Realexperiment „Komfortables Kopfsteinpflaster“ für den Deutschen Fahrradpreis 2026 nominiert
Große Anerkennung für die Radverkehrsforschung der Technischen Hochschule Wildau: Das Projekt „Realexperiment Komfortables Kopfsteinpflaster“ wurde als eines der bundesweiten TOP-5 Projekte in der Kategorie Infrastruktur für den Deutscher Fahrradpreis 2026 nominiert.
Das Projekt entstand im Rahmen des NUDAFA-Reallabors unter Beteiligung der Professur Radverkehr der TH Wildau. Ziel des Realexperiments ist es, historische Kopfsteinpflasterstraßen so zu bearbeiten, dass sie deutlich komfortabler und sicherer mit dem Fahrrad befahrbar werden, ohne dabei den Charakter der Straßen oder deren Versickerungsfähigkeit zu verlieren.
Erprobt wurde die innovative Methode zunächst am Berliner Priesterweg sowie anschließend in Eichwalde. Dabei kam unter anderem eine Diamantfräse in Kombination mit einer präzisen 3D-Vermessung zum Einsatz, um Unebenheiten im bestehenden Großkopfsteinpflaster gezielt zu reduzieren. Die Fräsarbeiten in Eichwalde wurden im Juni 2025 in Kooperation mit der Fräsdienst-Service E. Feind GmbH durchgeführt. Das Ergebnis: mehr Fahrkomfort und bessere Bedingungen für den Radverkehr bei gleichzeitigem Erhalt des historischen Straßenbildes.
Die Jury des Deutschen Fahrradpreises würdigte insbesondere die Innovationskraft und den Beitrag des Projekts zu einer sicheren und nachhaltigen Mobilität. Insgesamt wurden 123 Projekte aus ganz Deutschland eingereicht, aus denen jeweils fünf Projekte pro Kategorie ausgewählt wurden.
Die Nominierung unterstreicht die Bedeutung praxisnaher Forschung und kommunaler Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung fahrradfreundlicher Infrastruktur. Gleichzeitig zeigt das Projekt beispielhaft, wie innovative Lösungen aus Forschung und Praxis konkrete Impulse für Kommunen und Verkehrsplanung liefern können.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://www.nudafa.de/teilprojekte/komfortables-kopfsteinpflaster/
Projektlaufzeit: 01/2021 bis 09/2025