Erfolgreicher Abschluss des NUDAFA-Reallabors an der TH Wildau
Am 19. Juni 2026 bildete die Technische Hochschule Wildau den Treffpunkt für Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Planung: Rund 100 Teilnehmende kamen zur Abschlussveranstaltung des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts „NUDAFA-Reallabor für interkommunale Radverkehrsförderung“ zusammen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen und Schienenersatzverkehrs bot die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.
Nach der Begrüßung standen die Ergebnisse der mehrjährigen Forschungs- und Erprobungsphase im Mittelpunkt. Im Rahmen von Vorträgen, Diskussionen und interaktiven Formaten wurde deutlich, welchen Beitrag interkommunale Kooperationen, professionelles Radverkehrsmanagement und eine frühzeitige Bürgerbeteiligung für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung leisten können.
Ein besonderer Höhepunkt war die Vorstellung des neuen Fachbuchs „Gemeinsam Radverkehr fördern“, in dem zentrale Erkenntnisse, Praxisbeispiele und Handlungsempfehlungen aus dem Projekt zusammengeführt werden. Das Buch bietet Kommunen, Planungsbüros und weiteren Akteurinnen und Akteuren eine praxisnahe Grundlage für die Umsetzung interkommunaler Radverkehrsförderung. Maßgeblich geprägt wurde die Entstehung des Bandes durch die intensive Koordination und redaktionelle Arbeit von Vanessa von Wiedner, die in den vergangenen Monaten zahlreiche Abstimmungsprozesse mit Autorinnen, Autoren und Projektpartnern organisiert und damit wesentlich zum Gelingen der Publikation sowie der Abschlussveranstaltung beigetragen hat.
Großen Anklang fanden außerdem die sechs Thementische sowie die Flaniermeile mit den Teilprojekten. Hier konnten sich die Besucher*innen direkt mit den Projektpartnern aus den Kommunen Eichwalde, Zeuthen, Schulzendorf, Königs Wusterhausen, Wildau und Schönefeld sowie mit Vertreter*innen der Technischen Universität Berlin, der TH Wildau, der FixMyCity GmbH, der BahnStadt Planungsgesellschaft für Bahnhofsentwicklung mbH und dem Fräsdienst E. Feind über Erfahrungen und innovative Lösungsansätze austauschen. Präsentiert wurden unter anderem Ansätze zum interkommunalen Radverkehrsmanagement, Beteiligungsprozesse, schulisches Mobilitätsmanagement, Fahrradparken sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Ein Highlight vor Ort war die eingesetzte im Projekt „komfortables Kopfsteinpflaster“ eingesetzte Fräsmaschine, die anschaulich demonstrierte, wie sich durch gezielte Bearbeitung von Kopfsteinpflaster der Fahrkomfort für Radfahrende spürbar erhöhen lässt.
Impulse aus Politik und Praxis lieferten unter anderem Staatssekretär Volker-Gerd Westphal (Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg), Martina Hertel (Deutsches Institut für Urbanistik), Victoria Juraschek (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) und Jörg Jenoch (Gemeinde Eichwalde). Sie diskutierten gemeinsam mit den Projektbeteiligten über die Perspektiven einer langfristigen interkommunalen Zusammenarbeit zur Förderung des Radverkehrs.
Die Abschlussveranstaltung markierte nicht nur das Ende eines erfolgreichen Forschungsprojekts, sondern zugleich den Übergang in die praktische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse. Die entwickelten Konzepte, Werkzeuge und Netzwerke sollen auch künftig Kommunen dabei unterstützen, den Radverkehr gemeinsam über Gemeindegrenzen hinweg nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig war sie das Ergebnis eines engagierten Organisationsteams, dessen sorgfältige Vorbereitung – insbesondere durch Vanessa von Wiedner – den fachlichen Austausch, die Buchpräsentation und die Vernetzung der zahlreichen Projektpartner in diesem Rahmen erst möglich machte.
Das Buch „Gemeinsam Radverkehr fördern“ können Sie hier kostenlos als PDF herunterladen oder kostenpflichtig als Buch bestellen:
https://www.oekom.de/buch/gemeinsam-radverkehr-foerdern-9783987265204
Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Projekte:
https://www.nudafa.de/