Zwischen Theorie und Tradition: TH-Wildau-Studierende erkunden die Wirtschaftsmediation in Georgien
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Zwischen Theorie und Tradition: TH-Wildau-Studierende erkunden die Wirtschaftsmediation in Georgien

Ein fremdes Land, eine neue Kultur und komplexe Verhandlungsstrategien: Sechs Master-Studierende der TH Wildau reisten für eine Woche nach Tiflis. In Kooperation mit der New Vision University vertieften sie ihre Kenntnisse in internationaler Wirtschaftsmediation und erlebten georgische Gastfreundschaft hautnah. +++ English version below +++

Im Rahmen des Moduls „International Commercial Mediation“ der Spezialisierung „International Business Law“ bot sich für die Studierenden des Masterstudiengangs Wirtschaft und Recht eine außergewöhnliche Gelegenheit. Begleitet von ihrem Dozenten Dr. Gregory Bond führte der Weg die Gruppe an die Partneruniversität New Vision University in Tiflis.

Internationaler Austausch auf Augenhöhe

Das Ziel der Reise war klar definiert: Die theoretischen Inhalte der Wirtschaftsmediation sollten durch praktische Übungen und die Zusammenarbeit mit georgischen Studierenden auf eine internationale Ebene gehoben werden.

  • In bewusst gemischten Arbeitsgruppen arbeiteten Studierende beider Hochschulen die gesamte Woche zusammen.
  • Theoretische Grundlagen wie der Ablauf von Mediationsverfahren standen zu Beginn im Fokus.
  • In der zweiten Wochenhälfte folgten Simulationen und Rollenspiele, um Methoden wie die Interessenanalyse praktisch zu erproben.

Dabei wurde schnell deutlich, dass Kommunikation und Herangehensweisen stark durch den kulturellen Hintergrund geprägt sind. „Es zeigte sich, dass es oft keine eindeutigen Lösungen gibt und unterschiedliche Wege zu verschiedenen Ergebnissen führen können“, so der Tenor der Teilnehmenden. „Die Arbeit in gemischten Gruppen führte dazu, dass Unterschiede in Kommunikation und Argumentation schnell sichtbar wurden“, fasst Aliya Williams, Studierende im Masterstudiengang Wirtschaft und Recht zusammen.

Tiflis: Eine Stadt zwischen Geschichte und Moderne

Neben dem akademischen Programm bot der Aufenthalt tiefgreifende Einblicke in das Leben vor Ort. Die georgischen Studierenden, von denen einige zuvor selbst als Austauschstudierende in Wildau waren, übernahmen die Rolle der Guides.

Die Stadt Tiflis, eingebettet in beeindruckende Berge, verbindet historische Architektur mit modernen Elementen.

Die Gruppe nutzte die Zeit für kulturelle Erkundungen:

  • Besuch der Chronicles of Georgia, einem Monument, das die Geschichte des Landes erzählt
  • Tagesausflug nach Mzcheta, einer der ältesten Städte Georgiens
  • Unterbringung im Studentenwohnheim der Partneruniversität direkt auf dem Campus
  • Gastfreundschaft und Kulinarik

Besonders prägend war die Offenheit der Menschen. Die Reisegruppe, zu der auch eine Kommilitonin mit ihrem kleinen Kind gehörte, wurde überall freundlich empfangen. Ob in der Universitäts-Cafeteria oder in der Stadt – die Hilfsbereitschaft war allgegenwärtig.

Auch die georgische Küche hinterließ bleibende Eindrücke. Gemeinsame Essen boten wertvolle Gelegenheiten für informelle Gespräche. 

„Während der Woche probierten wir verschiedene georgische Spezialitäten wie Khachapuri, eine Teigspeise mit Käse und Ei, Khinkali, gefüllte Teigtaschen, sowie die mit Traubensaft ummantelten Walnüsse, die häufig auf Märkten verkauft werden“, zeigt sich Aliya Williams begeistert.

Die politische Lage: Ein wichtiges Signal der Verbundenheit

Trotz der beeindruckenden Kultur blieb die kritische Reflexion der aktuellen Situation vor Ort ein zentraler Bestandteil des Austauschs. Dr. Greg Bond ordnet die Bedeutung der Reise vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen in Georgien ein:

„Autoritäre Strukturen werden schrittweise und konsequent eingeführt, während der internationale Druck und die Unterstützung durch die USA und die EU wegfallen. In Gesprächen mit Kolleg*innen und Studierenden wurde deutlich, wie wichtig es für sie ist, internationale Freunde wie unsere Hochschule zu haben.“

Ein Fazit mit Weitblick

Trotz der kurzen Dauer war der Lernerfolg für die Studierenden hoch. Die Reise diente nicht nur als Vorbereitung auf die anstehende Prüfungsleistung, sondern erweiterte nachhaltig den Blick auf internationale Kooperationen.

„Für viele war Georgien zuvor ein unbekanntes Land, doch die Reise hat gezeigt, wie wichtig internationale Formate für unsere persönliche und akademische Entwicklung sind“, sagt Aliya Williams rückblickend.

Abschließend betont Dr. Greg Bond: „Mein besonderer Dank gilt dem DAAD, der diese Reise über das Programm ‚Ostpartnerschaften‘ gefördert und die Reisekosten für die Gruppe übernommen hat. Die New Vision University ist eine langjährige Partnerhochschule der TH Wildau, und die Kooperation im Masterstudiengang Wirtschaft und Recht ist ein wertvoller Anker für den Austausch zwischen unseren Ländern.“

Die Verbindung von fachlichem Lernen und persönlichen interkulturellen Begegnungen macht dieses Projekt zu einem Beispiel für gelebte Internationalität an der TH Wildau.

Between theory and tradition: Students explore business mediation in GeorgiaBereich öffnenBereich schließen

A foreign country, a new culture and complex negotiation strategies: six Master's students from TH Wildau travelled to Tbilisi for a week. In cooperation with New Vision University, they deepened their knowledge of international business mediation and experienced Georgian hospitality first-hand.

As part of the ‘International Commercial Mediation’ module of the ‘International Business Law’ specialisation, students of the Master's programme in Business and Law were offered an extraordinary opportunity.

Accompanied by their lecturer Dr Gregory Bond, the group travelled to the partner university New Vision University in Tbilisi.

International exchange on equal terms

The aim of the trip was clearly defined: to take the theoretical content of business mediation to an international level through practical exercises and collaboration with Georgian students.

Students from both universities worked together in deliberately mixed working groups throughout the week.

  • The focus at the beginning was on theoretical basics such as the mediation process.
  • In the second half of the week, simulations and role-plays followed in order to test methods such as interest analysis in practice.

It quickly became clear that communication and approaches are strongly influenced by cultural background. ‘It became apparent that there are often no clear-cut solutions and that different approaches can lead to different results,’ was the general consensus among the participants. ‘Working in mixed groups meant that differences in communication and argumentation quickly became apparent,’ summarises Aliya Williams, a student in the Master's programme in Business and Law.

Tbilisi: A city between history and modernity

In addition to the academic programme, the stay offered profound insights into local life. The Georgian students, some of whom had previously been exchange students in Wildau themselves, took on the role of guides.

The city of Tbilisi, nestled among impressive mountains, combines historical architecture with modern elements.

The group used the time for cultural explorations:

  • Visit to the Chronicles of Georgia, a monument that tells the history of the country
  • Day trip to Mtskheta, one of the oldest cities in Georgia
  • Accommodation in the student residence of the partner university directly on the campus
  • Hospitality and cuisine

The openness of the people was particularly memorable. The tour group, which included a fellow student with her small child, was welcomed everywhere. Whether in the university cafeteria or in the city, helpfulness was omnipresent.

Georgian cuisine also left a lasting impression. Shared meals provided valuable opportunities for informal conversations.

‘During the week, we tried various Georgian specialities such as khachapuri, a dough dish with cheese and egg, khinkali, stuffed dumplings, and walnuts coated in grape juice, which are often sold at markets,’ Aliya Williams enthuses.

The political situation: an important signal of solidarity

Despite the impressive culture, critical reflection on the current situation on the ground remained a central part of the exchange. Dr Greg Bond assesses the significance of the trip against the backdrop of political developments in Georgia:

"Authoritarian structures are being introduced gradually and consistently, while international pressure and support from the US and the EU are waning. In conversations with colleagues and students, it became clear how important it is for them to have international friends like our university."

A conclusion with vision

Despite its short duration, the students learned a great deal. The trip not only served as preparation for the upcoming examination, but also broadened their perspective on international cooperation in the long term.

‘For many, Georgia was previously an unknown country, but the trip showed how important international formats are for our personal and academic development,’ says Aliya Williams, looking back.

In conclusion, Dr Greg Bond emphasises: "My special thanks go to the DAAD, which funded this trip through the “Eastern Partnerships” programme and covered the travel costs for the group.

New Vision University is a long-standing partner university of TH Wildau, and the cooperation in the Master's programme in Business and Law is a valuable anchor for exchange between our countries."

The combination of academic learning and personal intercultural encounters makes this project an example of internationalism in action at TH Wildau.

Fachliche Ansprechperson


    Dr. Gregory Bond

Dr. Gregory Bond

Fachbereich Wirtschaft, Informatik, Recht
Koordinator Konfliktberatungsstelle der TH Wildau

Tel.: +49 3375 508 366
Mail: gregory.bond@th-wildau.de
Web: https://www.th-wildau.de/gregory-bond/
Haus 100, Raum 405

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    Sebastian Stoye

Sebastian Stoye

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