Damit alle den Weg finden: Neue Beschilderung für barrierefreie Infrastruktur
Zum Semesterstart sorgen neue Wegweiser dafür, dass barrierefreie Angebote auf dem Campus sichtbarer sind. Was als Impuls aus einer Inklusionsausstellung und dem Feedback vieler Hochschulangehöriger begann, entwickelte sich zu einem nachhaltigen Projekt für mehr Orientierung und gelebte Inklusion. Initiiert vom Karrierezentrum für professorale Entwicklung (KpE) steckt hinter den neuen Schildern mehr, als man auf den ersten Blick vermutet, berichtet Ilona Kunkel. +++ English version below: New signage for accessible infrastructure +++
Ob Sie ganz neu an der TH Wildau sind, oder gerade frisch zurückgekehrt aus der Semesterpause – beim Gang über den Campus dürfte Ihnen etwas auffallen: Pünktlich zum Semesteranfang wurde auf dem Campus an zentralen Stellen und in den Gebäuden eine neue Beschilderung angebracht. Die neuen Wegweiser und Schilder sollen einheitlich und gut sichtbar auf die barrierefreie Infrastruktur in den Hochschulgebäuden hinweisen. Das betrifft barrierefreie Eingänge, die Tastöffner der Automatiktüren und die barrierefreien Toiletten.
Wie es dazu kam? Für den Auftakt dieses Projekts müssen wir zurückschauen in den Dezember 2024. Damals holte das Karrierezentrum für professorale Entwicklung (KpE) die Wanderausstellung „Weil Vielfalt fetzt“ an die TH Wildau – eine Ausstellung zum Thema Inklusion. Von Anfang an war es dem KpE ein Anliegen, dass die Ausstellung auch einen nachhaltigen inklusionsfördernden Effekt für den Campus hat. Aus diesem Anliegen wurde schnell eine konkrete Idee! Hierfür waren auch die vielen Rückmeldungen zur Ausstellung sehr hilfreich, denn Hochschulangehörigen und Besucher*innen gleichermaßen fiel auf unserem Campus deutlich auf: An der TH Wildau ist bereits viel barrierefreie Infrastruktur vorhanden, es gibt Automatiktüren und barrierefreie WCs – doch sind diese nicht immer ausgeschildert.
Besonders herausfordernd gestaltete sich die Lage in Halle 14, einem zentralen Hochschulgebäude, das häufig für Events genutzt wird. Das barrierefreie WC war nicht ausgeschildert und auch die Wegweisung zu den Damen-, Herren- sowie All-Gender-WCs und der Wickelmöglichkeiten war undeutlich.
Feedback nach Inklusionsausstellung bewirkt Veränderung
Bestärkt durch die vielen Rückmeldungen wird die Idee des KpE 2025 nun also umgesetzt: in sehr konstruktiver Zusammenarbeit mit Jörn Tryonadt und seinem Sachgebiet Bauangelegenheiten und Technischer Dienst beginnt das Projekt einer neuen Beschilderung der barrierefreien Infrastruktur.
Dabei war die Einheitlichkeit und Wiedererkennbarkeit nur einer von mehreren Aspekten, die es zu berücksichtigen galt. Wichtig war den Beteiligten darüber hinaus auch die Barrierefreiheit der Wegweiser selbst. Sind die Symbole und Schriftzüge gut erkennbar und leserlich? Welche Vorgaben oder Bedarfe gibt es hinsichtlich Farben, Schrifttypen, Kontrasten, und auf welcher Höhe sollten die Schriftzüge angebracht sein, damit auch eine Person, die einen Rollstuhl nutzt, gut lesen kann? Bei diesen und weiteren wichtigen Fragen beriet seit seinem Amtsantritt im April 2025 auch tatkräftig der Diversitymanager Ray Trautwein.
Wichtiger Prüfstein der Entwürfe war auch die Verständlichkeit. Personen, die an der TH Wildau studieren oder arbeiten, wissen mit der Zeit, wo sich die für sie relevanten Zugänge und Toiletten befinden. Doch als Hochschulstadt heißen wir auf dem Campus auch täglich externe Besucher*innen willkommen und stehen der Stadtbevölkerung offen. Wie schnell orientieren sich diese Gäste auf unserem Campus und finden eine passende Toilette, wenn sie eine suchen?
Neue Schilder, mehr Teilhabe
All diese Überlegungen flossen in die Entwürfe ein. Die neue Beschilderung wurde von der Firma Nowka+Forster GmbH umgesetzt und leistet nun einen wichtigen Beitrag zu echter Partizipation und zu unserem lebenswerten Campus in Wildau. Das KpE sagt Danke! Ohne die konstruktive Auseinandersetzung seitens der Hochschulgemeinschaft wäre die Idee nicht entstanden und ohne die Zusammenarbeit mit dem SG Bauangelegenheiten und Technischer Dienst sowie dem Diversitätsmanagement wären die Schilder nicht auf dem Campus zu sehen. Ein gemeinsam vollbrachtes, nachhaltig wertvolles Ergebnis für uns alle!
English: New signage for accessible infrastructure: so everyone finds their wayBereich öffnenBereich schließen
At the start of the semester, new directional signs are making accessible facilities on the campus more visible. What began as an initiative sparked by an inclusion exhibition and feedback from many members of the university community has evolved into a long-term project aimed at improving wayfinding and fostering active inclusion. Initiated by the Career Center for Faculty Development (KpE), there is more to the new signs than meets the eye, reports Ilona Kunkel.
Whether you’re brand new at TH Wildau or just back from the semester break—as you walk across the campus, you’re likely to notice something: Just in time for the start of the semester, new signage has been installed at central locations on the campus and inside the buildings. The new directional signs and markers are designed to provide consistent and clearly visible guidance to the accessible infrastructure within the university buildings. This includes accessible entrances, the touch-sensitive openers for automatic doors, and accessible restrooms.
How did this come about? To kick off this project, we have to look back to December 2024. At that time, the Career Center for Professorial Development (KpE) brought the traveling exhibition “Because Diversity Rocks” to TH Wildau—an exhibition on the topic of inclusion. From the very beginning, the KpE was committed to ensuring that the exhibition would also have a lasting, inclusion-promoting effect on the campus. This commitment quickly turned into a concrete idea! The extensive feedback on the exhibition was also very helpful in this regard, as both university members and visitors alike clearly noticed on our campus: There is already a great deal of accessible infrastructure at TH Wildau, there are automatic doors and accessible restrooms—but these are not always signposted.
The situation in Hall 14, a central university building frequently used for events, proved particularly challenging. The accessible restroom was not signposted, and the signage for the women’s, men’s, and all-gender restrooms, as well as the baby-changing facilities, was unclear.
Feedback Following Inclusion Exhibition Brings About Change
Encouraged by the extensive feedback, the Kpe 2025 initiative is now being implemented: in very constructive collaboration with Jörn Tryonadt and his Department of Construction Facility Management and Technical Services, the project to redesign the signage for the accessible infrastructure is underway.
In this process, uniformity and recognizability were just two of several aspects that needed to be considered. The accessibility of the signs themselves was also important to those involved. Are the symbols and lettering clearly recognizable and legible? What are the specifications or requirements regarding colors, fonts, and contrast, and at what height should the lettering be placed so that a person using a wheelchair can read it easily? Diversity Manager Ray Trautwein has also been actively advising on these and other important questions since taking office in April 2025.
Comprehensibility was also a key criterion for the designs. People who study or work at TH Wildau eventually know where the entrances and restrooms relevant to them are located. But as a university town, we also welcome external visitors to the campus every day and are open to the local community. How quickly can these guests find their way around our campus and locate a suitable restroom when they need one?
New signs, more participation
All these considerations were incorporated into the designs. The new signage was implemented by the company Nowka+Forster GmbH and now makes an important contribution to genuine participation and to our livable campus in Wildau. The KpE says thank you! Without the constructive engagement of the university community, the idea would never have emerged, and without the collaboration with the SG Bauangelegenheiten und Technischer Dienst (Building Affairs and Technical Services) and Diversity Management, the signs would not be visible on the campus. A jointly achieved, sustainably valuable result for all of us!
Fachliche Ansprechpersonen
Dr. phil. Ilona Kunkel
Präsidium
Projektmitarbeiterin Diversitätssensibles Marketing, Karrierezentrum für professorale Entwicklung
Tel.: +49 3375 508 675
Mail: ilona.kunkel@th-wildau.de
Web: https://www.th-wildau.de/karrierezentrum
Haus 13, Raum 038
Diplom-Ingenieur (FH) Jörn Tryonadt
Sachgebiet Bauangelegenheiten, Technischer Dienst
Tel.: +49 3375 508 143
Mail: joern.tryonadt@th-wildau.de
Haus 13, Raum 109
Redaktionelle Ansprechperson
Bettina Rehmann
Zentrum für Hochschulkommunikation
Interne/Externe Kommunikation
Tel.: +49 3375 508 354
Mail: bettina.rehmann@th-wildau.de
Web: http:www.th-wildau.de/interne-kommunikation
Haus 21, Raum A102