Lego-Roboter für wissenschaftliche Problemstellungen: Ein Tag als Juror bei der First-Lego-League
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Lego-Roboter für wissenschaftliche Problemstellungen: Ein Tag als Juror bei der First-Lego-League

Technikbegeisterte Kinder und Jugendliche traten Ende Februar in 15 Teams unter dem diesjährigen Motto „Unearthed“ in der letzten Qualifikationsrunde der First Lego League (FLL) an, um mit ihren selbstgebauten Robotern und innovativen Forschungsprojekten die Fachjury zu überzeugen. Zum ersten Mal war die TH Wildau Austragungsort. Und zum ersten Mal war auch Sebastian Stoye als Juror mit dabei. Er berichtet, womit ihn die Kids besonders begeisterten. +++ English version below +++

Zwischen Klemmbausteinen und komplexen Algorithmen

Für mich war dieser Tag eine Premiere: Das erste Mal als Jurymitglied dabei, mitten im Geschehen. Der Tag startete früh um 8 Uhr und war von Beginn an geprägt von einer fast greifbaren Energie. Ohne lange Vorbereitungszeit ging es direkt in die Vollen. Die Herausforderung war groß, denn jede Gruppe verdient eine gerechte und gleichermaßen aufmerksame Bewertung.

Glücklicherweise stand mir eine erfahrene Gruppe zur Seite. In Teams von vier Personen, davon jeweils zwei mit langjähriger FLL-Erfahrung, wurden die Projekte unter die Lupe genommen.

Besonders beeindruckend war dabei das digitale Bewertungssystem. Es strukturierte den Prozess so effizient wie möglich, sodass wir uns voll und ganz auf die Präsentationen der Teilnehmenden konzentrieren konnten.

Und diese Präsentationen hatten es in sich: Von ausgeklügelten mechanischen Lösungen bis hin zu tiefgreifenden Überlegungen zu ökologischen und technischen Fragestellungen zeigten die Jugendlichen eine beeindruckende Tiefe in ihrer Arbeit.

Punktesammeln mit Präsentation und Roboter-Game

Dabei lief jede Präsentation in etwa gleich ab. Sie bestand aus 2 Teilen: dem Forschungsteil und dem Roboterdesign. Ausgehend vom Motto des diesjährigen Wettbewerbs „Unearthed" hatten die Teams ihre Lego-Roboter bereits für spezielle Aufgaben gebaut und sich ein Thema aus dem Motto in langer Vorbereitungszeit erarbeitet. Ein Team in meiner Juryrunde hatte ein digitales Kartierungssystem für geologische Funde erarbeitet. Zusammen mit Fachexperten, also bspw. Professor*innen aus Hochschulen mit geologischen Studiengängen, hatten sie den Bedarf erkannt, dass es aktuell kein geeignetes System gibt, um geologische Funde nach speziellen Kriterien zu kategorisieren und diese digital, mit Fotos und allen relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen. Innerhalb der 5-minütigen-Präsentation stellten sie das Projekt vor. Anschließend stellten sie ihre Lego-Roboter vor, ebenfalls in 5 Minuten, und wie sie die von der First-Lego-League definierten Aufgaben lösen sollten. Wichtig: Zwischen Forschungsteil (hier: dem Kartierungssystem) und den Roboteraufgaben gab es keinen Zusammenhang. Es waren unterschiedliche Aufgaben, die aber jeweils zum gemeinsamen Motto gehörten.

Nach jedem Präsentationsteil hatten wir als Jury ca. 15 Minuten Zeit, unsere Bewertungen in das Bewertungssystem einzugeben. Und kurz danach wartete bereits die nächste Gruppe auf ihren Auftritt.

Motivation als Kernaufgabe der Jury

Als Juror nimmt man an so einem Tag eine Doppelrolle ein. Einerseits gilt es, die Projekte nach den festen Kriterien Forschung (qualitativ hochwertige Forschung, innovative Lösungen, kreative Präsentation), Roboterdesign (innovatives, robustes Design, kreative & effiziente Programmierung) und Grundwerte (größte Begeisterung, besten Sportsgeist, außergewöhnlichen Respekt) fair zu bewerten, andererseits ist man Motivator. Auch wenn der Wettbewerbscharakter im Vordergrund steht, sieht man den Teilnehmenden die Mischung aus Vorfreude und Lampenfieber deutlich an. Unser Ziel war es daher, stets positives Feedback zu geben und den Forschergeist zu bestärken.

Der Zeitplan war straff – von 8 bis 18 Uhr gab es kaum Zeit für eine Mittagspause. Doch die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen entschädigte für die Anstrengung. Ein besonderes Highlight für mich persönlich: Ein Team aus meiner Jurygruppe konnte nicht nur einen Pokal für die Grundwerte mit nach Hause nehmen, sondern sicherte sich in der Gesamtwertung den hervorragenden zweiten Platz. Damit qualifizierten sie sich für das große Finale in Leipzig Mitte April. Den Gesamtsieg und den Titel „Champion“ sicherte sich das Team „MANOSapiens“.

Ein Event mit Strahlkraft für die Region

Dass Lego weit mehr als nur ein Kinderspielzeug ist, wurde an diesem Tag an der TH Wildau mehr als deutlich. Es ist ein Werkzeug, um komplexe Probleme zu verstehen und spielerisch Lösungen zu entwickeln. Unterstützt wurde das Event unter anderem durch das Hasso-Plattner-Institut (HPI) und das Fraunhofer IEG, was die Bedeutung dieser Nachwuchsförderung für die IT- und Techniklandschaft unterstreicht. Auch die Verpflegung durch Partner wie die Techniker Krankenkasse sorgte dafür, dass die Teilnehmenden und Gäste bei Kräften blieben.

Für den Campus der TH Wildau war die First-Lego-League ein voller Erfolg. Die Verbindung aus akademischem Umfeld, jugendlicher Kreativität und technischer Präzision schuf eine Atmosphäre, die hoffentlich nicht zum letzten Mal in dieser Form in Wildau zu erleben war. Es war eine großartige Gelegenheit, Technik aus einer völlig neuen Perspektive zu begegnen und zu sehen, mit wie viel Herzblut die nächste Generation an die Herausforderungen von morgen herangeht.

Lego robots for scientific challenges: A day as a judge at the First Lego LeagueBereich öffnenBereich schließen

At the end of February, 15 teams of tech-savvy children and teenagers competed in the final qualifying round of the First Lego League (FLL) under this year’s theme ‘Unearthed’, aiming to impress the expert judging panel with their self-built robots and innovative research projects. For the first time, TH Wildau hosted the event. And for the first time, Sebastian Stoye was also there as a judge. He reports on what particularly impressed him about the kids.

Between building blocks and complex algorithms

For me, this day was a first: my first time as a jury member, right in the thick of things. The day started early at 8 am and was characterised from the outset by an almost palpable energy. Without much time for preparation, we got straight down to business. It was a major challenge, as every group deserves a fair and equally attentive assessment.

Fortunately, I had an experienced team at my side. Working in teams of four, two of whom had many years of FLL experience, we scrutinised the projects. The digital evaluation system was particularly impressive. It structured the process as efficiently as possible, allowing us to concentrate fully on the participants’ presentations.

And these presentations were something else: from ingenious mechanical solutions to in-depth considerations of ecological and technical issues, the young people demonstrated impressive depth in their work.

Earning points through presentations and a robot game

Each presentation followed a similar format. It consisted of two parts: the research section and the robot design. Based on this year’s competition theme, ‘Unearthed’, the teams had already built their Lego robots for specific tasks and, during a long period of preparation, had developed a topic inspired by the theme. One team in my judging panel had developed a digital mapping system for geological finds. Together with subject experts, such as professors from universities offering geology degree programmes, they had identified the need for a system to categorise geological finds according to specific criteria and make them available digitally, complete with photos and all relevant information. They presented the project during the 5-minute presentation. They then presented their Lego robots, also in 5 minutes, and explained how they intended to solve the tasks defined by the First Lego League. Important: There was no connection between the research component (in this case, the mapping system) and the robot tasks. These were different tasks, but each belonged to the shared theme.

After each presentation, we as the jury had around 15 minutes to enter our scores into the scoring system. And shortly afterwards, the next group was already waiting for their turn.

Motivation as the jury’s core task

As a judge, you take on a dual role on a day like this. On the one hand, you must fairly assess the projects according to the set criteria of research (high-quality research, innovative solutions, creative presentation), robot design (innovative, robust design, creative & efficient programming) and core values (greatest enthusiasm, best sportsmanship, exceptional respect); on the other hand, you act as a motivator. Even though the competitive aspect is at the forefront, you can clearly see the mixture of anticipation and stage fright in the participants. Our aim was therefore always to give positive feedback and to encourage their spirit of discovery.

The schedule was tight – from 8 am to 6 pm, there was barely time for a lunch break. Yet the enthusiasm of the children and young people made up for the effort. A particular highlight for me personally: a team from my jury group not only took home a trophy for the core values but also secured an excellent second place in the overall standings. This qualified them for the grand final in Leipzig in mid-April.

The overall victory and the title of “Champion” went to the “MANOSapiens” team.

An event with a positive impact on the region

It became abundantly clear on this day at TH Wildau that Lego is far more than just a children’s toy. It is a tool for understanding complex problems and developing solutions in a playful way. The event was supported by, among others, the Hasso Plattner Institute (HPI) and Fraunhofer IEG, which underlines the importance of this promotion of young talent for the IT and engineering landscape. Catering provided by partners such as Techniker Krankenkasse also ensured that participants and guests remained energised.

For the TH Wildau campus, the First Lego League was a resounding success. The combination of an academic environment, youthful creativity and technical precision created an atmosphere that we hope will not be the last of its kind in Wildau. It was a fantastic opportunity to encounter engineering from a completely new perspective and to see the passion with which the next generation is tackling the challenges of tomorrow.

Redaktionelle Ansprechperson


    Sebastian Stoye

Sebastian Stoye

Zentrum für Hochschulkommunikation
Interne Kommunikation & Referent der Präsidentin

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Mail: sebastian.stoye@th-wildau.de
Web: https://www.th-wildau.de/interne-kommunikation/
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Präsidium: https://www.th-wildau.de/hochschule/praesidium

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