AMADEUS – Drohnenbasierte Kommunikationsinfrastruktur für Rettung und Katastrophenschutz
Bei Großschadenslagen, Naturkatastrophen oder in Regionen mit eingeschränkter Infrastruktur ist eine zuverlässige Kommunikation eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Rettungs- und Hilfseinsätze. Das Forschungsprojekt AMADEUS (Airborne reMote observAtion anD rEscUe activitieS) entwickelt ein mobiles, luftgestütztes Kommunikationssystem, das Einsatzkräften schnell und flexibel eine leistungsfähige digitale Infrastruktur bereitstellt.
Kern des Projekts ist eine Schwerlastdrohne, die als fliegende Kommunikationsplattform eingesetzt wird. Durch die Kombination aus unbemannter Luftfahrt, moderner Kommunikationstechnik und intelligenter Datenauswertung entsteht ein System, das auch in schwer zugänglichen oder beschädigten Gebieten eine Vernetzung von Einsatzkräften, Sensoren und Robotersystemen ermöglicht.
Das AMADEUS-System verbindet verschiedene Technologien aus den Bereichen Luftfahrttechnik, 5G-Kommunikation, Sensorik und Robotik zu einer integrierten Plattform für zukünftige Rettungs- und Katastrophenschutzeinsätze.
Schwerlastdrohne als fliegende Kommunikationsplattform
Die unbemannte Luftfahrzeugplattform bildet die Basis des Systems und dient als Träger für Kommunikations- und Sensorsysteme. Durch ihren Einsatz aus der Luft kann kurzfristig eine mobile Infrastruktur aufgebaut und ein großflächiges Einsatzgebiet versorgt werden.
5G-Kommunikation für flexible Einsatznetze
Eine integrierte 5G-Basisstation ermöglicht den Aufbau eines lokalen Kommunikationsnetzes unabhängig von bestehender Infrastruktur. Dadurch können Einsatzkräfte Sprach-, Video- und Sensordaten nahezu in Echtzeit austauschen und wichtige Informationen direkt am Einsatzort verfügbar machen.
Sensorik und digitale Lageerfassung
Integrierte Sensoren unterstützen die Erfassung und Bewertung von Einsatzgebieten. Die gewonnenen Daten ermöglichen eine verbesserte Lageeinschätzung und unterstützen Einsatzkräfte bei der Planung und Koordination von Rettungsmaßnahmen.
Integration unbemannter Systeme
Das AMADEUS-System ermöglicht die Einbindung verschiedener Luft- und Bodensysteme (UAV und UGV). Diese können beispielsweise zur Erkundung von Schadensgebieten eingesetzt werden und helfen dabei, gefährliche Bereiche zu analysieren, ohne Einsatzkräfte unnötigen Risiken auszusetzen.
Bodenstation und Systemsteuerung
Eine mobile Bodenstation übernimmt die Steuerung der Drohne, die Überwachung des Gesamtsystems sowie die Verarbeitung und Bereitstellung der gewonnenen Informationen für die Einsatzkräfte.
Rolle der Technischen Hochschule Wildau
Die Technische Hochschule Wildau koordiniert das Gesamtvorhaben und bringt insbesondere ihre Kompetenzen in den Bereichen Luftfahrttechnik, unbemannte Luftfahrzeugsysteme und KI-gestützte Datenanalyse ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung, Integration und Erprobung der Drohnenplattform sowie der Umsetzung zentraler Systemkomponenten, insbesondere der automatisierten Personenerkennung für Rettungs- und Katastrophenschutzeinsätze.
Projektpartner
- Technische Hochschule Wildau (TH Wildau)
- Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS
- CADUS e. V.
- Roboverse Reply GmbH
- Technische Universität Berlin
Unterauftragnehmer
- MIT GmbH
FörderungBereich öffnenBereich schließen
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Projekttitel |
AMADEUS |
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Richtlinie |
Innovationen im breitbandigen Digitalfunk BOS |
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Fördergeber |
Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisation mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) |
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Förderkennzeichen |
16BEC0105 |
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Förderprogramm |
Entwicklung innovativer Technologien zur Unterstutzung von Rettungseinsatzen und Katastrophenschutz durch die Integration von 5G-Kommunikation in unbemannte Luftfahrzeuge und autonome Roboter - AMADEUS |
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Projektträger |
VDI/VDE Innovation |
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Projektvolumen |
1.344.918,15€ |
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Laufzeit |
01.10.2024 – 31.03.2026 |
Ansprechpersonen:
Gefördert durch: