Transferprofessuren
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Transferprofessuren

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Unterstützung von Transferaktivitäten

Der Transfer ist neben der Forschung und der Lehre eine wesentliche Dimension an der TH Wildau. Mit der durch das Brandenburgische Hochschulgesetz (BbgHG) geschaffenen Möglichkeit zur Vergabe von Professuren mit dem Schwerpunkt Transfer besteht für die TH Wildau ein wirkungsvolles Instrument zur Unterstützung von Transferaktivitäten. Ziel der Vergabe von Transferprofessuren ist es, den Transfer an der TH Wildau durch die Gewährung von Deputatsermäßigungen in Verbindung mit Vereinbarungen über die mit der Professur zu erreichenden Transferziele nachhaltig zu fördern.

Dabei wirken Transferprofessor*innen gemäß § 50 Abs. 4 BbgHG an Projekten des Wissens- und Technologietransfers oder übergreifenden Aufgaben im Wissens- und Technologietransfer („Transferaufgabe“) maßgeblich mit. Bestehende Transferprofile sollen ausgebaut und neue Transferprofile von strategischer Bedeutung für die TH Wildau entwickelt werden. Die Sichtbarkeit von Transferaktivitäten der TH Wildau soll so erhöht werden. Forschungs- und Transferthemen sind an der TH Wildau stark praxisorientiert und anwendungsbezogen, wozu die Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen verstärkt sensibilisiert und so frühzeitig für solche Transferaktivitäten eingebunden und dabei unterstützt werden sollen. Die Vernetzung und Kooperation soll im Sinne des erweiterten Transferbegriffs gemäß der Transferstrategie des Landes Brandenburg mit internen sowie externen Akteur*innen gezielt vorangetrieben werden.

Grundsätze der VergabeBereich öffnenBereich schließen

An der TH Wildau werden Transferprofessuren an berufene und nicht abgeordnete oder beurlaubte Professor*innen bis maximal 10 % der Gesamtzahl an Stellen für Professor*innen an der TH Wildau vergeben. Forschungsprofessuren und Transferprofessuren dürfen dabei nicht miteinander kombiniert werden. Die Vergabedauer ist abhängig von der Transferaufgabe auf maximal fünf Jahre befristet. Die Vergabe erfolgt in der Regel zeitgleich und ist auch wiederholt an dieselbe Person möglich. Die Laufzeit ist in der Regel an den Semesterrhythmus geknüpft. Für die Dauer der Vergabe einer Transferprofessur beträgt das Lehrdeputat 9 Semesterwochenstunden.

Ablauf des VergabeverfahrensBereich öffnenBereich schließen

Die Präsidentin der TH Wildau informiert die Hochschulmitglieder rechtzeitig über die anstehende Vergabe und ruft damit zur Bewerbung um eine oder mehrere Transferprofessuren auf. Dabei wird auch über den Zeitplan des Verfahrens (Einreichung der Bewerbungen, Entscheidung der Bewertungskommission, Beginn des Vergabezeitraums) informiert.

Alle berufenen und nicht abgeordneten oder beurlaubten Professor*innen der TH Wildau können ihre Bewerbungen um eine Transferprofessur entsprechend der bekanntgegebenen Zeitplanung beim Vizepräsidenten für Forschung und Transfer schriftlich einreichen. Die Entscheidung über die Vergabe einer Transferprofessur obliegt dem Präsidium der TH Wildau auf Empfehlung einer Bewertungskommission. Die Inhalte der Bewerbung sowie die Kriterien zu deren Beurteilung sind der Satzung zur Vergabe von Professuren mit dem Schwerpunkt Transfer zu entnehmen.

Die Verleihung der Urkunde über die Transferprofessur erfolgt jeweils mit Wirkung zu Beginn eines Semesters im Rahmen einer hochschulöffentlichen Veranstaltung durch die Präsidentin der TH Wildau. Bei dieser Veranstaltung präsentieren die Transferprofessor*innen ihre Konzepte und Ziele für den Vergabezeitraum der jeweiligen Transferprofessur.


Aktuelle Transferprofessuren

Zeitraum 09/2026 - 08/2031

Isabell Peters
© TH Wildau

Prof. Dr. Isabell Peters

Verwaltungsinformatik

Prof. Isabell Peters rückt mit ihrer Transferprofessur eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit in den Mittelpunkt: die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung. Im Rahmen ihrer Transferprofessur baut sie hierfür das "Zentrum für Digitale Verwaltung Wildau (ZDV)" auf. Echte digitale Transformation bedeutet weit mehr, als bestehende analoge Antragsformulare einfach in PDF-Dateien umzuwandeln. Vielmehr geht es darum, Verwaltungsprozesse von Grund auf neu zu denken. Vor allem kleinere Kommunen in Brandenburg stehen vor einem Dilemma: Mit oft nur wenigen Mitarbeitenden in den Rathäusern müssen sie das gleiche, rechtlich anspruchsvolle Leistungsspektrum bewältigen wie Großstädte – verfügen aber selten über eigene IT-Entwicklungsabteilungen oder hohe Beratungsbudgets. Hier setzt das ZDV als Scharnier und Ökosystem zwischen Wissenschaft, kommunaler Verwaltung und GovTech-Unternehmen an.

Jörg Reiff-Stephan
© TH Wildau

Prof. Dr.-Ing. Jörg Reiff-Stephan

iC3@Smart Production

Mit dem Aufbau des „Innovationszentrums für Angewandte Künstliche Intelligenz“ verbindet Prof. Jörg Reiff-Stephan die langjährige technologische Expertise seine Forschungsgruppe iC3@Smart Production mit den realen Anforderungen der regionalen Wirtschaft. In Brandenburg gibt es über 90.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als zehn Angestellten. Für diese Betriebe ist der Einstieg in moderne KI-Systeme oft eine kaum überwindbare Hürde, da es an Zeit, personellen Ressourcen und spezialisiertem Wissen fehlt. Das neue Innovationszentrum will genau diesen Raum bieten: Statt schwer verständlicher Theorie liefert es anwendungsbereite Werkzeuge, die Betriebe direkt ausprobieren und in ihren Alltag integrieren können. Schwerpunkte der Transferprofessur umfassen u.a.: Praxislabore und mobile Demonstratoren, Mensch-Roboter-Kollaboration und Inklusion sowie regionale und internationale Vernetzung.

Themen die für Sie auch von Interesse sein könnten:

Ansprechperson

Vizepräsident für Forschung und Transfer

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Martin Melzer
+49 3375 508 223
vp.forschung(at)th-wildau.de

Haus 13, Raum 039, Hochschulring 1, 15745 Wildau
 

Satzung

zur Vergabe von Professuren mit dem Schwerpunkt Transfer: Amtliche Mitteilungen Nr. 17/2025

 

Brandenburgisches Hochschulgesetz

vom 9. April 2024 (GVBl.I/24, [Nr. 12]),
geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 21. Juni 2024 (GVBl.I/24, [Nr. 30], S.32)

§ 50 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer mit Schwerpunktbildung