Innovation gestalten im Makerspace mit Rolls-Royce – ein neues interdisziplinäres Modul an der TH Wildau

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07. September 2026 | Eva Ismer

Innovation gestalten im Makerspace mit Rolls-Royce – ein neues interdisziplinäres Modul an der TH Wildau

Arbeitsblätter, Laptop und Stifte liegen auf einem Schreibtisch verteilt
IDM Rolls-Royce an der TH Wildau

Innovation entsteht häufig dort, wo unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen aufeinandertreffen. Gerade bei komplexen Herausforderungen aus Industrie und Arbeitswelt kann der Blick über die Grenzen der eigenen Fachdisziplin hinaus neue Ideen und Lösungsansätze ermöglichen. Genau an diesem Punkt setzt das interdisziplinäre Modul „Innovation gestalten im Makerspace mit Rolls-Royce“ an.

Im aktuellen Durchgang arbeiten 16 Studierende aus vier verschiedenen Bachelorstudiengängen gemeinsam an innovativen Fragestellungen aus der Praxis. Die Teilnehmenden studieren Automatisierungstechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre und befinden sich im fünften Semester.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Rolls-Royce

Das Modul bietet den Studierenden die Möglichkeit, gemeinsam mit Rolls-Royce an konkreten Zukunftsfragen zu arbeiten. Dabei stehen nicht nur die Entwicklung neuer Ideen, sondern auch deren Ausarbeitung und Umsetzung in Form von digitalen Prototypen im Mittelpunkt.

Während der nun abgeschlossenen Blockwoche arbeiteten die Studierenden in vier interdisziplinären Teams an unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Ein Team beschäftigte sich mit der Frage, wie Schichtarbeit im Jahr 2035 gestaltet werden muss, damit Mitarbeitende sie bewusst wählen, anstatt sie zu vermeiden. Unter dem Titel „Shift Experience 2035“ entwickelten die Studierenden erste Ideen für zukünftige Arbeitsmodelle.

Ein weiteres Team arbeitete unter dem Titel „The Invisible Experts“ an der Frage, wie die Fähigkeiten und das Wissen hochqualifizierter Mitarbeitender sichtbarer, verständlicher und erlebbarer gemacht werden können. Dazu sollten verschiedene Rollenbilder entwickelt und auf kreative Weise vorgestellt werden.

Im Themenfeld „In-Flight Shutdown“ beschäftigte sich ein Team mit kritischen Ereignissen im Flugbetrieb. Ziel war es, Möglichkeiten zu entwickeln, relevante Ereignisse so zu erfassen, dass aus den gewonnenen Daten möglichst schnell verwertbare Erkenntnisse entstehen. Die Entwicklung eines digitalen Erfassungsprozesses und dessen prototypische Darstellung standen dabei im Mittelpunkt.

Das vierte Team beschäftigte sich mit neuen Technologien für die Werkzeugentwicklung unter dem Titel „Tools mechanics love“. Dabei wurde untersucht, wie beispielsweise Künstliche Intelligenz bei der Entwicklung universeller Vorrichtungen, etwa sogenannter Lifting Tools, eingesetzt werden kann. Auch digitale Möglichkeiten zur Erprobung von Werkzeugen durch Kollisionsbetrachtungen sowie Anwendungen aus den Bereichen Augmented und Virtual Reality spielten eine wichtige Rolle.

Von der Idee zum digitalen Prototyp

Die Blockwoche bildete den Auftakt für die gemeinsame Projektarbeit. Die unterschiedlichen fachlichen Hintergründe der Studierenden ermöglichten es, die Herausforderungen aus technischen, wirtschaftlichen und digitalen Perspektiven zu betrachten und erste Lösungsansätze zu entwickeln.

In den kommenden Wochen werden die Ideen der vier Teams weiter ausgearbeitet und in digitale Prototypen überführt. Die Präsentation der fertigen Ergebnisse findet am 10. Dezember mit Vertreterinnen und Vertretern von Rolls-Royce statt.

Wir freuen uns auf die weitere Projektarbeit und spannende Ergebnisse aus der interdisziplinären Zusammenarbeit!

 

Weiterführende Informationen:

Informationen zum ViNN:Lab der TH Wildau: https://www.th-wildau.de/vinnlab

Zum Blog des ViNN:Lab: https://vinnlab.de

Informationen zur Forschungsgruppe Innovations- und Regionalforschung der TH Wildau: www.th-wildau.de/fg-innovation

Bei Fragen rund um den Makerspace schreiben sie uns gerne eine E-Mail: vinnlab(at)th-wildau.de oder informieren sie sich vorab über unsere Webseite.