Themenschwerpunkt Wissenschaftsfreiheit und Demokratie
Wie verletzlich ist unsere Freiheit? Im Herbst 2026 könnt ihr dieser Frage und dem fragilen Gleichgewicht von Demokratie und Wissenschaftsfreiheit auf den Grund gehen: mit zwei Wanderausstellungen, die vom 1.10.-13.11.2026 im 1. OG der Hochschulbibliothek und auf dem Ludwig-Witthöft-Platz vor der Bibliothek zu sehen sind.
Das Karrierezentrum für professorale Entwicklung lädt herzlich dazu ein, die Exponate zu besuchen und Impulse aus unseren Veranstaltungen mitzunehmen (siehe unten).
„Echter Spielraum für Innovation existiert nur dort, wo Wissenschaft frei und Demokratie lebendig sind. Wie kostbar und angreifbar dieses Fundament ist, mahnt uns, Freiräume niemals als selbstverständlich hinzunehmen – sie müssen täglich erprobt, diskutiert und geschützt werden. Genau darum schaffen wir im Herbst konkrete Orte der Begegnung: Unsere beiden Campus-Ausstellungen sowie die Aktionsveranstaltung `Kaffeekanne auf. Debatte an.` am 28.10. laden uns alle dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und Wissenschaftsfreiheit als gemeinsame Verantwortung zu leben.“
(Ulrike Tippe, Präsidentin TH Wildau)
Ausstellungen auf dem Campus
Kaffeekanne auf, Debatte an: Reden über Wissenschaftsfreiheit und Demokratie
28.10.2026, 09:30-11:30 Uhr | 1. OG der Hochschulbibliothek (Fahrstuhl vorhanden) | Veranstaltung in deutscher Lautsprache
Moderiert von Susanne Trotzki, radioSKW
Susanne Trotzki ist langjährige Radiomoderatorin und in der Region als „Susanne am Morgen“ bekannt. Nach Stationen in Berlin wie u.a. beim Berliner Rundfunk, Deutschland Radio und Radio Paradiso, begleitet sie die Hörer*innen in den Tag.
Darüber hinaus ist sie aber auch bei vielen Veranstaltungen der Region auf der Bühne anzutreffen. Seit 2023 verantwortet Susanne Trotzki die Hörfunkreihe „TH Themen“ in Kooperation mit der Technischen Hochschule Wildau.
Mit Redebeiträgen von
Prof. Dr. Ulrike Tippe, Präsidentin der TH Wildau
Demokratie und Wissenschaftsfreiheit aus Hochschulperspektive
Frau Prof. Ulrike Tippe, Präsidentin der TH Wildau, beleuchtet die Bedeutung von Demokratie und Wissenschaftsfreiheit aus der Perspektive der TH Wildau.
Unter dem Motto „Wissenschaftsfreiheit, Demokratie und Spielraum“ richtet sie den Blick auf aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Hochschule. Denn ein echter Spielraum für Innovation entsteht, wo Wissenschaft frei und Demokratie lebendig sind.
Frank Nerlich, Bürgermeister der Hochschulstadt Wildau
Demokratie und Wissenschaftsfreiheit aus regionaler Perspektive
Herr Frank Nerlich, Bürgermeister der Hochschulstadt Wildau, richtet den Blick auf Demokratie und Wissenschaftsfreiheit aus der Perspektive der Stadt.
Dabei geht es um die Bedeutung demokratischer Werte für die Region, positive Beispiele aus der kommunalen Praxis - aber auch um bestehende Herausforderungen und die Frage, wie Demokratie vor Ort lebendig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Paula Riechardt, Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
Paula Riechardt ist Kulturhistorikerin und arbeitet als Content Managerin bei der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte. Internationale Studien- und Forschungserfahrungen in Südkorea, Ungarn und Estland ergänzen ihre Expertise in transnationalen Erinnerungs- und Identitätsdiskursen.
Wie haben Menschen demokratische Rechte erstritten, verteidigt und im Alltag mit Leben gefüllt? Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Orte dieses Handelns – vom öffentlichen Raum und Marktplätzen über Schauplätze des Einsatzes für Gleichberechtigung bis hin zu Räumen zivilgesellschaftlichen Engagements.
Dr. Lars Lott, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Lars Lott ist Politikwissenschaftler an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und forscht zu Wissenschaftsfreiheit, demokratischer Resilienz und der Stabilität von Autokratien. Er ist Projektkoordinator des Academic Freedom Index.
Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit? Wie hat sie sich entwickelt? Was sind die Ursachen für Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Vortrag von Lars Lott, der mit Hilfe der Daten des Academic Freedom Index Antworten mit dem Publikum findet.
Argumentationsworkshop: Das Argutraining #Wi(e)der_sprechen für Demokratie"
Auf Deutsch: 05.10.2026, 09:00-12:15 Uhr | Vortragsraum im EG der Hochschulbibliothek
Auf Englisch: 12.11.2026, 13:00-16:30 Uhr | Vortragsraum im EG der Hochschulbibliothek
Im alltäglichen Miteinander treffen eine Vielzahl an Meinungen, Positionen und Werten aufeinander. Dadurch ergeben sich für das Zusammenleben Herausforderungen und Konflikte, die mit einer gesellschaftlichen Polarisierung einhergehen können. Dann heißt es plötzlich „Wir gegen die Anderen“. Doch wie kann dieser Zustand aufgelöst werden, damit wir einander in Beruf und Alltag wieder zuhören, begegnen und konstruktiv miteinander diskutieren können?
Orientiert an einem wertschätzenden Umgang, den Ansätzen der gewaltfreien Kommunikation und der systemischen Beratung werden in diesem Training ganz praktische Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Das Training vermittelt einen Weg, der es ermöglicht, Grenzen zu setzen, Missstände aufzuzeigen und die eigene Position deutlich zu machen, auf eine konstruktive Weise, die weniger konfrontativ ist und ein Miteinander auf Augenhöhe ermöglicht.
Die Trainings werden von zwei ausgebildeten Coaches von Gegen Vergessen – für Demokratie e. V. angeleitet.
Anmeldung per Mail an karrierezentrum(at)th-wildau.de
Mitarbeitende bestätigen mit der E-Mail, dass ihre jeweilige Führungskraft (in cc.) der Teilnahme zustimmt. Bitte beachten Sie, dass nur eine begrenzte Teilnehmendenzahl möglich ist - Plätze werden nach Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Melden Sie sich bitte bis spätestens zwei Werktage vor dem jeweiligen Workshop-Termin an.
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