Forschungs- und Transfercluster
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Forschungs- und Transfercluster

Aufbau von Forschungs- und Transferclustern

Die TH Wildau fördert seit 2026 die Einrichtung von Forschungs- und Transferclustern in den profilgebenden Themen. Ein Cluster ist dabei eine Organisationsform, in der sich mindestens fünf Professor*innen zu gemeinsamen Forschungs- und Transferaktivitäten zusammenfinden. Die Hochschule möchte damit geeignete Rahmenbedingungen bieten, Forschungs- und Transferideen und -ziele im Sinne unserer neuen Hochschulstrategie zu realisieren und fördert dazu insbesondere Cluster,

  • die die profilgebenden Themen nachdrücklich stärken,
  • in denen die Akteur*innen interdisziplinär und komplementär agieren,
  • die das Potenzial für eine erfolgreiche Beteiligung an anspruchsvollen Förderprogrammen (DFG, EU- und Bundesprogramme, Stiftungen u.ä.) bieten,
  • die offen sind z. B. für die Integration von Neuberufenen.

Eckpunkte der FörderungBereich öffnenBereich schließen

Geplant ist die Einrichtung mindestens eines forschungsorientierten Clusters sowie mindestens zweier transferorientierter Cluster. Erstere richten ihren Schwerpunkt auf die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung, letztere auf die angewandte Forschung und den Transfer.
Die Förderung adressiert hauptsächlich den Mangel an einem akademischen Mittelbau an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Gefördert wird daher in erster Linie wissenschaftliches Personal, das auch organisatorische Aufgaben übernehmen kann. Dieses Personal soll neben den zugehörigen Professor*innen den stabilen Nukleus des Clusters bilden. Es unterstützt fachlich die thematische Ausrichtung, organisiert operativ die Zusammenarbeit im Cluster und trägt zu einer guten Sichtbarkeit des Clusters nach außen und innen bei. Persönliche Assistenzstellen sind von einer Förderung ausgeschlossen. Investitionen und andere Sachaufwendungen können in begründeten Fällen vorgesehen werden.

  • Forschungs- und Transfercluster mit Forschungsorientierung werden mit bis zu 250.000 EUR pro Jahr für bis zu sechs Jahre gefördert.
  • Forschungs- und Transfercluster mit Transferorientierung werden mit bis zu 180.000 EUR pro Jahr für bis zu vier Jahre gefördert.

Geförderte Cluster schließen vor dem Beginn der Förderlaufzeit mit der Hochschulleitung eine Zielvereinbarung ab. Nach der halben und gegen Ende der Förderlaufzeit finden Evaluationen der Cluster statt. Bei positiver Evaluation kann – eine entsprechende Haushaltslage und weitere Schwerpunktsetzung der Hochschule vorausgesetzt – die Förderung über die erste Förderperiode hinaus verlängert werden. Grundsätzlich zielt die Förderung darauf ab, Strukturen im Aufbau zu unterstützen, die sich dauerhaft aus Drittmitteln tragen können.

AntragsbedingungenBereich öffnenBereich schließen

Ausgangspunkt sind mindestens 5 Professor*innen der TH Wildau, die ein auf Dauer angelegtes Forschungs- und Transfercluster entweder mit Forschungs- oder Transferorientierung im oben genannten Sinne aufbauen und betreiben möchten. Jede*r Professor*in der TH Wildau kann dabei Mitglied genau eines Clusters sein. In den Anträgen (maximal 10 Seiten) müssen die Antragstellenden deutlich machen, dass:

  • die Beteiligten gemeinsam im Sinne der hochschulstrategischen Ausrichtung agieren und Kompetenzen und Aktivitäten komplementär bündeln (s. Forschungs- und Transferstrategie der TH Wildau),
  • die angestrebte Forschungsleistung (Vorhaben, Drittmittel, Publikationen, Promotionen etc.) bzw. Transferleistung (Vorhaben, Kooperationspartner etc.) plausibel dargestellt wird,
  • die im Rahmen der Cluster zu erreichenden Ziele in Bezug auf Forschung und/oder Transfer anspruchsvoll und dennoch in der Förderperiode erreichbar sind,
  • eine Forschungs- bzw. Transferagenda als Skizze vorliegt, die im Laufe der Förderperiode ausgearbeitet sowie mit deren Umsetzung begonnen wird,
  • wie innerhalb des Clusters zusammengearbeitet werden soll und wie durch die komplementären Kompetenzen die gesteckten Ziele besser erreicht werden als alleine,
  • die beantragte Fördersumme zielgerichtet für Aufbau, Organisation und Weiterentwicklung des Clusters eingesetzt und in entsprechenden Plänen dargelegt wird,
  • konkrete Ideen zur gemeinschaftlichen Steuerung des Clusters sowie zur internen und externen Kommunikation formuliert werden,
  • wie unterschiedliche Zielgruppen und Stakeholder durch Wissenschaftskommunikation erreicht werden und
  • wie Ergebnisse der Arbeit in den Clustern in die Lehre einfließen.

BewertungskriterienBereich öffnenBereich schließen

Die Forschungs- und Transfercluster zeichnen sich durch einen hohen Grad von Interdisziplinarität und Interaktion der beteiligten Cluster-Mitglieder aus. Es wird gemeinsames Handeln gefördert. Perspektivisch sollen sich die Cluster durch die Forschungs- und Transferaktivitäten und die Einwerbung von Drittmitteln durch die Beteiligten selbst tragen können. Cluster können ausdrücklich mehr als ein profilgebendes Thema stärken, müssen es aber nicht. Eine fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit im Cluster wird begrüßt. Alle eingereichten Anträge für die Einrichtung von Clustern werden nach folgenden Kriterien
bewertet:

  • Bezug zu profilgebenden Themen, Verbindung von Technologie und Management und fachbereichsübergreifende Zusammensetzung sind plausibel dargestellt,
  • Gesteckte Ziele anspruchsvoll und erreichbar,
  • Potenzial des komplementären Wirkens zum Bilden von Synergien ist nachgewiesen (im Sinne von „1+1=3“),
  • Organisation des Clusters erfolgt gemeinschaftlich, ist transparent und erfolgversprechend,
  • Ausreichende Voraussetzungen, Erfahrungen und Kompetenzen liegen vor,
  • Beantragte Förderung ist in Höhe und Gegenstand angemessen, passend und zielorientiert.

Eingereichte Anträge für die Einrichtung von forschungsorientierten Clustern werden zudem nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Plausibilität der Skizze einer Forschungsagenda mit wichtigen Meilensteinen und Zielen; u. a. angestrebte Forschungsleistungen (Beantwortung von Fragestellungen, Vorhaben, Drittmittel, Publikationen, Promotionen),
  • Aussagen zur Einbindung und Förderung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen
  • Eigener, aktueller Forschungsstand im nationalen und internationalen Vergleich,
  • Kenntnis von Förderprogrammen zur Umsetzung der Forschungsagenda,
  • Vernetzungspotenziale und -pläne; regional, national, international,
  • Geplante Einbeziehung von Forschungsergebnissen in die Lehre sowie Einbindung von Studierenden in die Forschung.

Eingereichte Anträge für die Einrichtung von transferorientierten Clustern werden zudem nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Plausible Skizze einer Transferagenda mit wichtigen Meilensteinen und Zielen
  • Beschreibung der zu erreichenden Zielgruppen inkl. geeigneter Transferwege,
  • Angestrebte Wirkung im Umfeld,
  • Vorhandene und auszubauende Partnerschaften,
  • Kenntnis von Förderprogrammen zur Umsetzung der Transferagenda,
  • Geplante Aktivitäten im Bereich der Wissenschaftskommunikation, insbesondere mit einem nichtwissenschaftlichen Umfeld (individuell und institutionell)
  • Geplante Einbeziehung von Transferergebnissen in die Lehre sowie Einbindung von Studierenden in die Transferaktivitäten.

AntragsfristBereich öffnenBereich schließen

Entsprechende Anträge können bis zum 30. September 2026 per Email an die Adresse vp.forschung(at)th-wildau.de eingereicht werden.

ZeitplanBereich öffnenBereich schließen

4. Mai 2026 (13-16 Uhr) und alternativ 6. Mai 2026 (9-12 Uhr)

Informations- und Findungstreffen zu Bildung/Matching und zur Ausgestaltung von Clustern, beide Termine sind identisch und werden zu unterschiedlichen Zeiten angeboten, um vielen Kolleg*innen die Teilnahme zu ermöglichen

Mai bis September 2026

Bedarfsabhängig weitere hochschulweite Treffen oder Einzelberatungen zur Clusterbildung und deren Ausgestaltung

30. September 2026

Frist zur Einreichung von Anträgen auf Förderung zur Einrichtung Clustern

Oktober 2026

Vortrag/Pitch geeigneter Clusterkandidaten mit anschließender Auswertung durch die Jury und Empfehlung an das Präsidium der Hochschule

November 2026

Entscheidung im Präsidium

Dezember 2026

Abschluss von Zielvereinbarungen

01. Januar 2027

Start der Forschungs- und Transfercluster

Workshops am 04. und 06. Mai 2026

Am 04. und 06. Mai wurden zwei Workshops angeboten, bei denen der Vizepräsident das Konzept für die Forschungs- und Transferscluster vorstellte und für Fragen zur Verfügung stand. Außerdem boten die Workshops die Möglichkeit zum thematischen Austausch konkreter Ideen und der Abstimmung weiterer Schritte.

Die Präsentation finden Sie zum Download auf der rechten Seite. Einige Fotos von den Veranstaltungen finden Sie unten.

FAQs

Wie tief und wie breit soll ein Cluster sein?Bereich öffnenBereich schließen

Hierzu gibt es keine Vorgaben. Je nach Kompetenzbündelung kann sich die gewünschte komplementäre Verstärkung z.B. in einer engen technologischen Thematik ergeben oder in einer weiter gefassten Zusammenarbeit z.B. in Bezug auf das Bewirken gesellschaftlicher Veränderungen.

Darf ich zukünftig nur noch im Cluster forschen und Transfer leisten?Bereich öffnenBereich schließen

Nein. Die Cluster sollen die Forschungs- und Transferaktivitäten durch Bündelung und Förderung stärken und Gelegenheit zur systematischen Weiterentwicklung im Team geben. Bisherige Aktivitäten können dorthin überführt werden und ein Baustein für das Cluster sein, müssen es aber nicht. Jede*r kann neben der Mitwirkung im Cluster oder ohne Beteiligung an einem Cluster weitermachen, wie bisher. Cluster sind ein Angebot, und sollen weder als Zwang noch Verbot wahrgenommen werden. 

Wie geht es mit den Instituten weiter?Bereich öffnenBereich schließen

Die Forschungsinstitute gemäß Satzung von 2013 können als eine Art Vorstufe zu den Clustern gesehen werden. Der Begriff Cluster ist bewusst gewählt worden, um den Schritt der Weiterentwicklung deutlich sichtbar zu machen. Neu sind die finanzielle Förderung durch die Hochschule, der Abschluss von Zielvereinbarungen und der bewusst größer gewählte Kreis von Mitwirkenden. 

Was hat die Hochschule davon?Bereich öffnenBereich schließen

Mit den neuen Strukturen wird die Hochschule in die Lage versetzt, sich an Förderprogrammen zu beteiligen, für die sie bisher aufgrund fehlender Nachweise quantitativer Stärke von Fachgebieten nicht qualifiziert oder zumindest nicht wettbewerbsfähig war. Der zunehmende Wettbewerb um Drittmittel und die zu erwartenden starken Kürzungen bei „leicht“ zu erlangenden Mitteln erfordern eine Bündelung der Kräfte, um weiter erfolgreich in der ersten Liga der HAWn und in Konkurrenz zu Universitäten und AuFEs mitspielen zu können. 

Warum darf ich nur in einem Cluster mitwirken?Bereich öffnenBereich schließen

Weil ein hohes Maß an Identifikation im Zusammenwirken der beteiligten Wissenschaftler*innen erwartet wird und weil ein mindestens mitttelfristig stabiles Organisationselement entstehen soll, innerhalb dessen auch die Führung von Mitarbeitenden Klarheit über die Zugehörigkeit verlangt.

Warum wird zwischen forschungs- und transferorientierten Clustern unterschieden?Bereich öffnenBereich schließen

Weil die Hochschule die Gelegenheit geben möchte, sich je nach persönlicher Neigung in Richtung einer exzellenten (Grundlagen-)Forschung oder der unmittelbaren Anwendung in der Praxis zu entwickeln. Die Aktivitäten der beiden Clustertypen können sich durchaus überschneiden und an den jeweiligen Rändern gleichen.

Wofür soll der Förderbetrag verwendet werden?Bereich öffnenBereich schließen

Grundsätzlich für die Stärkung der Zusammenarbeit der Professor*innen im Cluster. Es ist beabsichtigt, dass damit einer der strukturellen Nachteile von HAWn - der fehlende institutionelle Mittelbau - kompensiert wird. Für das Cluster eignen sich besonders Mitarbeitende mit Kompetenzen in Organisation und (Wissenschafts-)Kommunikation sowie mit zur Clusterausrichtung passenden Fachkenntnissen und der Fähigkeit zum selbständigen Erarbeiten von Anträgen und Angeboten. In begründeten Fällen ist anteilig auch die Finanzierung von Investitionen, anderen Sachmitteln oder Eigenanteilen in Förderprojekten möglich. 

Ansprechpersonen

Vizepräsident für Forschung und Transfer

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Martin Melzer
+49 3375 508 223
vp.forschung(at)th-wildau.de

Haus 13, Raum 039, Hochschulring 1, 15745 Wildau
 

Zentrum für Forschung und Transfer

Markus Vossel
+49 3375 508 673
markus.vossel(at)th-wildau.de

Haus 13, Raum 040, Hochschulring 1, 15745 Wildau

Vorlagen für Anträge

Workshop Präsentation

Die Präsentation von den Workshops am 04. und 06. Mai 2026 finden Sie hier: [Link zur Präsentation]