20 Jahre GenaU: Aus einer Idee wurde das größte regionale Schülerlabor-Netzwerk im deutschsprachigen Raum.
Im Umfeld von Unterstützern, langjährigen Kooperationspartnern und Wegbegleitern feierte das Schülerlabor-Netzwerk GenaU am 18. März 2026 sein 20-jähriges Bestehen im Deutschen Technikmuseum, dem Standort von gleich zwei Mitgliedern des Netzwerks.
Was 2006 als kleine Initiative begann, ist heute eine fest verankerte Institution der regionalen Bildungslandschaft. Zwei Jahrzehnte kontinuierlichen Wachstums und inhaltlicher Entwicklung haben das Netzwerk zu einer tragenden Säule der außerschulischen MINT-Bildung gemacht – und zu dem ältesten und größten regionalen Netzwerk von Schülerlaboren im deutschsprachigen Raum. Mit Blick auf die zukünftige Arbeit betont die Leiterin der Netzwerkkoordination von GenaU, Silke Vorst: „Dieses Jubiläum erfüllt uns mit echtem Stolz. Erfolgreiche Netzwerkarbeit lebt von vertrauensvoller Zusammenarbeit, aber auch von einer verlässlichen finanziellen Basis. Nur so können wir langfristig professionell arbeiten und weiterhin zusätzliche MINT-Angebote für Schulen, Lehrkräfte sowie Kinder und Jugendliche in der Region schaffen.“
Von der Idee zur Institution
Heute zählt GenaU 26 außerschulische Einrichtungen, darunter 18 Mitglieder aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Museen sowie acht assoziierte Partner. Was zuerst mit wenig Gleichgesinnten begann, ist zu einem dichten Geflecht aus Wissenschaft, Bildung und Praxis herangewachsen, das weit über die Hauptstadtregion hinaus bekannt ist. Dass dieses Engagement auch von außen anerkannt wird, zeigen die insgesamt fünf Auszeichnungen, die die Koordinatorinnen und das Netzwerk in den vergangenen Jahren erhielten.
20 Jahre Wirkung in Zahlen
Die Bilanz nach zwei Jahrzehnten ist beeindruckend: Rund 800.000 Kinder und Jugendliche haben bislang in den Mitgliedslaboren experimentiert. Zugleich wurden 13.000 Studierendeausgebildet – darunter seit 2011 etwa 7.300 Lehramtsstudierende, die ihre Praxiserfahrung in den Laboren sammelten.
Darüber hinaus hat das Netzwerk seit 2010 fünf eigenständig finanzierte Kooperationsprojekte zur MINT-Nachwuchsförderung und Berufsorientierung in der Region entwickelt und initiiert. Diese Projekte gehen über die Netzwerkarbeit hinaus und schaffen zusätzliche Angebote für Schulen, Lehrkräfte sowie Kinder und Jugendliche. 27 Fortbildungen zur Qualitätsentwicklung stärken zudem den fachlichen Austausch und die inhaltliche Weiterentwicklung im Netzwerk.
Beitrag zur Fachkräftesicherung
GenaU leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region. Durch die enge Anbindung an Wissenschaft und Forschung erhalten Schülerinnen und Schüler realistische Einblicke in wissenschaftliche und technische Berufsfelder. Dadurch wird der Übergang von der Schule ins Studium oder in den Beruf erleichtert. Durch konkrete Lehrkräfteabordnungen an einzelne Schülerlabore im Netzwerk wird die Verzahnung von Schule und außerschulischen Lernorten besonders nachhaltig gestaltet.
Kleiner Hebel, große Wirkung
Dank der Förderung durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie – seit 2018 mit insgesamt knapp 610.000 Euro (zuvor zweijährige Förderung durch die Senatskanzlei) – konnte die Koordination seit 2015 gemeinsam mit Mitgliedern, Partnern und Kooperationspartnern fast 2 Millionen Euro für die MINT-Bildung in der Region einwerben. Dies macht deutlich, dass eine verlässliche Basisfinanzierung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern die Voraussetzung dafür, dass Netzwerkarbeit wie die von GenaU ihre volle Wirkung entfalten kann – sowohl in Projekten zur Förderung des MINT-Interesses als auch in Berufsbildungsprojekten wie beispielsweise dem vom BMFSFJ geförderten MINT-Cluster „Mach's GenaU!”.
Jubiläumsprogramm 2026
Im Jubiläumsjahr gibt es weitere Meilensteine: Unter dem Motto „20 Fortbildungen für 20 Jahre GenaU“ würdigen die Mitglieder und Partner das Engagement von Lehrkräften und pädagogischem Fachpersonal – mit aktuellen Impulsen aus dem gesamten MINT-Spektrum. Alle Angebote sind abrufbar unter: www.genau-bb.de.
Der diesjährige GenaU-Lehrkräftekongress findet am 9. Oktober 2026 im Gläsernen Labor in Berlin-Buch statt und wird erneut vom Verband der Chemischen Industrie e. V., Landesverband Nordost, unterstützt.
Das Hauptanliegen des Schülerlabor-Netzwerks GenaU bleibt dabei auch in Zukunft das, wofür es in den letzten 20 Jahren stand: MINT-Begeisterung für Schülerinnen und Schüler entlang der gesamten Bildungskette.
TH Wildau seit 2008 im Netzwerk
Die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) ist seit 2008 Mitglied im Schülerlabor-Netzwerk. Ursprünglich wurde das Angebot mit dem Schülerlabor "Biologie trifft Technik" gestartet. Im Laufe der Jahre wurde es für Schüler*innen ab der Sekundarstufe 1 stetig weiterentwickelt. In den Schülerlaboren Biologie trifft Technik, EcoLab, RoboticLab und PhysTecLab werden fächerübergreifende und studiengangspezifische experimentelle Labormodule angeboten. Im Rahmen des Strategieprozesses der Hochschule erfolgt eine kontinuierliche Erweiterung der Schülerlabore, insbesondere im MINT-Bereich.
Weiterführende Informationen
Netzwerk GenaU: www.genau-bb.de
Schülerlabore der TH Wildau: www.th-wildau.de/mint-erleben
Fachliche Ansprechperson Schülerlabor-Netzwerks GenaU
Silke Vorst
Leiterin Netzwerkkoordination GenaU
Tel. +4930 838-54297
E-Mail: vorst@genau-bb.de
Web: www.genau-bb.de
Fachliche Ansprechpersonen Schülerlabore TH Wildau:
Desiree Grienitz
TH Wildau, Hochschulring 1, 15745 Wildau
E-Mail: schuelerlabor(at)th-wildau.de
Ansprechpersonen Externe Kommunikation TH Wildau:
Mike Lange / Mareike Rammelt
TH Wildau, Hochschulring 1, 15745 Wildau
Tel. +49 (0)3375 508 211 / -669
E-Mail: presse(at)th-wildau.de
(Quelle: Pressemitteilung des Schülerlabor-Netzwerk Berlin-Brandenburg vom 18. März 2026)