125 Jahre Lokomotiven aus Wildau – ViNN:Lab unterstützt Ausstellung mit moderner Fertigungstechnik und Virtual Reality

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20. Juli 2026 | Sören Schölecke

125 Jahre Lokomotiven aus Wildau – ViNN:Lab unterstützt Ausstellung mit moderner Fertigungstechnik und Virtual Reality

People at an exhibition and demonstrations of a VR headset.
Ausstellung „125 Jahre Lokomotiven aus Wildau“ im Volkshaus Wildau.

Am 10. April 2026 wurde im Volkshaus Wildau die Ausstellung „125 Jahre Lokomotiven aus Wildau“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung würdigt die bedeutende Rolle Wildaus als Industriestandort und erinnert an die erste vollständig in Wildau gefertigte Lokomotive, die am 13. April 1901 ausgeliefert wurde. Zahlreiche Exponate, historische Dokumente und interaktive Elemente luden Besucher*innen dazu ein, in die Geschichte des Wildauer Lokomotivbaus einzutauchen.

Das ViNN:Lab (Venture Innovation Lab) der Technischen Hochschule Wildau unterstützte die Ausstellung in vielfältiger Weise und brachte dabei moderne Fertigungs- und Digitalisierungstechnologien in das Projekt ein.

Bereits im Vorfeld wurden im ViNN:Lab zahlreiche großformatige Plakate und Informationstafeln für die Ausstellung produziert. Die Drucke wurden zugeschnitten und teilweise auf Kunststoffplatten aufgebracht, um eine hochwertige und langlebige Präsentation der Ausstellungsinhalte zu ermöglichen.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung war die Präsentation einer historischen Dampflokomotive in Virtual Reality. Grundlage hierfür bildete ein 3D-Modell einer Lokomotive der preußischen Bauart T3, das im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des ViNN:Lab und der Ortschronist*innen Wildau erstellt wurde. Dafür wurde eine im Deutschen Technikmuseum Berlin erhaltene Lokomotive mit modernster 3D-Scan-Technologie digitalisiert und für eine Virtual-Reality-Anwendung aufbereitet. Im Rahmen der Ausstellung wurde das digitale Modell mithilfe einer VR-Brille vorgeführt und ermöglichte den Besucher*innen einen Eindruck davon, wie historische Objekte durch moderne Technologien digital erfasst und erlebbar gemacht werden können.

Auch verschiedene Ausstellungsobjekte und Give-aways entstanden im ViNN:Lab. Auf Basis einer historischen Originalzeichnung der ersten in Wildau gefertigten Lokomotive wurden zunächst digitale CAD-Modelle erstellt. Daraus entstanden dekorative Lesezeichen sowie Schlüsselanhänger, die anschließend im 3D-Druckverfahren hergestellt wurden und den Besucher*innen ein Stück Wildauer Industriegeschichte zum Mitnehmen boten. Ergänzend entstand im ViNN:Lab eine Ausstechform in Form der historischen Lokomotive. Zur Vernissage wurden damit gebackene Lokomotiv-Plätzchen gereicht und sorgten für eine kreative Ergänzung der Ausstellung.

Für die in der Ausstellung gezeigten Deutschland-, Europa- und Weltkarten fertigte das ViNN:Lab zudem zahlreiche kleine Stecknadeln im 3D-Druck an. Diese markieren die Standorte der heute noch erhaltenen Lokomotiven aus Wildauer Produktion. So werden die weltweit verteilten 224 Standorte sichtbar, an denen sich die heute museal erhaltenen Lokomotiven befinden.

Begleitend zur Ausstellung fanden mehrere Workshops mit Grundschulklassen aus der Region statt. Dabei erhielten die Schüler*innen spannende Einblicke in die Geschichte des Lokomotivbaus in Wildau und konnten anschließend selbst kreativ werden. Im Rahmen der Workshops gestalteten sie eigene kleine Lokomotiven und lernten gleichzeitig moderne Fertigungstechnologien kennen. Besonders großes Interesse weckten dabei die Vorführungen des Lasercutters und der 3D-Drucker. Die Maschinen wurden nicht nur erklärt und demonstriert – unter Anleitung durften die Kinder teilweise sogar selbst mit den Geräten arbeiten und so praktische Erfahrungen mit digitalen Fertigungstechnologien sammeln. Auf diese Weise entstand eine spannende Verbindung zwischen historischer Ingenieurskunst und modernen Technologien.

Die Ausstellung „125 Jahre Lokomotiven aus Wildau“ zeigt eindrucksvoll, wie regionale Industriegeschichte mithilfe moderner Technologien neu erlebbar gemacht werden kann. Das ViNN:Lab freut sich, dieses besondere Projekt unterstützt zu haben und damit einen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung eines wichtigen Teils der Wildauer Geschichte zu leisten.

Nach der erfolgreichen Eröffnung im Volkshaus Wildau soll die Ausstellung ab September 2026 im Haus 13 der Technischen Hochschule Wildau zu sehen sein. Weitere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.
 

Weiterführende Informationen:

Informationen zum ViNN:Lab der TH Wildau: https://www.th-wildau.de/vinnlab

Zum Blog des ViNN:Lab: https://vinnlab.de

Informationen zur Forschungsgruppe Innovations- und Regionalforschung der TH Wildau: www.th-wildau.de/fg-innovation

Ortschronisten Wildau: https://www.wildau.de/stadt/buergerservice/kommunale-ehrenaemter/ortschronisten/