Eisenbahn hautnah
Collage Buehne VST
VS23/VS24: Exkursion

Eisenbahn hautnah

Exkursion zum Eisenbahnbetriebs- und Experimentierfeld an der TU Berlin

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Exkursion zum EBuEf und Stellwerksbesichtigung in Berlin-Lichtenberg

Am Dienstag, dem 02.06.2026, und Mittwoch, dem 03.06.2026, nahmen die Seminargruppen VS23 und VS24 an einer Exkursion zum EBuEf (Eisenbahn-Betriebs- und Experimentierfeld der TU Berlin) teil. Ziel der Exkursion war es, die betrieblichen Abläufe im Eisenbahnwesen praxisnah kennenzulernen und das im Studium erworbene Wissen in einer realitätsnahen Übungsumgebung anzuwenden und zu vertiefen.

Das EBuEf verfügt über eine Modelleisenbahnanlage, die mit echten Stellwerken gesteuert wird. Dadurch konnten die Abläufe des Eisenbahnbetriebs sehr anschaulich nachvollzogen werden. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, auf verschiedenen Stellwerken selbst Zugbetrieb durchzuführen. Dabei wurde jeweils etwa eine Stunde auf einem Stellwerk gearbeitet. In dieser Zeit konnten typische Aufgaben eines Fahrdienstleiters praktisch erprobt werden.

Besonders interessant war, dass die Übungen zwar in einer sicheren Umgebung stattfanden, die betrieblichen Situationen jedoch sehr realitätsnah gestaltet waren. Die Studierenden mussten Fahrstraßen für Zugfahrten einstellen, betriebliche Situationen erfassen und auf die jeweiligen Anforderungen reagieren. Dadurch wurde deutlich, wie verantwortungsvoll, vielseitig und phasenweise stressig der Beruf des Fahrdienstleiters ist. Gleichzeitig konnten bereits theoretisch erlernte Inhalte aus dem Studium praktisch angewendet und besser verstanden werden.
Am Mittwoch, dem 03.06.2026, erhielten die Studierenden nach weiteren Übungseinheiten zusätzlich die Gelegenheit, im Signalgarten des EBuEf den Umstellvorgang einer Weiche zu beobachten. Dabei konnte nachvollzogen werden, welche technischen Vorgänge beim Stellen einer Weiche ablaufen und welche Bedeutung diese für den sicheren Eisenbahnbetrieb haben. Ein großer Dank der Studierenden geht an die beiden EBuEf-Betreuer Heiko Herholz und Stefan Seibt, die die Übungen begleiteten und ihr Fachwissen anschaulich vermittelten.

Im Anschluss daran fuhren die Teilnehmer zum Bahnhof Berlin-Lichtenberg. Dort konnten zwei in Betrieb befindliche elektromechanische Stellwerke besichtigt werden: ein Weichenwärterstellwerk (R8) und das Befehlsstellwerk (B6). Diese Besichtigung war besonders eindrucksvoll, da hier echter Bahnbetrieb beobachtet und unter Aufsicht auch einmal eine echte Weiche und ein Signal gestellt werden konnten. Im Gegensatz zur Übungsumgebung des EBuEf wurde hier deutlich, wie die zuvor geübten betrieblichen Abläufe im realen Eisenbahnbetrieb umgesetzt werden.

Ein großer Dank gilt ebenfalls der DB InfraGO AG, die den Teilnehmern die Besichtigung ermöglichten, die Stellwerkstechnik ausführlich erklärten und einen direkten Einblick in die betrieblichen Abläufe gewährten.

Die Besichtigung der Stellwerke in Lichtenberg hinterließ bei vielen Studierenden einen bleibenden Eindruck. Besonders die historische Stellwerkstechnik, die dennoch weiterhin im täglichen Betrieb eingesetzt wird, sorgte für großes Interesse. Der direkte Einblick in den realen Bahnbetrieb erzeugte bei den Teilnehmern ein großes „Wow-Erlebnis“ und verdeutlichte noch einmal die Bedeutung der Arbeit von Fahrdienstleitern und Weichenwärtern.

Insgesamt war die Exkursion sehr lehrreich und praxisnah. Sie bot eine gute Möglichkeit, theoretische Inhalte aus dem Studium mit praktischen Erfahrungen zu verbinden. Besonders wertvoll war die Kombination aus der sicheren Übungsumgebung im EBuEf und dem anschließenden Einblick in echte Stellwerkstechnik im laufenden Betrieb. Die Exkursion hat das Verständnis für betriebliche Abläufe vertieft und den Studierenden einen umfassenden Einblick in die verantwortungsvollen Tätigkeiten im Eisenbahnbetrieb ermöglicht.

H.V.