Der Forschungsschwerpunkt Nachhaltige Wert(e)schöpfung an der TH Wildau zielt darauf ab, Ressourcen effizienter zu nutzen und Materialien am Ende ihres Lebenszyklus wiederzuverwenden, um so die Wertschöpfung umweltfreundlicher zu gestalten. Dabei entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innovative Technologien, Materialien und Prozesse, die in unterschiedlichen Anwendungsfeldern zur Nachhaltigkeit beitragen. Interdisziplinarität und die Vernetzung verschiedener Technologien mit Managementaspekten spielen eine zentrale Rolle, wobei die Digitalisierung als "Ermöglicher" (Facilitator) diese Vernetzung unterstützt. Neben wirtschaftlichen Aspekten fließen auch gesellschaftliche Werte wie Resilienz, Ethik und die Gestaltung einer lebenswerten Gesellschaft in den Forschungsschwerpunkt ein. So verbindet die Forschung an der TH Wildau klassische Wertschöpfung mit einer tiefgreifenden Werteorientierung für eine nachhaltige Zukunft.
Forschungscluster
Der Aufbau und die Weiterentwicklung von Profilierungen innerhalb der Forschungsschwerpunkte erfolgt fortlaufend entlang von Forschungsclustern, in denen sich mehrere Professor*innen mit entsprechender wissenschaftlicher Expertise zur Umsetzung von Forschungsagenden zusammenfinden.
Quantentechnologien und quantenbasierte AnwendungenBereich öffnenBereich schließen
Die Vereinten Nationen haben 2025 zum Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologien ausgerufen, verbunden mit weltweiten Aktivitäten (https://quantum2025.org/). In Deutschland koordiniert die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) diese Aktivitäten, darunter die Initiative „100 Quantenorte“. Sie zeichnet Orte und Institutionen aus, die historisch oder durch aktuelle Forschung eng mit der Quantenmechanik verbunden sind. Die TH Wildau wurde auf Initiative von Prof. Martin Regehly in die Liste der Quantenorte aufgenommen (https://www.quantum2025.de/quantenorte). Damit wird die Hochschule als moderner Forschungsstandort sichtbar, an dem Quantensensorik und Quantenoptik praxisnah entwickelt werden. Im Fokus stehen insbesondere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu chipbasierten Biosensoren für die Medizintechnik und quantenoptischen Gyroskopen für driftstabile, GPS-unabhängige Navigationssysteme. Diese Arbeiten erfolgen vor allem im Rahmen des bereits seit mehreren Jahren bestehenden Joint Labs mit dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) in Frankfurt (Oder).
Mit dem Forschungscluster Quantentechnologien und quantenbasierte Anwendungen positioniert sich die TH Wildau strategisch in einem der bedeutendsten Zukunftsfelder des 21. Jahrhunderts (Hightech Agenda Deutschland). Quantentechnologien bilden das Fundament für die nächste technologische Revolution und eröffnen völlig neue Leistungsdimensionen in der Sensorik, der Kommunikation sowie im Computing.
Der Forschungscluster baut auf vorhandenen, leistungsfähigen Exzellenzkernen auf und entwickelt diese systematisch zu einem institutionell sichtbaren, thematisch gebündelten Forschungscluster im Forschungsschwerpunkt Nachhaltige Wert(e)schöpfung weiter. Der Cluster wird initial getragen von einem professoralen Kernteam mit ausgewiesener wissenschaftlicher Expertise sowie hoher Publikationsleistung, Drittmittelerfahrung und Transferstärke:
Prof. Dr. Carolin Schmitz-Antoniak (Instrumentelle Analytik/Angewandte Oberflächenphysik)
Prof. Dr. Martin Regehly (Photonik und optische Technologien)
Prof. Dr. Marcus Frohme (Molekulare Biotechnologie)
Prof. Dr. Andreas Mai (Mikro-/Nanoelektronik)
Prof. Dr. Fred Lisdat (Biosystemtechnik)
Dieses Kernteam wird zukünftig um komplementäre Kompetenzen aus Wissenschaftler*innen ergänzt werden. Zudem ist der Forschungscluster in ein leistungsfähiges Netzwerk außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und innovativer Unternehmen eingebettet.
Das wissenschaftliche Alleinstellungsmerkmal liegt in einer geschlossenen quantentechnologischen Wertschöpfungskette, die als integrierte End-to-End-Struktur die vier strategischen Säulen Quanten-Materialdesign, Quantenhardware, Quanten-Softwareapplikationen sowie die übergreifende Lab-to-Fab-Plattform umfasst. Diese Architektur ermöglicht es, den gesamten Prozess von der theoretischen Konzeption neuartiger Materialien über deren physikalische Implementierung in Hardwarekomponenten bis hin zur softwareseitigen Optimierung und dem Transfer in reproduzierbare industrielle Fertigungsprozesse innerhalb einer einzigen Institution abzubilden.
Der Forschungscluster ist derzeit im Aufbau - geplante und umgesetzte Aktivitäten werden auf dieser Webseite kontinuierlich ergänzt.
Forschungsgruppen und forschende Professor*innen
Diese Webseite befindet sich aufgrund des aktuell laufenden Strategieprozesses TH Wildau 2030 im Aufbau. Mit Ihren Änderungswünschen, Hinweisen und Kritik wenden Sie sich gern an uns.
Interner Mailverteiler
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