Mehr Raum für die Entwicklung, Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen*: Rückblick auf die FE/EM FuSkiL Intense Woche 2026

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10. September 2026 | Dr. Ariane Schröder

Mehr Raum für die Entwicklung, Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen*: Rückblick auf die FE/EM FuSkiL Intense Woche 2026

insights FuSkiL Intense photo collage
Einblicke FuSkiL Intense Woche

Es waren fünf intensive Augusttage an der TH Wildau: im Rahmen des Projekts FE/EM (Female Empowerment) absolvierte eine Gruppe von 11 Female Academic Professionals – Wissenschaftlerinnen mit ganz unterschiedlichen fachlichen Hintergründen – die erste Intensivwoche des Qualifizierungsformats FuSkiL Intense. Im Opp:Lab der TH Wildau kamen die Teilnehmerinnen für ein rund 35-stündiges Kompaktprogramm zusammen, um ihre Führungs- und Zukunftsfähigkeiten gezielt auszubauen.
 

Von individuellen Hürden zur kollektiven Stärke

Im Laufe ihrer Karriere erleben die meisten Frauen Hürden und Barrieren: Selbstzweifel, Durchsetzungsdruck oder die mangelnde Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Verpflichtungen. Zunächst erscheinen diese Erfahrungen oft als rein persönliche Herausforderung. Eine der zentralen Erkenntnisse der Woche war jedoch, dass diese Probleme keineswegs individuell sind, sondern tief in strukturellen Ungleichheiten von Männern und Frauen in der Arbeitswelt verwurzelt liegen.

Aus dem Erkennen dieser kollektiven Erfahrung entstand unter den Teilnehmerinnen eine besondere Dynamik und Kraft. Das Gefühl, mit solchen Erfahrungen nicht allein zu sein, schuf Vertrauen und einen geschützten Raum für offenen Austausch. Bei FuSkiL Intense stand deshalb nicht nur die persönliche Weiterentwicklung im Vordergrund, sondern auch das Gemeinschaftserlebnis, das gegenseitige Einstehen und das kollektive Engagement für mehr Gleichberechtigung.
 

Der FuSkiL-Kompetenzrahmen in der Praxis

Die Workshops der Woche deckten praxisnah die verschiedenen Dimensionen des im Projekt FE/EM erarbeiteten FuSkiL-Kompetenzrahmens ab:

  • Reflexion der persönlichen beruflichen Identität und Formulierung individueller Zielsetzungen
  • Weiterentwicklung der eigenen Stimme und Präsenz
  • Kreative Resilienz
  • Bewusster Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Ausbau der eigenen technologischen Souveränität
  • zielgerichtete Netzwerkarbeit und weibliche Solidarität

Neben den verschiedenen Coachinnen wurden die Teilnehmerinnen durch das FuSkiL Journal begleitet – ein persönliches Lern- und Entwicklungstagebuch, das Raum für tägliche Reflexion und die konkrete Transferplanung in den Berufsalltag bot.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Intensivtrainings leistet das Projekt FE/EM einen wichtigen Beitrag, hochqualifizierte weibliche Zukunftstalente im Land Brandenburg zu stärken, miteinander zu vernetzen und sie als gestaltende „Change Agents" für die digitale und ökologische Transformation vorzubereiten.
 

Wie es weitergeht

Für alle, die FuSkiL Intense verpasst haben, keine Sorge: nächsten Sommer geht das Format in eine zweite Runde. Ab November 2026 erweitert FE/EM seinen Fokus zudem auf Young Academic Professionals – Studentinnen in der Abschlussphase an der TH Wildau. Ihnen soll im FuSkiL Program der Karriereeinstieg durch den gezielten Ausbau relevanter Future Skills, die Stärkung von Selbstwirksamkeit und Resilienz sowie ein begleitendes Mentoring erleichtert werden. Mehr Infos dazu hier.
 

Das * kennzeichnet die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und umfasst alle Personen, die sich als weiblich identifizieren oder weiblich gelesen werden, einschließlich cis-Frauen, trans-Frauen sowie nicht-binärer und genderfluider Personen.