Mit klarer Struktur und offenen Türen: Der Qualitätszirkel der TH Wildau startet mit neuem Konzept
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Mit klarer Struktur und offenen Türen: Der Qualitätszirkel der TH Wildau startet mit neuem Konzept

Qualität betrifft alle Bereiche der TH Wildau – vom Studieneinstieg über digitale Werkzeuge bis hin zu transparenten Prozessen und einem wertschätzenden Miteinander. Um Anliegen künftig noch verbindlicher, lösungsorientierter und partizipativer zu bearbeiten, präsentierte sich der Qualitätszirkel am 12. Oktober 2026 in einem angepassten Format. Neben dem neuen Konzept bot die erste Sitzung des Semesters spannende Einblicke in aktuelle Hochschuldaten, den Entwurf eines niedrigschwelligen Beschwerdemanagements sowie praktische Neuerungen für den Arbeitsalltag.

Mehr Verbindlichkeit und Tempo: Das neue Q-Zirkel-Format

Um aus der bisherigen Unverbindlichkeit herauszukommen und Diskussionen zügig in messbare Verbesserungen zu überführen, wurde die Arbeitsweise des Qualitätszirkels grundlegend neu aufgestellt.

Die wichtigsten Eckpfeiler des neuen Konzepts im Überblick:

  • Fester Semesterturnus & hybrider Rahmen: Der Qualitätszirkel tagt ab sofort einmal pro Semester hybrid im Senatssaal – offen für Mitarbeitende ebenso wie für Studierende.
  • Strukturierte Themenvorbereitung: Themen und Impulse können bis spätestens zwei Wochen vor dem jeweiligen Sitzungstermin per E-Mail an vp.digitales@th-wildau.de eingereicht werden. Das Team des Zentrums für Qualitätsmanagement (ZQM) sichtet die Punkte vorab und bereitet mögliche Lösungsoptionen bereits im Vorfeld vor.
  • Direkte Lösungsfindung & Tracking: Ziel jeder Sitzung ist es, Agendapunkte direkt einer pragmatischen Lösung zuzuführen. Kann ein Thema nicht sofort gelöst werden, wird es verbindlich protokolliert, im Nachgang weiterbearbeitet und beim Folgetermin mit seinem aktuellen Status vorgelegt.
  • Transparenz und Mitwirkung: Die Agenda wird vor jedem Termin hochschulöffentlich auf der Website publiziert. Neben den Fachbereichen und zentralen Einheiten ist die Studierendenvertretung (StuRa und StuPa) fest als wichtiger Multiplikator eingebunden.

Prof. Stefan Kubica, Vizepräsident für Digitalisierung und Qualitätsmanagement und Leiter des Qualitätszirkels, unterstreicht den Anspruch des Relaunchs:

„Qualität ist an unserer Hochschule ein sehr weit gefasster Begriff: Sie endet keineswegs bei administrativen Abläufen, sondern betrifft ganz zentral das Studienerlebnis unserer Studierenden und die Qualität unserer täglichen Zusammenarbeit. Mit dem neuen Format wollen wir weg von langen Diskussionsrunden ohne greifbares Ergebnis. Durch die zweiwöchige Einreichungsfrist bereiten wir Themen gezielt mit Optionen vor, entscheiden lösungsorientiert in der Runde und nehmen uns selbst in die Pflicht: Was nicht sofort gelöst werden kann, verpufft nicht im Protokoll, sondern steht im nächsten Semester wieder auf der Tagesordnung.“

Rückblick auf die Sitzung am 12. Oktober: Von Dashboards bis Beschwerdewegen

Wie facettenreich Qualitätsentwicklung an der TH Wildau gelebt wird, spiegelte sich in der dichten Agenda der Auftaktsitzung wider.

Bewerbungs-Monitoring und zukunftsfähige EvaluationenBereich öffnenBereich schließen

Das Zentrum für Qualitätsmanagement (ZQM) stellte sein PowerBI-Dashboard zur Bewerberlage vor. Für das Wintersemester 2026/2027 verzeichnet die Hochschule ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr, maßgeblich getragen von internationalen Studienangeboten. Die tatsächlichen Immatrikulationen bewegen sich erfreulich nah an der Kapazitätsgrenze. Künftig sollen weitere Dashboards den gesamten studentischen Lebenszyklus – von Prüfungsverläufen bis hin zur Betreuungslast von Abschlussarbeiten – datenbasiert transparent machen.

Parallel läutet das ZQM das Wintersemester als zentrales „Befragungssemester“ ein: Neben den regulären Lehrevaluationen (LVE) und Befragungen neu eingerichteter Studiengänge beteiligt sich die TH Wildau an der DZHW-Absolvent*innenbefragung (Jahrgang 2025), dem DAAD-Benchmark „BintHo“ sowie dem CHE-Ranking für Informatikstudiengänge. Für die interne Lehrevaluation steht zudem ein modernisierter Fragebogen sowie eine dialogbasierte Auswertung über interaktive Dashboards in Aussicht.

Niedrigschwelliges Beschwerdemanagement für StudierendeBereich öffnenBereich schließen

Der Infopoint Studienberatung adressierte den dringenden Bedarf nach einer transparenten, vertraulichen Anlaufstelle bei Konflikten oder Ungerechtigkeiten im Studien- und Prüfungsalltag. Viele Studierende scheuen aus Angst vor Nachteilen den direkten Weg zu Lehrenden oder Gremien.

Prof. Stefan Kubica präsentierte dazu den Entwurf einer neuen Lösung: Über eine neue Kachel auf den Webseiten der Studienberatung sollen Studierende künftig ein einfaches Formular nutzen können, um Anliegen vertraulich zu schildern. Die Meldung landet beim Vizepräsidium für Digitalisierung und Qualitätsmanagement und wird anhand einer definierten Matrix an die zuständigen Vertrauenspersonen und Kolleg*innen weitergeleitet. Die Anwesenden diskutierten intensiv über eine menschlich-nahbare Sprache des Formulars, Anonymitätsoptionen sowie die transparente Einbindung von Prüfungsausschüssen und Dekanaten. Das Formular wird nun finalisiert und zügig pilotiert.

Arbeitsqualität durch smarte Tools: DeepL und HIS-RESBereich öffnenBereich schließen

Das Zentrum für Hochschulkommunikation gab ein Update zum Rollout von 33 hochschulweiten DeepL-Lizenzen, die über Funktionsaccounts flexibel von Teams in Fachbereichen und Verwaltung genutzt werden können. Besonderer Clou ist das hinterlegte Terminologie-Glossar, das laufend in Kooperation mit dem Sprachenzentrum aktualisiert wird, um eine einheitliche englischsprachige Hochschulkommunikation sicherzustellen.

Die Hochschulbibliothek brachte die automatisierte Abbildung von Publikationen auf den Webseiten ein: Bisher werden Veröffentlichungen von Forschungsgruppen oft zeitaufwendig händisch gepflegt. Geprüft wird nun eine automatisierte Schnittstelle (API) zwischen dem Forschungsinformationssystem HIS-RES und TYPO3, um Publikationen künftig direkt auf Mitarbeiter- und Institutsseiten auszuspielen.

Neues aus Projekten und CampuslebenBereich öffnenBereich schließen

Abgerundet wurde der Zirkel durch die Vorstellung des neu gestarteten Teams des Projekts „SPIN – Spielraum für Innovation“ (gefördert durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre bis Juni 2030), das künftig interdisziplinäre Module und einen digitalen Projektmarktplatz an der Hochschule etablieren wird. Zudem lud die Runde herzlich zum Fest der Vielfalt „Wildau verbindet“ am 11. November 2026 in die Lok 21 ein, das das 35-jährige Bestehen der Hochschule mit internationalen Köstlichkeiten und Mitmachangeboten für Campus und Stadtgesellschaft feiert.

Prof. Stefan Kubica zieht ein positives Fazit zum Auftakt:

„Der lebendige Austausch und die vielen konkreten Rückmeldungen aus allen Statusgruppen haben gezeigt, wie wertvoll dieser Raum ist. Wir haben beim Beschwerdemanagement, bei der Nutzung moderner Tools und in der Datenanalyse wichtige Pflöcke eingeschlagen. Genau diesen Geist des gemeinsamen Anpackens wollen wir beibehalten: transparent, konstruktiv und messbar besser für unseren Hochschulalltag.“

Fachliche Ansprechperson


    Prof. Dr.-Ing. Stefan Kubica

Prof. Dr.-Ing. Stefan Kubica

Fachbereich Wirtschaft, Informatik, Recht
Vizepräsident Digitales & QM
Professor für Wirtschaftsinformatik (Business Intelligence und Fahrerassistenzsystementwicklung)

Vice President Digitization & Quality Management
Professor for Business Computing

Tel.: +49 3375 508 327
Mail: stefan.kubica@th-wildau.de
Web: www.th-wildau.de/stefan-kubica
Haus 24, Raum 201

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    Sebastian Stoye

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