie bei der Entscheidungsfindung zu begleiten und konkrete Übernahmeprozesse fachlich zu unterstützen.
Wir sind ein neues Team und freuen uns auf den Austausch mit dir. Bei Fragen oder Ideen kannst du dich jederzeit gerne an uns wenden. In Zukunft findest du hier außerdem Informationen zu unseren Veranstaltungen und Angeboten.
Das Projekt orientiert sich an den Zielen der Richtlinie „Gründen in Brandenburg (GiB)” und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert. Im Fokus stehen passgenaue Unterstützungsangebote für Gründungs- und Nachfolgeinteressierte, insbesondere Alumni der TH Wildau sowie gründungs- und nachfolgeinteressierte Frauen, ergänzt durch eine enge Vernetzung innerhalb des regionalen Ökosystems.
Vorgängerprojekt Alumni for Excellence "AlEx⁺" - Sensibilisierung und Qualifizierung neuer Zielgruppen an der TH Wildau (2023-2025)
Die TH Wildau hat in den letzten 10 Jahren eine umfangreiche Infrastruktur aus Makerspaces und Laboren etabliert, die es Hochschulangehörigen ermöglichen an ihren Ideen und Erfindungen zu arbeiten. Die Qualität und der Umfang dieser Enabling Spaces ist mit der Zusammenfassung aller Angebote in den THWi-StartUpLabs weiter gesteigert worden. Nachdem die physische Infrastruktur etabliert ist, rückt das Ziel für eine adäquate infrastrukturelle Auslastung mit Innovations- und Gründungsprojekten zu sorgen, in den Vordergrund.
Zu diesem Zweck wurden 3 Teilprojekte im Projekt AlEx⁺ in der Richtlinie Gründen in Brandenburg (GiB) durchgeführt:
Alumni: Die Potentiale für die Gründungsförderung heben!
In diesem Teilprojekt wurden in Absprache mit dem Career Service der THWi die Gründungsaffinität und -aktivität der Alumni zum ersten Mal systematisch erhoben und auf dem Fundament einer Bedarfsanalyse verschiedene Angebote des StartUp Service für Alumni pilotiert. Dabei wird die typische Situation von Hochschulgründungsteams explizit berücksichtigt.
Digital und Experimental Entrepreneurship Education: Erhöhung der Reichweite durch digitale und neue Lehrformate!
Entrepreneurship Education trug effizient zu einer Erhöhung der Gründungskultur bei. Hierbei ist zu beachten, dass nicht alle Inhalte der Entrepreneurship Education dasselbe Sensibilisierungspotential besitzen. Sowohl digitale als auch neuartige aktive Lehrformate besitzen die beste Chance die Potentiale der Entrepreneurship Education zu heben. Daher wurden in diesem Teilprojekt digitale Formate (Lehrvideos, Clips etc.) konzeptioniert und produziert. Gleichzeitig wurden innovative Lehrformaten erprobt, um Gründungsinteressierte und Gründungsteams besser thematisch unterstützen zu können.
Entrepreneurial Career Development: Systematische Entwicklung von Gründungsteams!
Obwohl schlagkräftige Gründungsteams essenziell für den Erfolg eines Gründungsvorhabens sind, überlasst man deren Bildung und Entwicklung größtenteils dem Zufall. In diesem Teilprojekt wurden durch 3 neuartige Programme (Entrepreneurial Talents, Entrepreneurial Boot Camp, Entrepreneurial Selection) die Komposition und das Management von Gründungsteams durch zu entwickelnde Qualifikationsangebote und Coaching an der THWi unterstützt. Ein Ziel war es ein aus Alumni und weiteren Experten bestehenden Pool aufzubauen.
Das Drittelmittelprojekt „Alumni for Excellence | AlEx⁺“ war Teil der Förderrichtlinie „Gründen in Brandenburg (GiB)“ und wurde aus Mitteln des ESF+ kofinanziert. Ziele des Projekts AlEx⁺ waren umfangreiche neuartige Sensibilisierungsmaßnahmen und spezielle Qualifikationsangebote zu planen und durchzuführen. Die Gruppe der Alumni wurde dabei besonders stark in den Blick genommen. Ebenso wurden Maßnahmen zur Qualifikation von Gründungsinteressierten ergriffen, da gründungsrelevantes Wissen entscheidend für den Erfolg des Gründungsteams ist.
Typische Situation von Hochschulgründungsteams
Hinsichtlich der Teamkomposition besteht bei Gründungsteams aus dem Hochschulumfeld in erhöhtem Maße die Gefahr, dass die Teams nicht interdisziplinär zusammengestellt sind und daher keine sinnvolle Ergänzung von Kompetenzen stattfindet (Wright und Mosey, 2007). Da hochschulnahe Gründungspersonen Netzwerkdefizite (sog. „structural holes“) haben, ist es für sie oftmals aussichtslos durch ihr bestehendes Netzwerk das Gründungsteam zu komplettieren.
Entrepreneurial Career Development
Das Projekt adressiert die vorhandenen Defizite von hochschulnahen Gründungsteams, in dem es deren Entwicklung im Entrepreneurial Career Development professionalisiert. Das Ziel des Entrepreneurial Career Development ist es Gründungstalente, etwa unter den Alumnis, zu identifizieren und sie sinnvoll in Gründungsteams zu integrieren.