Kooperative Promotion
Die TH Wildau hat als Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) kein eigenes Promotionsrecht. Stattdessen besteht die Möglichkeit einer kooperativen Promotion als ein gemeinsames Promotionsverfahren zwischen der TH Wildau und einer Universität (regional, national oder international). Dabei ist in der Regel die erstbetreuende Person an der Universität und die zweitbetreuende Person an der TH Wildau tätig. Es erfolgt demnach eine gemeinsame Betreuung des Promotionsvorhabens, das in der Regel an der TH Wildau praktisch durchgeführt wird. Eine kooperative Promotion wird formal durch die Promotionsordnung der entsprechenden Fakultät der kooperierenden Universität geregelt. Die Zulassung, Durchführung und Abschluss der Promotion sind somit an der Universität geregelt. Die Promotionsordnung regelt ggf. auch zusätzliche Anforderungen für Absolvent*innen von HAWs, beispielsweise ergänzende Qualifizierungsmaßnahmen.
An der TH Wildau werden kooperative Promotionen regelmäßig durchgeführt und sind seit Jahren gut etabliert. Derzeit sind mehr als 40 laufende Promotionsverfahren an der TH Wildau bekannt (Stand September 2026). Dazu bestehen über die Professor*innen der TH Wildau in den jeweiligen Fachdisziplinen Kontakte zu entsprechenden Universitäten. Zudem unterhält die TH Wildau langfristige Kooperationsvereinbarungen mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (Link) sowie mit der University of Rome Tor Vergata in Rom/Italien (Link), um gemeinsame Promotionsvorhaben zu unterstützen und den Zugang qualifizierter Wissenschaftler*innen der TH Wildau zu dortigen Promotionsverfahren zu fördern.
Stehen Promotionsthema sowie Erst- und Zweitbetreuer*innen fest, empfehlen wir die Erstellung einer Betreuungsvereinbarung, in der die Rechte und Pflichten der promovierenden Person und der Betreuer*innen geregelt sind. Eine Vorlage mit Mindeststandards zur individuellen Anpassung finden Sie hier (Link).
Wir empfehlen zudem die Verwendung eines Pomotionslogbuchs. Es dient der kontinuierlichen, transparenten Dokumentation der Promotionsaktivitäten. Insbesondere werden im Logbuch Betreuungsgespräche und Vereinbarungen zwischen Promovierenden und Betreuenden, Teilnahmen an Veranstaltungen und Workshops sowie Lehr- und Publikationstätigkeiten und Weiterbildungsmaßnahmen festgehalten. Das Promotionslogbuch dient der eigenen Reflexion des Promotionsfortschritts. Somit können Entwicklungsschritte regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden. Eine Vorlage zur individuellen Anpassung finden Sie hier (Link).