Verkehrswissenschaftliches Kolloquium
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Interdisziplinäre Vorträge

Verkehrswissenschaftliches Kolloquium

Forschung und Industrie zu Gast im Studiengang Verkehrssystemtechnik

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01.12.2021 | 16-18 Uhr: Radverkehr in der (groß-)städtischen VerkehrspolitikBereich öffnenBereich schließen

VERKEHRSWISSENSCHAFTLICHES KOLLOQUIUM WILDAU

Dr.-Ing. Friedemann Kunst

Radverkehr in der (groß-)städtischen Verkehrspolitik: Ziele – Probleme – Handlungsmöglichkeiten

mit Korreferaten von Dipl.-Volksw. Tilman Bracher und Prof. Dr.-Ing. Christian Rudolph

Die Förderung des städtischen Radverkehrs steht seit einigen Jahren an prominenter Stelle der verkehrspolitischen Agenda. Die Umsetzung der oft anspruchsvollen Ziele lässt aber viele Wünsche offen. Der Vortrag spannt einen Bogen von den aktuellen Anforderungen an eine zukunftsfähige Verkehrspolitik über den Beitrag des Radverkehrs zur „Verkehrswende“ bis zu den Komponenten einer integrierten Radverkehrsstrategie und schließlich den Hindernissen schneller Umsetzung.

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie sich hier ansehen: Flyer

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Veranstaltungsrückblick - Vortragsberichte

AutomaticTrain Operation – oder wie mehr Verkehr auf die Schiene ...Bereich öffnenBereich schließen

AutomaticTrain Operation – oder wie mehr Verkehr auf die Schiene ohne "mehr Schiene" kommen kann!

Die zentrale Frage auf den transeuropäischen Verkehrskorridoren sowie auch im dicht getakteten Nahverkehr lautet vor dem Hintergrund begrenzter Infrastruktur und steigenden Zugzahlen: Wie können mehr Züge auf die "Schiene" gebracht werden, ohne gleich mehr Gleise zu bauen?

Herr Dr. Markus Pelz von der Siemens Mobility GmbH führte beim XV. Verkehrswissenschaftlichen Kolloquium Wildau am 9. Juni 2020 dazu aus:

"In Deutschland ist eine Steigerung der Streckenkapazität nur mit einer höheren Stufe der Automatisierung erreichbar." Dabei denken viele an den hochautomatisierten U-Bahn-Betrieb, wie z. B. in Nürnberg. Die Rahmenbedingungen für eine Einführung des hochautomatischen Fahrens im Fernverkehr sind jedoch wesentlich komplexer. Ein Schritt ist dabei neben einem modernen und europäischen Zugbeeinflussungssystem, wie ETCS (European Train Control System), auch die Triebfahrzeugbedienung mit einer Komponente zu automatisieren (ATO - Automated Train Operation).

Dabei werden die zwei wesentlichen Faktoren für die Zugfolge einer Strecke, die Blocklänge und der Bremsweg, optimiert.

Herr Dr. Pelz stellte dieses System "ATO over ETCS" mit seinen Randbedingungen und Herausforderungen im Kolloquium vor. Die rege Diskussion im Anschluss an den Vortrag, vor allem auch mit Teilnehmern von namhaften Firmen der Bahnindustrie zeigte das große Interesse an der initialen Fragestellung und möglichen Lösungsoptionen.

ML

Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchungen bei der DB Netz AGBereich öffnenBereich schließen

Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchungen bei der DB Netz AG -Aufgaben, Methoden und Weiterentwicklung

Das 14. Verkehrswissenschaftliche Kolloquium Wildau fand aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen von Präsenzveranstaltungen erstmals als online-Veranstaltung am 05. Mai 2020 statt. Herr Dr. Uwe Steinborn von der DB Netz AG gab einen Einblick in das Thema der Eisenbahnbetriebswissenschaftlichen Untersuchungen, deren Aufgaben, Methoden und Weiterentwicklung.

Ziel der Eisenbahnbetriebswissenschaft (EBW) ist, das Optimum aus Infrastrukturauslastung und Betriebsqualität zu erreichen. Da das System Eisenbahn sehr langlebig und Veränderungen in der Infrastruktur relativ teuer sind, benötigt man Verfahren, um Planungen für einen Ausbau oder auch Grundlagen für einen Rückbau der Infrastruktur objektiv zu bewerten. Hierbei helfen Modelle und Untersuchungen der EBW.

Als Methoden kommen dabei statistisch/deterministische, analytische, konstruktive und auch simulative Methoden mit unterschiedlichem Zeithorizont zum Einsatz, die Herr Steinborn ausführlich erläuterte. Mit verschiedenen Beispielen und Ergebnissen aus realen Projekten illustrierte er seine Ausführungen und machte die theoretischen Betrachtungen für die Studierenden greifbar.

Künftig wird auf dem Gebiet der EBW bei der DB Netz AG das Konzept "Netzweite automatische Ermittlung von Leistungskennwerten und Zugzahlen" mit dem Tool "LUKS-N: LeistungsUntersuchungen für Knoten und Strecken – Netzweit (VIA-Con)" bearbeitet. Ein kleiner Einblick in Ergebnisse aus der Test-Vorabversion des Tools rundeten den Vortrag ab.

Rund 25 Zuhörer aus dem Kreis der Studierenden sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TH Wildau lauschten den Ausführungen von Herrn Steinborn und beteiligten sich an der anschließenden Diskussion. Es freut die Veranstalter sehr, dass das neue Format des Webinars für das Kolloquium so gut angenommen wurde und damit wieder etwas "Normalität" und "sichtbare Wissenschaft im Transfer in die Fachöffentlichkeit und Gesellschaft" an der TH Wildau stattfinden konnte.

ML

Infrastrukturellen Herausforderungen für das hochautomatisiert fahrende ...Bereich öffnenBereich schließen

Infrastrukturellen Herausforderungen für das hochautomatisiert fahrende Busshuttle in Leipzig

Am 05.12.2019 durfte die TH Wildau Frau Dipl.-Ing. Luise Fitzthum und Herrn Dipl.-Ing. Tobias Matschek im Rahmen des XII. Verkehrswissenschaftlichen Kolloquiums begrüßen. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der TU Dresden sind im Institut für Verkehrstelematik tätig und beschäftigen sich mit Leitsystemen und Prozessautomatisierungen im Verkehrswesen.

In ihrem Vortrag über die „Infrastrukturellen Herausforderungen für das hochautomatisiert fahrende Busshuttle in Leipzig“ stellten sie das Projekt ABSOLUT vor. Kernpunkt des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung von automatisierten Busshuttles, die sich in den Verkehr und das ÖPNV-Angebot integrieren lassen und mit ortsüblichen Geschwindigkeiten unterwegs sein können. Die knapp 7 km lange Test- und Forschungsstrecke verläuft vom Leipziger Messegelände bis zum BMW-Werk und soll im später das Mobilitätsangebot für die Mitarbeiter rund um die Uhr bedarfsgerecht erweitern. Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein der zukünftigen Mobilität und wird durch Fördergeld des Bundes unterstützt.

Eine der größten Herausforderungen sind die Entwicklung und Zulassung des hochautomatisierten, selbstfahrenden Fahrzeuges. Während vergleichbare Shuttles mit Geschwindigkeiten bis 40 km/h fahren, müssen für Geschwindigkeiten darüber z. B. Bremsen, Fahrwerk und Lenkung angepasst werden. Darüber hinaus müssen auch bei hohen Geschwindigkeiten eine exakte Ortung, Wegerkennung und sicheres Fahren gewährleistet werden. Dazu muss das Fahrzeug fähig sein, mit der Infrastruktur und der Leitstelle kommunizieren zu können und die Anweisungen punkt- und zeitgenau zu befolgen. Infrastrukturseitig sind Fahrbahnmarkierungen und optische Wegpunkte für die Eigenortung des Fahrzeugs nötig.

Für die Verkehrssteuerung kommt zusätzlich zu den nicht-dynamischen Elementen eine qualitätsgerechte Lichtsignalsteuerung zum Einsatz. Hierbei werden unter Berücksichtigung der Betriebs- und Verkehrslage Lichtsignalanlagen flexibel geschaltet. Dies ermöglicht den Vorrang oder die Zurückhaltung von öffentlichen Verkehrsmitteln und trägt zur Verbesserung der allgemeinen Verkehrsqualität und des Verkehrsflusses bei.

Zusätzlich zu den Herausforderungen der Fahrzeugentwicklung und Infrastrukturgestaltung müssen gesetzliche Regelungen geschaffen und die Nutzerakzeptanz von autonomen Verkehrsmitteln erforscht und erhöht werden.

T. Huckfeldt / ML

Staatliche Aufsicht über die EisenbahnenBereich öffnenBereich schließen

Beim XI. Verkehrswissenschaftlichen Kolloquium Wildau am 07.11.2019 trug Dr. Ralph Fischer, Sachgebietsleiter im Eisenbahnbundesamt (EBA), zum Thema ,,Staatliche Aufsicht über die Eisenbahnen – im Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft sowie zwischen Fördern und Fordern“ vor.

Das EBA ist eine Bundesbehörde, die im Rahmen der Bahnreform 1994 geschaffen wurde, um bei der Liberalisierung des Eisenbahnsektors, und somit privaten Eisenbahnverkehrs- und Eisenbahninfrastrukturunternehmen, die Sicherheit des Verkehrsträgers Schiene staatlich zu beaufsichtigen. Nach §5a(1) des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) hat das EBA die Aufgabe, Gefahren abzuwehren, die beim Betrieb der Eisenbahn entstehen oder von den Betriebsanlagen ausgehen und Maßnahmen zu treffen, die zur Beseitigung festgestellter Verstöße und zur Verhütung künftiger Verstöße erforderlich sind. Beispielsweise bei reinen Service- Mängeln (z. B. Verspätungen) greift das EBA jedoch ausdrücklich nicht ein.

Konkret überprüft das EBA beispielsweise alle infrastrukturellen Anlagen, wie Stellwerke und Zugbeeinflussungsanlagen und erstellt bei vorhandenen Mängeln eine entsprechende Mängeldokumentation und wirkt auf die Abstellung der Mängel hin.

Eine weitere wichtige Aufgabe des EBA ist die Verwaltung aller staatlichen Haushaltsmittel, die für die Deutsche Bahn AG vorgesehen sind, insbesondere für Bau und Erhalt der Infrastruktur. Die Mittelfreigabe auf Antrag der Bahn liegt im Ermessen des Amtes.

Als illustrierendes Beispiel für das Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft sowie zwischen Fördern und Fordern ging Herr Dr. Fischer auf die Ereignisse der Krise bei der S-Bahn Berlin in den Jahren 2007-2009 ein. Er beleuchtete in diesem Themengebiet die Ursachen, wie technische Mängel am Fahrzeug, Bremstechnik, Wartungsintervalle und Laufleistung, aber auch die getroffenen Managemententscheidungen, die Kommunikation und die daraus resultierenden Herausforderungen aus Sicht des EBA, der S-Bahn Berlin GmbH, der Belegschaft und der Öffentlichkeit.

Insgesamt wurde aus den Ausführungen klar, wie wichtig eine staatliche Aufsicht über die Bahnen im Sinne der Sicherheit des Verkehrsträgers und damit die Arbeit des EBA insgesamt ist.

Dominique Ponsold + Redaktion VLP

Innovative Lösungen für die Herausforderung der Schnelllebigkeit von ...Bereich öffnenBereich schließen

Innovative Lösungen für die Herausforderung der Schnelllebigkeit von Infrastrukturdaten

Zum X. Verkehrswissenschaftlichen Kolloquium Wildau am 10. Oktober 2019 stellte Frau Alexandra Grefe, Fachgruppenleiterin der Railway Infrastructure Analysis der SIGNON Deutschland GmbH eine Möglichkeit vor, Bestandsdaten der Infrastruktur mit einem mobilen Messsystem einfach und kostengünstig digital zu erfassen.

Insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Einführung von ETCS sind die Anforderungen an aktuelle und verlässliche digitale Daten enorm gestiegen. Somit gilt es, mit entsprechenden modernen und genauen Messmethoden und Auswertungsverfahren stets ein aktuelles Infrastrukturabbild zu erzeugen. Die automatische Objekterkennung mittels Künstlicher Intelligenz bietet dabei eine Chance auf große Einsparpotentiale im Prozess der Datengenerierung.

Anhand von Beispielen zeigte Frau Grefe nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Grenzen, die das entsprechende Tool „SATengine“ der Signon GmbH aufweist.

ML

Smart Cargo Station – Güterumschlag versus BahnbetriebBereich öffnenBereich schließen

Smart Cargo Station – Güterumschlag versus Bahnbetrieb

Zum IX. Verkehrswissenschaftlichen Kolloquium Wildau konnten wir am 11. Juni 2019 Herrn Prof. Dr. Hans-Christoph Thiel, Lehrstuhlleiter Eisenbahnwesen der BTU Cottbus-Senftenberg bei uns begrüßen. Prof. Thiel stellte unter dem Titel "Smart Cargo Station – Güterumschlag versus Bahnbetrieb" eine Lösung für eine angepasste Technologie des Güterumschlags zwischen Straße und Schiene vor. Hauptgedanke dabei ist die Idee, Güter in Wechselbehältern (Containern) direkt am Hauptgleis wie Reisende in Züge "ein- und aussteigen" zu lassen. Durch horizontale Umschlagtechnik könnte auch die Oberleitung während des Umschlags in Betrieb bleiben. Einfache Prinzipien der "Schlüsselabhängigkeit" würden für eine Sicherung der Ladekante während der Zugein- und -ausfahrt sorgen und erst nach Stillstand des Zuges den Gefahrenbereich für Be- und Entladung freigeben. So ließe sich ein Cargo-Netzwerk mit zentralen Terminals und dezentralen Smart Cargo Stations aufbauen, was den Güterverkehr auf der Schiene wesentlich beschleunigen würde.

Wir danken Herrn Prof. Thiel für den interessanten und engagierten Vortrag.

Nach der Sommerpause wird das nächste Kolloquium im neuen Semester Anfang Oktober stattfinden.

ML

Konzept und Entwicklung des Bombardier BatterietriebzugesBereich öffnenBereich schließen

Konzept und Entwicklung des Bombardier Batterietriebzuges

Das Einsatzfeld und die technologische Entwicklung für Akku-Triebzüge wie den Talent 3 wurde von Michael Fohrer, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bombardier Transportation in Hennigsdorf und seinem Chefingenieur Stefan von Mach vorgestellt. Die Studierenden der Verkehrssystemtechnik und weiter interessierte Zuhöhrer konnten einen Einblick sowohl in die technische, als auch in die wirtschaftliche Sichtweise einer Neuentwicklung im Bahnsektor gewinnen.

Das große Interesse an diesem Thema zeigt ein entsprechender Newseintrag auf den zentralen Seiten der Hochschule: Zum Artikel der Hochschule

RE

3D Funknetzplanung von Raodside Units für C2X-Kommunikation entlang der ...Bereich öffnenBereich schließen

3D Funknetzplanung von Raodside Units für C2X-Kommunikation entlang der Straßeninfrastruktur

Am Dienstag den 02.04.2019 gab Herr Setzefand von der MRK Management Consultants GmbH im Rahmen unseres 7. Verkehrswissenschaftlichen Kolloquiums Einblicke in die Welt der Car2X-Kommunikation und der 3D-Funknetzplanung. Im Vordergrund standen die technischen und physikalischen Elemente der Kommunikation sowie die Analyse und Simulation von örtlichen Gegebenheiten. Neben z.B. der Einteilung von Korridoren und der Erfassung der dafür benötigten Netzabdeckungen wurde die 3D Modellierung des Geländes und der direkten Straßenumgebung zur Simulation der 3D Wellenausbreitung erläutert. Die vorgestellten Gelände- und 3D-Modelle konnten zusammen mit den Verfahren zur Simulation der Funkwellenausbreitung die physikalischen Zusammenhänge anschaulich verdeutlichen. Die Simulationen stellen die Basis für die Optimierung der Netzpläne und die Bestimmung von zukünftigen Standorten für die C2X-Infrastruktur.

T. Huckfeldt / R. Erdmann

"Vom Diesel- zum Batteriebus – aber wie?“ – Grundlagen, Nachladetechnologie, ...Bereich öffnenBereich schließen

Am Nikolaustag, 6. Dezember 2018 fand das VI. Verkehrswissenschaftliche Kolloquium Wildau an der TH Wildau statt. Zu Gast war Dr. Sven Klausner vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme, Dresden. Er widmete sich in seinem Vortrag der Frage „Vom Diesel- zum Batteriebus – aber wie?“ – Grundlagen, Nachladetechnologie, Kosten und Energieversorgung.

Der Weg zum vollelektrischen Linienbusbetrieb abseits von Oberleitungen führt über große Energiespeicher auf den Fahrzeugen oder über kleinere Energiespeicher mit einem Zwischenladen dieser an ausgewählten Haltestellen und Endpunkten. Die Nachladung erfolgt dabei mit hoher Leistung an Endhaltestellen oder/und parallel zum Fahrgastwechsel. Herr Dr. Klausner stellte dafür ausgewählte technische Details der erstmaligen Umsetzung des sich zwischenzeitlich zum Standard entwickelnden Nachladekonzeptes der Gelegenheitsladung (Opportunity Charging) für öffentliche Nahverkehrsbusse im regulären Linieneinsatz vor. Er ging dabei auf die ingenieurtechnische Herangehensweise zur Problemlösung, auf die Skizzierung erarbeiteter Lösungen für benötigte Schlüsselkomponenten und die erreichten Projektergebnisse der Praxiserprobung „EDDA-Bus“ ein.

Im Ausblick stellte Herr Dr. Klausner weitere Lösungen und Konzepte für automatisierte Schnellladetechnologie und innovative, gemeinsame Energieversorgung für Stadtbahnen und Batteriebusse aus Bestandsinfrastruktur (GUW+) vor.

Konzeption einer Inbetriebnahme eines Projektes im Bereich der DB Netz AGBereich öffnenBereich schließen

Zum V. Verkehrswissenschaftlichen Kolloquium Wildau am 8. November 2018 war Herr Marko Bongé vom Ingenieurbüro Dr. Graband & Partner GmbH, Berlin eingeladen, um über die Konzeption einer Inbetriebnahme eines Projektes im Bereich der DB Netz AG zu sprechen.

Große Verkehrsprojekte, hier speziell im Bereich der Infrastruktur bei Eisenbahnen und der Eisenbahnsicherungstechnik, erfordern neben Planung und Ausführung auch den kritischen Schritt der Überführung in den Betrieb – die Inbetriebnahme. Was wie selbstverständlich und einfach klingt, erfordert im Detail und gerade bei Großprojekten besonderes Know-How und auch Fingerspitzengefühl, wie Herr Bongé anschaulich darstellte.

Er ging im Vortrag zuerst auf den Stellenwert der Inbetriebnahme innerhalb eines Projektes und die Komplexität einer Inbetriebnahme ein. Eine Vielzahl an Verantwortlichen sind zu beteiligen und zu koordinieren. Die einzelnen Inbetriebnahmeschritte sind zu planen und zu terminieren, die Umsetzung ist zu überwachen und zu protokollieren. Am Beispiel der schrittweisen Inbetriebnahme des Großprojekts ESTW Celle (Unterzentrale Celle inklusive Außenstationen) verdeutlichte Herr Bongé seine Ausführungen.

Auf dem Weg zum Automatisierten Fahren - Erfahrungen aus dem Projekt FASSI 4.0Bereich öffnenBereich schließen

Im Wintersemester 2018/19 eröffnete Herr Hendrik Ammoser vom IFB Institut für Bahntechnik GmbH, Berlin am 18.10.2019 die über das gesamte Semester laufende Vortragsreihe Verkehrswissenschaftliches Kolloquium Wildau mit einem Vortrag zum Thema Fahrerassistenz bei der Bahn.

Im Projekt "FASSI 4.0" soll das Fahrerassistenzsystem FASSI zum energiesparenden Fahren für Schienenfahrzeuge zu einem Assistenz- und Automatisierungssystem weiterentwickelt werden, welches dann auf dem Testfeld der DB Erzgebirgsbahn praktisch erprobt wird. Ziel hierbei ist es, typische Funktionen eines Triebfahrzeugführers, wie die Signal- und Hinderniserkennung sowie die Fahrzeugbedienung und Geschwindigkeitssteuerung, zunehmend zu automatisieren und bei Nachweis der Betriebstauglichkeit die Funktionen systematisch weiterzuentwickeln.

Als großen Rahmen charakterisierte Herr Ammoser in seinem Vortrag den „Weg zum Automatischen Fahren“ und stellte dann im Detail die Projektziele des Projekts „Fassi 4.0“ vor. heirbei geht es neben der Entwicklung eines Assistenz- und Automatisierungs-Systems für Anwendungen im SPNV, welches EBO-konform integriert ist und vorhandene Leit- und Sicherungstechnik nutzt („ATO over PZB“) auch um die Nachrüstung eines entsprechenden Eisenbahnfahrzeugs (VT 642) mit einem solchen Pilotsystem. Dabei soll das Fahrzeug im Erprobungsbetrieb und im normalen Kundenverkehr eingesetzt werden, was die Anforderungen ab das Pilotsystem deutlich verschärft. Mit der Erprobung im Testfeld bei der Erzgebirgsbahn soll neben Erfahrungsaufbau und stetiger Verbesserung der Lösung auch der Weg für die Zulassung grundlegender Technologien geebnet werden.

Gefahr im VerZuG am Gleis?Bereich öffnenBereich schließen

Das III. Verkehrswissenschaftliche Kolloquium Wildau bestritt am 08. Juni 2018 Herr um Lutz Langerwisch vom ASCI Systemhaus GmbH, Berlin mit dem spannenden Titel „Gefahr in VerZuG am Gleis?“. Der Vortragstitel führte direkt zum vorgestellten Projekt ZuG (Zustandsüberwachung des Gleisumfeldes mittels Generierung und Analyse von 3D-Videodaten). Dies ist ein vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Programms mFund gefördertes Projekt. Mit der Umsetzung soll bei einem autonom durchgeführten Schienenverkehr ermöglicht werden, dass auch im Gleisumfeld die gleiche Sicherheit, wie bei einem Fahrbetrieb mit einem Triebfahrzeugführer gewährleistet wird. Gleichzeitig wird mit diesem Projekt die Digitalisierung in diesem Teilbereich der Infrastrukturinstandhaltung vorangetrieben.

Im Projekt ZuG werden Videoaufzeichnung während der autonomen Fahrt eines Eisenbahnfahrzeugs in einer Zweitverwertung zur Erkennung von Gefahren im Gleisumfeld verwendet. Dabei wird in vier Schritten vorgegangen. 1. das Speichern der Videodaten auf dem Fahrzeug, 2. das Berechnen von 3D-Modellen der Infrastruktur, 3. ein Vergleich aktuell berechneter Modelle mit historischen Daten und die Ableitung von Gefährdungen und 4. das Auslösen eines Instandhaltungsprozesses.

Die Firma ASCI ist in diesem Projekt zur Gleisumfeldbeobachtung mit dem Arbeitspaket zur Auswertung des Instandhaltungsbedarfs und zu Werkzeugen zur Entscheidungsunterstützung betraut. Anhand von Testdaten und –videos zeigte Herr Langerwisch sehr anschaulich, welche Herausforderungen im Projekt zu lösen sind, um auf einer Teststrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg (Erzgebirgsbahn) erste Praxisdaten generieren zu können.

Daneben gab Herr Langerwisch Einblicke in das Projektmanagement für dieses Projekt aus der Sicht eines KMU (Klein- und Mittelständige Unternehmen).

Clever Shuttle - Elektrische On-Demand Tür-zu-Tür-Mobilität - Wie Straßenver...Bereich öffnenBereich schließen

Wie kann Straßenverkehr effizienter gestaltet werden? Wie kann elektrische On-Demand Tür-zu-Tür-Mobilität dabei helfen? Diesen Fragen stellten sich Frau Sarah Hartmann und Herr Jens Müller von der GHT Mobility GmbH, Berlin (besser bekannt unter dem Produktnamen des on-demand Angebots CleverShuttle) im Rahmen des zweiten Verkehrswissenschaftlichen Kolloquiums Wildau am 4. Mai 2018 an der TH Wildau.

CleverShuttle als Pionier im deutschen RideSharing-Markt bietet Beförderungsleistungen in kleinen Fahrzeugen ähnlich einem Taxi, jedoch als geteilte (sharing/pooling) Fahrten mit anderen Fahrgästen mit ähnlichen Routen. Ein Algorithmus stellt ähnliche Fahrtrouten zusammen und sorgt für eine hohe Auslastung der Fahrzeuge bei minimalen Umwegen – und damit auch für günstigere Preise für den Fahrgast. Dabei fährt CleverShuttle ausschließlich mit Elektrofahrzeugen und ist damit im Betrieb CO2-neutral unterwegs.

Die Referenten stellten nicht nur das System des RideSharing vor, sondern gaben auch Einblicke in die entsprechende App sowie Hintergründe bei der Umsetzung in ihrem noch jungen und dynamischen Unternehmen.

Echtzeitdaten im ÖPNV/SPNV = Steuerung von VerkehrsströmenBereich öffnenBereich schließen

Das erste Verkehrswissenschaftliche Kolloquium Wildau fand am 06. April 2018 in den Räumen der Technischen Hochschule Wildau statt. Unter der Leitung von Prof. Martin Lehnert aus dem Studiengang Verkehrssystemtechnik sollen künftig in diesem Format an etwa drei Terminen je Semester erfahrene Referenten aus der verkehrlichen Praxis Einblicke in spannenden Entwicklungs- und Forschungsthemen ihrer Unternehmen geben.

Den Start im Sommersemester 2018 gestaltete Herr Thomas Rau von der Interautomation Deutschland GmbH, Berlin. Er betrachtete unter dem Titel „Echtzeitdaten im ÖPNV/SPNV = Steuerung von Verkehrsströmen?“ verschiedene Felder der Betriebssteuerung von Verkehrsunternehmen, in denen Echtzeitdaten zum Einsatz kommen. Am Beispiel der automatischen Fahrgastzählung (AFZ) erläuterte Herr Rau den Unterschied zwischen Zustandsdaten und Daten des Soll-Ist-Vergleichs sowie als konkretes Entwicklungsthema den Weg zu einer Onlinebesetzungsanzeige für Züge im VBB-Verbundgebiet. Auch auf die entsprechenden Phasen des Projektmanagements, beginnend mit der Projektidee und –skizze, über Angebot und Auftrag bis hin zur Projektdurchführung und dem Projektabschluss ging Herr Rau ein.

Am Ende resümierte Herr Rau: „Der ÖPNV/SPNV hat vielerlei Echtzeitdaten zu bieten, deren Potentiale gerade in Bezug auf die Verkehrssteuerung noch erschlossen werden müssen und zunehmend erschlossen werden.“

Wir danken Herrn Rau für diesen informativen und ebenso praxisnehmen Auftakt zu unserer Vortragsreihe.

Anmeldung Verkehrswissenschaftliches Kolloquium Wildau

01.12.2021 | 16.00 - 18.00 Uhr
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	Prof. Dr.-Ing. Ralf Kohlen

Kontakt - Vorschläge für interessante Themen sind willkommen! Prof. Dr.-Ing. Ralf Kohlen Prof. Dr.-Ing. Ralf Kohlen

Tel.: +49 3375 508 958
Mobil-Tel.: +49 1516 8105808
Mail: ralf.kohlen@th-wildau.de
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